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Sonntag 29.10.2017

Punktgewinn in Dresden

Valsvik trifft zum 1:1-Ausgleich

Am Sonntagnachmittag erspielten sich die Blau-Gelben bei Dynamo Dresden ein 1:1(1:0)-Unentschieden. Doch bevor die Partie im Dresdner DDV-Stadion starten konnte, hieß es zunächst Warten, da aufgrund von Sturm „Herwart“ der Anpfiff auf 16 Uhr nach hinten verschoben wurde. In der Anfangsviertelstunde gingen die Sachsen durch Patrick Möschl (12.) früh in Führung und hatten in den Folgeminuten etwas mehr vom Spiel. Die Löwen kämpften sich jedoch zurück in die Partie und erzielten in der zweiten Hälfte durch Gustav Valsvik den verdienten Ausgleich (60.). Am Ende sollte der spielentscheidende Siegtreffer nicht mehr fallen, sodass es nach 90 Minuten bei der Punkteteilung blieb.

Ausgangslage

Mit vier Punkten aus den vergangenen beiden Spielen gingen die Löwen als Tabellenelfter in die Partie. Torsten Lieberknecht erwartete mit der SG Dynamo Dresden zwar einen spielstarken Gegner, machte jedoch im Mittelfeld Situationen aus, die letztendlich zum Torerfolg und Punktgewinn führen könnten. Etwas andere Vorzeichen waren es hingegen beim Ligazwölften aus Sachsen, der sich zuletzt zweimal auswärts geschlagen geben musste und nur drei Punkte vor dem Relegationsplatz rangierte. Zudem war die Neuhaus-Elf unter der Woche noch im DFB-Pokal unterwegs, wo man dem SC Freiburg unterlag.

Aufstellung

Aufgrund des Muskelfaserrisses bei Christoffer Nyman war der Löwen-Coach erneut zum Wechseln gezwungen und änderte die Anfangsformation auf drei Positionen. Für Joseph Baffo, Quirin Moll und Nyman kamen Niko Kijewski, Julius Biada und Onel Hernandez neu ins Team. Jasmin Fejzic wurde nach seiner Beckenprellung rechtzeitig wieder fit und bildete den Schlussmann der Braunschweiger Mannschaft. Auch die Elbstädter nahmen drei Wechsel in der Startelf vor. Aias Aosman, Niklas Kreuzer und der rotgesperrte Philip Heise wurden von Fabian Müller, Niklas Hauptmann und Patrick Möschl ersetzt.

Highlights

12. Minute: Tor für Dynamo Dresden durch Patrick Möschl zum 1:0. Lambertz versucht es zunächst aus der Distanz und trifft Valsvik am Arm. Der Unparteiische entscheidet auf absichtliches Handspiel und gibt direkt vor dem Strafraum einen Freistoß für Dynamo. Aus zentraler Position setzt Möschl den Ball zunächst in Mauer und reagiert dann am Schnellsten. Den Nachschuss versenkt der Dresdner links unten im Kasten.

17. Minute: Die größte Chance zum Ausgleich! Nach einem Doppelpass mit Hernandez kommt Biada vor Schwäbe frei zum Schuss. Der Dresdner Schlussmann reagiert allerdings glänzend und verhindert mit dem linken Unterarm das 1:1.

31. Minute: Nach dem Foul an Hernandez stehen zunächst Biada, Yildirim und Kijewski bereit und besprechend sich. Letztlich führt Biada aus und schießt unter der Mauer hindurch. Schwäbe ist in der richtigen Ecke und nimmt den Ball auf.

36. Minute: Schöne Flugeinlage von Fejzic. Hauptmann passt nach links raus, von wo Duljevic versucht, das Spielgerät ins lange Eck zu zirkeln. Unser Schlussmann ist jedoch auf der Höhe und fängt den Ball im Flug.

44. Minute: Erste Ecke für die Löwen. Die Hereingabe von Khelifi wird am kurzen Pfosten zunächst geklärt, aber Hernandez macht den Ball gleich wieder scharf. Seine Flanke rutscht Konrad durch und ist dann für Yildirim zu überraschend, sodass er mit dem Kopf nicht mehr herankommt.

