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Samstag 15.07.2017

Erste Niederlage der Vorbereitung

Eintracht verliert mit 1:2 in Karlsruhe

 

 

 

Im sechsten Test der Vorbereitung auf die anstehende Spielzeit in der 2. Bundesliga mussten die Löwen ihre erste Niederlage hinnehmen. Die Lieberknecht-Elf verlor noch mit 1:2 beim Karlsruher SC, nachdem Hendrick Zuck (4.) sein Team durch einen frühen Treffer in Front gebracht hatte. Ein unachtsamer Moment, den KSC-Profi Dominik Stroh-Engel (47.) nutzen konnte, sowie ein Eigentor durch Joseph Baffo (53.) sorgten dann für das Negativ-Ergebnis im Rahmen des Trainingslagers in Herxheim.

Die Eintracht erwischte einen Blitzstart und war direkt in der 4. Minute erfolgreich. Hendrick Zuck fasste sich ein Herz und zog aus der Distanz ab. Keeper Benjamin Uphoff konnte den Ball nicht festhalten und es stand 1:0 aus Sicht der Blau-Gelben. Auch der KSC trug in der Anfangsphase aussichtsreiche Angriffe vor, aber wenn es wirklich gefährlich wurde, war Löwen-Schlussmann Jasmin Fejzic auf dem Posten. In der 33. Minute schaltete Julius Biada nach einer starken Balleroberung den Vorwärtsgang ein und brachte Domi Kumbela, der die Mannschaft als Kapitän auf das Feld führte, ins Spiel. Die Hereingabe der Nummer zwölf konnte aber vom KSC-Torhüter abgefangen werden.

Etwas später hatte dann der Sport-Club den Ausgleich auf dem Fuß. Ein wuchtiger Schuss von Anton Fink ging nur knapp rechts unten am Eintracht-Gehäuse vorbei (37.). Auch Dominik Stroh-Engels Versuch in der 40. Spielminute war nicht platziert genug, sodass es mit der knappen Löwen-Führung in die Pause ging.

Fehlstart in Durchgang zwei 

Zur zweiten Halbzeit brachte Coach Torsten Lieberknecht vier frische Kräfte auf den Platz, aber alle Mann schienen noch nicht wachsam genug zu sein, sodass es Stroh-Engel nun besser machen konnte und kurz nach Wiederanpfiff goldrichtig stand, um für das 1:1 zu sorgen (47.). Dann wurde es kurz bitter… Nach einem Angriff der Gastgeber brachte Jonas Föhrenbach den Ball in die Mitte und Joseph Baffo beförderte das Leder ohne Bedrängnis mit einer Grätsche ins eigene Tor (53.). Der KSC drehte den Spielstand und führte fortan mit 2:1.

Die Löwen schüttelten sich kurz und wurden ihrerseits aktiver. Biada nahm das Spielgerät von der Torauslinie mit in den Strafraum und schloss ab. Aber ein Abwehrmann der Karlsruher lenkte den Ball noch an den Pfosten (56.). 1.147 Zuschauer im Wildparkstadion sahen unter anderem auch die Aktion von Matthias Bader. Die Nummer 35 des KSC marschierte über links durch und der Weg zum Tor war frei. Er zwang Niko Kijewski, den Turbo einzuschalten, um einige Meter zu machen. Letztendlich packte es Kiwi rechtzeitig und verhinderte eine gute Möglichkeit für den Drittligisten (77.).

In der Schlussphase war wieder vermehrt die Eintracht am Drücker, aber etwas Zählbares wollte dabei nicht mehr herausspringen. Eine positive Randnotiz: Bei einem umfangreichen Wechsel in der 70. Spielminute stand auch Suleiman Abdullahi an der Seitenlinie bereit. Bei seinem ersten Einsatz nach Verletzung (Fleischwunde an der Wade) kam Manni in der 84. Minute zum Torabschluss, der in letzter Sekunde noch abgeblockt werden konnte. Fünf Minuten vor Schluss war Keeper Jasi Fejzic abermals auf dem Posten und klärte in Handballermanier per Fußabwehr einen Schuss von Marvin Wanitzek (85.). Die letzte Aktion gehörte erneut Abdullahi, der allein vor Torhüter Uphoff auftauchte, welcher aber zur Ecke klären konnte. Somit blieb es bei der knappen Niederlage für die Löwen am vorletzten Tag des Trainingslagers in Herxheim.

Stimmen zum Spiel

Julius Biada
„Wir sind enttäuscht, denn wir wollten das Trainingslager mit einem positiven Ergebnis beenden. Mit Karlsruhe hatten wir einen zwar guten Gegner, aber es ist uns nicht gelungen, unser Spiel durchzudrücken. Wir hatten wenig Ballbesitz, haben teilweise unsauber agiert. Belastung im Trainingslager hin oder her, hätten wir besser Fußballspielen können. Wir haben hinten zu viele Möglichkeiten zugelassen, vor zu wenig Chancen herausgespielt und die beiden schnellen Gegentore nach dem Seitenwechsel waren einfach unnötig. Bis zum ersten Spieltag haben wir noch ein bisschen Zeit. Jetzt heißt es, sich zu schütteln und in den zwei Wochen auf Düsseldorf hinzuarbeiten."

Hendrick Zuck
„Wir sind gut in die Partie gekommen, haben ein frühes Tor geschossen und danach ein bisschen den Faden verloren. Karlsruhe hatte noch zwei, drei gute Möglichkeiten, durch die schon vor der Pause das 1:1 fallen kann. Nach der Halbzeit haben innerhalb weniger Minuten zwei Gegentore bekommen, dass darf so natürlich nicht passieren. Das müssen wir in den nächsten Tagen analysieren und dann weiterschauen.“

Torsten Lieberknecht
„Ich verliere ungern. In der Vorbereitung geht es darum, sich zu zeigen und Eigenwerbung zu betreiben. Das gelingt dem einen besser als dem anderen. Aber dafür gibt es die Vorbereitung und wir wussten, dass es heute auch in Bezug auf die Physis ein harter Test wird. Die Jungs waren nach der Pause im Tiefschlaf und das hat dafür gesorgt, dass wir das Spiel verlieren. Insgesamt hat man gesehen, dass in den noch anstehenden zwei Wochen vor dem Start in Düsseldorf noch Arbeit vor uns liegt.“

Das Spiel im Stenogramm

Eintracht
Fejzic - Decarli (46. Baffo), Valsvik (46. Nkansah), Moll (46. Boland), Biada (46. Tietz), Kumbela (C) (46. Abdullahi), Becker (46. Breitkreuz), Reichel (46. Kijewski), Khelifi (46. Sauer), Hernandez (46. Samson), Zuck (46. Hochscheidt) 

Tore
0:1 Zuck (4.)
1:1 Stroh-Engel (47.)
2:1 Baffo (53./ET)

Zuschauer
1.147

Fotos: imagemoove

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