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Samstag 06.01.2018

0:4-Niederlage im ersten Test

Löwen verlieren gegen NEC Nijmegen

Nach intensiven Trainingstagen in Benahavis absolvierten die Löwen heute das erste Testspiel im Jahr 2018. Bereits zur Halbzeit lagen die Blau-Gelben gegen den niederländischen Zweitligisten NEC Nijmegen mit 0:3 hinten und mussten sich durch ein weiteres Gegentor im zweiten Durchgang per Strafstoß letztendlich mit 0:4 geschlagen geben.

Nach einer etwa 45-minütigen Busreise traf der Eintracht-Tross am im Wald gelegenen Estadio Jose Burgos Quintana ein und nahm zunächst einmal die Begebenheiten in Augenschein. Bei Sonnenschein und kühlen Temperaturen herrschte starker Wind, aber zumindest der über Nacht eingesetzte Dauerregen hatte sich mittlerweile glücklicherweise verabschiedet.

Laufprogramm für Reichel & Co

Ebenfalls mit angereist waren die angeschlagenen Löwen-Profis Hendrick Zuck und Ken Reichel (grippaler Infekt) sowie die noch nicht einsatzbereiten Domi Kumbela und Christoffer Nyman. Gemeinsam mit Keeper Eric Verstappen absolvierten diese vier ein Laufprogramm auf der Tartanbahn des Stadions in Coin.

Nach Anpfiff zeigte der NEC Nijmegen mit einem forschen Auftritt direkt, dass der Club als Zweitplatzierter aktuell eine starke Saison in der niederländischen Jupiler Leage spielt. Bereits nach fünf Minuten hatte Ferdi Kadioglo zu viel Platz im Strafraum und netzte zur frühen Führung ein. Die Löwen ließen ihrerseits dem Gegner zu viel Raum zur Entfaltung und waren nicht nah genug am Mann. In der 10. Spielminute war es dann Anas Achahbar, der durch einen Distanzschuss auf 2:0 aus Sicht der Holländer erhöhte.

Systemumstellung im zweiten Durchgang

Der Elf von Torsten Lieberknecht gelang es in einem 4-1-3-2-System auch in der Folge nicht, den nötigen Druck aufzubauen, um sich zwingende Möglichkeiten zu erarbeiten. Mit Georg Teigl stand auch ein Neuzugang in der Startformation. Dieser blieb leider nach schönem Zusammenspiel mit Robin Becker nur am letzten Abwehrmann des NEC hängen, bevor es gefährlich werden konnte (27.). Bei Nijmegens drittem Tor in der 39. Minute war der Ball nach einer Parade von Löwen-Schlussmann Jasmin Fejzic eigentlich schon geklärt, aber Steeven Langil schaffte es dennoch, das Leder irgendwie über die Linie zu bugsieren.

Mit diesem deutlichen 0:3-Rückstand ging es dann in die zweite Halbzeit. Eintrachts Chef-Coach wechselte nahezu komplett durch, nur Niko Kijewski, Özkan Yildirim und Onel Hernandez legten noch einige Minuten obendrauf. Nun setzten auch die Blau-Gelben nach Umstellung auf 4-2-3-1 vermehrt offensive Akzente und waren eindeutig besser im Spiel. Ein Schuss von Salim Khelifi in der 48. Minute strich nur leicht über das Tor des NEC hinweg. Die beste Chance der Partie zu diesem Zeitpunkt hatte Suleiman Abdullahi auf dem Fuß, aber das Spielgerät landete noch abgefälscht im Toraus (71.). Unmittelbar danach verfehlte Khelifi nach einer Einzelaktion und der Versuch des eingewechselten Eros Dacaj ging nach starker Balleroberung ebenfalls knapp vorbei (82.).

Der Anschlusstreffer gelang der Eintracht leider nicht mehr und Nijmegen stellte per Starfstoß in der 87. Minute durch Sven Braken noch den 0:4-Enstand aus Sicht der Löwen her. Chef-Coach Lieberknecht bewertet das Spiel als aufschlussreichen Test und sah zwei völlig verschiedene Halbzeiten: "Im ersten Durchgang waren wir sehr offensiv aufgestellt, das werden wir in dieser Form nicht wiederholen. Die zweite Halbzeit, in der wir viel besser gestanden haben, war ein Plädoyer für zwei Sechser. Wir hatten die Möglichkeit zur Ergebniskosmetik, konnten aber kein positives Ergebnis erzielen, weil wir in den ersten 45 Minuten keinen guten Auftritt gezeigt haben."

Auch Özkan Yildirim war nicht zufrieden, hob aber die Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel hervor: "Das Ergebnis sagt schon alles. Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen, waren nicht eng an unseren Gegenspielern dran. Die Holländer, die nicht ohne Grund weit oben in der Tabelle stehen, haben das Spiel gut gemacht, waren schnell und spritziger. Nach der Pause standen wir kompakter, hatten einen besseren Zugriff und konnten uns auch ein, zwei Chancen herausgespielen. Wir müssen das Positive aus dem zweiten Durchgang mitnehmen."

Das nächste Testspiel bestreiten die Löwen am 10. Januar um 15.30 Uhr erneut im Stadion in Coin gegen den chinesischen Erstligisten Shanghai Shenhua.

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