45. Minute (+1): Halbzeitfazit: Nachdem die Löwen in den Anfangsminuten mehr Ballbesitz hatten, kamen die Dresdner besser ins Spiel und gingen sogleich durch Möschl mit 1:0 in Führung. Die Blau-Gelben hatten ihrerseits Möglichkeiten zum Ausgleich, aber der Abschluss von Biada wurde von Schwäbe stark pariert. Auch aus dem missglückten Abwehrversuch von Konrad konnte die Lieberknecht-Elf kurz vor der Pause kein Kapital schlagen.

50. Minute: Schön vorgetragener Angriff der Eintracht, wo der Ball über mehrere Stationen schnell nach vorne getragen wird. Am Ende kommt Khelifi erneut an das Leder und rutscht bei der Annahme auf dem tiefen Boden weg. Schade.

53. Minute: Wieder die Löwen im Vorwärtsgang. Über rechts tankt sich Sauer bis zum Strafraum durch, aber seine flache Hereingabe geht an allen vorbei. Auf der linken Seite erläuft sich Yildirim erneut den Ball und legt zurück Reichel. Der Kapitän verzieht bei seinem Schuss und es bleibt weiterhin beim knappen 1:0.

59. Minute: Das nächste dicke Ding für die Eintracht! Valsvik baut selber das Spiel auf und geht mit nach vorne. Im Strafraum wird er von Hernandez erneut angespielt und platziert seinen Abschluss über der Querlatte.

60. Minute: TOOOOOR für die Eintracht durch Gustav Valsvik zum 1:1!!! Khelifi bringt die Ecke präzise in die Mitte. Valsvik enteilt seinem Gegenspieler Ballas und steigt beim Kopfball am höchsten. Unhaltbar für Schwäbe senkt sich das Leder danach zum verdienten Ausgleich in die Maschen.

72. Minute: Nach langer Zeit kommen die Hausherren mal wieder zum Abschluss. Eine Flanke von der linken Seite segelt zunächst an Mlapa vorbei. In seinem Rücken kommt Lambertz überraschend an das Leder und köpft klar drüber.

83. Minute: Kurzer Schock für die mitgereisten Eintracht-Fans - der Ball liegt im Gehäuse hinter Fejzic. Aber mit einer deutlichen Verzögerung hebt der Linienrichter die Fahne und signalisiert eine Abseitsposition von Kreuzer.

90. Minute: Hernandez ist auf der rechten Außenbahn nicht stoppen und passt von der Grundlinie präzise in die Mitte. Abdullahi schließt aus dem Lauf ab, aber der Schuss wird noch zur Ecke abgefälscht. Diese wird trotz Unstimmigkeit zwischen Mlapa und Schwäbe geklärt.

90. Minute (+2): Schlussfazit: Nach 90 Minuten trennen sich die beiden Traditionsteams mit 1:1-Unentschieden. Nachdem die Sachsen im ersten Durchgang in Führungen gingen, konnten die Löwen in einer starken zweiten Hälfte den verdienten Ausgleich durch Valsvik markieren. Ein weiterer Treffer der Hausherren wurde aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben und auf der anderen Seite konnten die Blau-Gelben ihre Chancen zum Dreier nicht gewinnbringend verwerten.

Erwähnenswertes

Torsten Lieberknecht saß zum 182. Mal auf der Trainerbank der Löwen und stellte damit einen Zweitligarekord ein. So viele Spiele für ein und denselben Club coachte in einer Amtszeit in der 2. Liga zuvor nur Volker Finke (SC Freiburg).

Das Spiel im Stenogramm

SG Dynamo Dresden
Schwäbe - Seguin, Müller, Ballas, Müller, Konrad, Lambertz (C) (83. Röser), Hauptmann, Möschl (66. Kreuzer), Duljevic (71. Berko), Mlapa

Eintracht
Fejzic – Sauer (82. Becker), Valsvik, Breitkreuz, Reichel (C), Kijewski, Samson, Khelifi (68. Zuck), Yildirim, Hernandez, Biada (73. Abdullahi)

Tore
1:0 Möschl (12.)
1:1 Valsvik (60.)

Zuschauer
29.312 

Fotos: © Robert Michael Photo

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