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Donnerstag 12.10.2017

Yildirim: "Erste Hälfte gegen Pauli muss unser Standard sein"

Löwen-Neuzugang Özkan Yildirim vor dem Auswärtsspiel beim MSV Duisburg

Özkan Yildirim war der bis dato letzte Neuzugang der Löwen für die Saison 2017/2018. Der 24-Jährige kam kurz vor Ende der Transferperiode von Ligakonkurrent Fortuna Düsseldorf zur Eintracht und soll dem Spiel der Blau-Gelben vor allem neue kreative Impulse verleihen. Vor dem Duell beim MSV Duisburg sprach eintracht.com mit unserer Nummer 7.

Özkan, du bist jetzt seit eineinhalb Monaten in Braunschweig. Wie hast du dich eingelebt in der Stadt und im Team?

Özkan Yildirim: "Ich fühle mich sehr wohl. Die Jungs und auch das Trainerteam haben mich super aufgenommen. Die Stadt muss ich erst noch etwas mehr erkunden, da ich mich bisher eher darum gekümmert habe, eine passende Wohnung zu finden. Aber in der nächsten Zeit werde ich das sicher angehen."

Bevor du in deine neue Wohnung einziehen konntest, hast du einen Monat im Hotel verbracht. Völlig in Ordnung oder doch etwas nervig für längere Zeit?

Yildirim: "Man kommt auf jeden Fall zur Ruhe und muss sich nicht um die alltäglichen Dinge wie Frühstück machen, Wäsche waschen und so weiter kümmern. Aber es war auf der anderen Seite auch schwierig für mich, meine Familie nicht bei mir zu haben. Wir haben in der Zeit viel telefoniert und Facetime genutzt."  

Du bist bei Werder Bremen den Weg von der U11 bis zu den Profis gegangen. Sicherlich eine prägende Zeit?

Yildirim: "Vor allem die Zeit in den verschiedenen Jugendmannschaften war eine sehr erfolgreiche. Ich habe viele gute Erinnerungen an Mitspieler und Trainer dort. Mit 17 Jahren habe ich dann meinen ersten Profivertrag unterschrieben. Ich habe als Profi viele schöne Dinge erlebt. Es war für meine Karriere eine prägende Zeit, weil ich damals auch viel durchgemacht habe. Von den insgesamt fünf Jahren war ich aufgrund von Verletzungen ungefähr dreieinhalb draußen. Das war schon hart, besonders für einen jungen Spieler."

Bei deiner Verpflichtung in der Löwenstadt betonte Marc Arnold, dass vor allem deine Kreativität der Mannschaft weiterhelfen könne. Wie würdest du deinen Spielstil beschreiben?

Yildirim: "Ich mache teilweise Dinge, die so nicht jeder machen würde. Klar ist meine Spielart manchmal auch riskant, aber wenn es klappt, dann kommt meistens auch viel dabei heraus. Ich versuche meine Mitspieler in Szene zu setzen und auch selbst meine Tore zu erzielen. Mit zunehmender Spielpraxis hoffe ich dann der Mannschaft mit meiner Art Fußball zu spielen, helfen zu können."

Wie sieht es mittlerweile mit deiner körperlichen Fitness aus, nachdem du zuletzt nicht vollends im Spielrhythmus warst?

Yildirim: "Mir geht es gut. In den beiden Testspielen habe ich zweimal von Anfang an gespielt. Mir tat das gut und es war mit dem Trainer im Vorfeld so besprochen. Ich war in den vergangenen Wochen relativ ruhig und entspannt, auch wenn natürlich jeder spielen will. Ich freue mich, dass es nach der Länderspielpause jetzt wieder losgeht."

Wirklich rund läuft es aktuell noch nicht. Was meinst du fehlte bislang, um eine positive Serie starten zu können?

Yildirim: "Wir spielen einen guten Fußball, aber nicht über die gesamten 90 Minuten. Wir müssen in diesen starken Phasen einfach ein Tor machen. Diese Erfolgserlebnisse helfen uns dann im weiteren Spielverlauf, das hat man beispielsweise gegen Greuther Fürth gesehen, als wir dann noch das 2:0 und 3:0 nachgelegt haben. Klar gibt es dann auch Phasen, in denen es nicht so gut läuft. In diesen müssen wir als Team eng zusammenrücken und uns gemeinsam da rausziehen."

Wie schätzt du den MSV Duisburg ein und was müsst ihr auf den Platz bringen, um den ersten Auswärtssieg einzufahren?

Yildirim: "Unser Standard muss die erste Halbzeit gegen St. Pauli sein. Da haben wir gut nach vorne gespielt, uns Chancen erarbeitet und stark verteidigt. So müssen wir weitermachen."

Foto: Agentur Hübner

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