NEWS // Spiele

Zurück

Donnerstag 13.08.2015

Alles kann, nichts muss in Leipzig

RB für Experten Aufstiegskandidat Nr. 1

Angesichts des hochdekorierten Kaders und der finanziellen Möglichkeiten der Roten Bullen ist das Ziel von Klubchef und Getränke-Milliardär Dietrich Mateschitz, der den schnellstmögliche Aufstieg in die 1. Bundesliga anvisiert, nachvollziehbar. Chef-Coach Ralf Rangnick dämpft allerdings angesichts der starken Konkurrenz die Erwartungen.

Natürlich will aber auch Rangnick, der zur neuen Saison etwas überraschend die Nachfolge von Interimstrainer Achim Beierlorzer antrat, in die Beletage des deutschen Fußballs. Dass dies unbedingt 2016 geschehen soll, sieht der Trainer und Sportdirektor jedoch anders. Sehr stark sei die Konkurrenz, zu ausgeglichen die Liga, so der Trainer und Sportdirektor. Dabei sah es bereits vergangene Saison lange Zeit danach aus, dass RB Leipzig den Sprung realisieren könnte. Doch gerade in der Rückrunde wurden zu viele Punkte gegen vermeintliche Abstiegskandidaten wie Aue oder Aalen liegen gelassen, sodass letztendlich Tabellenplatz fünf erreicht wurde.

Top-Transfer Davie Selke

Daher wurde in diesem Sommer in den bestehenden Kader, ohnehin schon stark besetzt, noch einmal kräftig investiert. Neben Spielern, die nach ihren Gastspielen beim österreichischen Partnerverein RB Salzburg nach Leipzig zurückkehrten (u.a. Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker und Nils Quaschner), wurde mit dem deutschen U21-Nationalspieler Willi Orban (1. FC Kaiserslautern) und Atinc Nukan (Besikatas Istanbul) noch einmal die Qualität in der Defensive angehoben. Der Top-Transfer war jedoch die Verpflichtung Davie Selkes, der von Werder Bremen geholt wurde. Der beste Spieler der U19-EM 2014, der für die Hanseaten in der Spielzeit 2014/2015 neunmal traf (vier Vorlagen), geht künftig mit Yussuf Poulsen auf Torejagd gehen. Trotz der Abgänge von Joshua Kimmich (FC Bayern) und Daniel Frahn (1. FC Heidenheim) ist die Leistungsdichte der Mannschaft aus Sachsen noch einmal gestiegen.

Vier Punkte aus den ersten zwei Partien

Das Potenzial der Rangnick-Elf blitzte bereits während der ersten beiden Spieltage gegen den FSV Frankfurt (1:0) und Greuther Fürth (2:2) auf. Im 4-2-2-2-System mit hochstehenden Außenpositionen wurde jedoch deutlich, dass das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen noch nicht ganz fehlerfrei abläuft und vor allem Kombinationen durch die Mitte verbessert werden müssen. Angesichts des großen Kaderumbruchs und den Taktikvorstellungen des neuen Übungsleiters scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, dass die Mannschaft sich weiter steigert.

Zwei Akteure müssen allerdings vorerst auf weitere Spielpraxis verzichten: während Nukan mit einer Kapsel- und Bandverletzung an der Patellasehne im linken Knie mindestens drei Wochen ausfällt, steht auch der Österreicher Hierländer aufgrund einer starken Prellung des Wadenbeinköpfchens im rechten Knie aller Voraussicht nach am Samstag nicht zu Verfügung.

Foto: Agentur Hübner

nach oben