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Samstag 30.07.2016

Eintracht unterliegt Hertha BSC

Gustav Valsvik debütiert im Löwen-Trikot

Vor 1.148 Zuschauern im Stadion am Salzgittersee verloren die Blau-Gelben das letzte Testspiel gegen die Hertha aus Berlin mit 1:2. Die frühe Gästeführung durch Genki Haraguchi (10.) konnte Orhan Ademi sieben Minuten später ausgleichen und erzielte damit den 1:1-Pausenstand. Kurz vor dem Ende verwandelte Sami Allagui einen Foulelfmeter zum 1:2-Endstand (81.) in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie.

Die Löwen legten mit dem Anpfiff sofort den Vorwärtsgang ein und erarbeiteten sich über die rechte Seite die ersten Chancen im Spiel. Nachdem die erste scharf getretene Hereingabe von Onel Hernandez noch keinen Abnehmer fand (5.), war die zweite gefährlicher. Zwar konnte die Hertha-Abwehr zunächst klären, aber das Leder landete direkt auf dem Fuß von Jan Hochscheidt. Der Braunschweiger Rechtsverteidiger fackelte nicht lange und platzierte seinen Schuss nur knapp neben dem linken Pfosten (7.). Von den Gästen aus der Hauptstadt war bis dahin nicht viel zu sehen, allerdings ließen sie nach zehn Minuten ihre Klasse aufblitzen. Ein Pass von Tolga Cigerci erreichte den Genki Haraguchi, der nach einer Drehung nur noch Rafal Gikiewicz vor sich hatte. Der Braunschweiger Schlussmann eilte zwar noch aus seinem Kasten, konnte den Herthaner jedoch nicht stoppen. Er umkurvte den Keeper und schob ungehindert ins leere Tor zum 0:1 ein.

Ademi gleicht aus

Die Blau-Gelben ließen sich ihrerseits nicht lange bitten und präsentierten weiterhin ihre Qualitäten im Offensivspiel. Folgerichtig fiel der fällige Ausgleich nach einem gut getimten Zuspiel aus dem Mittelfeld. Matuschyk setzte mit seinem tödlichen Pass Hernandez in Szene, der sich dieses Mal auf der linken Seite von seinem Gegenspieler gelöst hatte. Die gute Hereingabe an den Fünfmeterraum drückte Orhan Ademi mühelos über die Linie (17.). Mit diesem 1:1 im Rücken sahen die 1.148 Zuschauer weiterhin eine ausgeglichene Partie, in der die Eintracht mehr Torchancen kreieren konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff rechneten die Löwen-Anhänger schon mit der Führung, als Tietz im Strafraum gelegt wurde und Schiedsrichter Johann Pfeiffer auf den Punkt zeigte. Kapitän Mirko Boland legte sich das Leder zurecht und scheiterte an Keeper Kraft. Der Berliner Torwart war noch mit der Hand dran und verhinderte damit das 2:1.

Allagui trifft für die Hertha

Im zweiten Durchgang änderte sich am Spielgeschehen wenig, wobei sich die ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff zunächst im Mittelfeld abspielten. Beide Mannschaften verteidigten gut und ließen dem Gegner wenig Raum für Offensivaktionen. Nach gut einer Stunde investierten beide Teams etwas mehr, aber der Schussversuch von Boland wurde im Strafraum geblockt (61.). Auch die Hertha wollte jetzt die Führung, doch Gikiewicz konnte das Duell gegen Sami Allagui zweimal für sich entscheiden (65. und 67.). Auch in der Folgezeit wurden die Flanken auf beiden Seiten immer wieder abgefangen und die Schüsse von der Hintermannschaft entschärft. Als es schon nach einem Remis aussah, schlugen die Gäste noch einmal zu. Allagui wurde aus dem Mittelfeld bedient und stand plötzlich frei vor Gikiewicz, der bei seinem Rettungsversuch zu resolut zu Werke ging. Somit blieb dem Unparteiischen nichts anderes übrig als erneut auf den Punkt zu zeigen. Der Gefoulte führte den Strafstoß selber aus und verwandelte sicher zum 1:2-Endstand (81.). Daran änderte auch die Schlussoffensive der Blau-Gelben nichts, in der Hendrick Zuck und Adam Matuschyk in den letzten Minuten mehrfach zum Abschluss kamen.

Am kommenden Sonntag treffen die Löwen im heimischen EINTRACHT-STADION zum Ligaauftakt auf die Würzburger Kickers. Anpfiff der Partie am 7. August ist um 15.30 Uhr.

Stimmen zum Spiel

Orhan Ademi
Wir wollten heute eigentlich gewinnen und eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen, was uns über weite Strecken auch gelungen ist. Wir können viel aus dem Spiel mitnehmen, um weiter an uns zu arbeiten. Das letzte Gegentor so kurz vor dem Ende musste nicht sein.

Torsten Lieberknecht
Die Jungs mussten heute auf schwierigem Geläuf spielen und das war nicht immer ganz einfach. Auch wenn wir mit dem Elfmeter hätten in Führung gehen können, bleibt zu sagen, dass dem Strafstoß von Hertha unmittelbar eine Abseitssituation vorausgegangen ist. Zudem mussten wir mit Gustav Valsvik einen Neuen in die Abwehr integrieren. Er hat ein solides Debüt gezeigt. Der gestrige Ausfall von Suleiman Abdullahi hat uns allen sehr weh getan.

Das Spiel im Stenogramm

Eintracht
Gikiewicz – Baffo, Valsvik (64. Correia), Matuschyk, Boland (C), Hochscheidt, Ademi, Hernandez, Kijewski, Zuck, Tietz (80. Kumbela)

Tore
0:1 Haraguchi (10.)
1:1 Ademi (17.)
1:2 Allagui (81., FE)

Zuschauer
1.148

 

Fotos: © Agentur Hübner

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