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Ausbildungsprinzipien

Allgemeine Informationen

Das Ausbildungsprinzip der Eintracht orientiert sich vielfältig an sportpädagogischen Konzepten, die sich für ein zielgerichtetes, individuelles und altersgerechtes Training aussprechen.

Die Grundsystematik der Inhalte ergibt sich dabei aus den aufeinander aufbauenden und abfolgenden Ausbildungsinhalten  der leistungsbestimmenden Faktoren im Fußball. Diese beinhalten die Bereiche Technik, Taktik, Kondition und Psychologie sowie deren Grundlagen der psycho-, als auch allgemeinmotorischen Ausbildung. 

Die altersgemäße Steuerung erfolgt nach den in der Wissenschaft festgelegten Zeiträumen einzelner Entwicklungsphasen. Das betrifft fachdidaktische Steuerungsmechanismen des Trainings genauso, wie allgemein – didaktisches und methodisches Handeln. Auch hinsichtlich der pädagogischen Psychologie kommen altersgemäße Konzepte zum Einsatz.

Da allgemein geltende Phasen in der Entwicklung nicht für alle Spieler gleich ablaufen kann und individuelle Besonderheiten innerhalb der Entwicklungsphasen normal sind (durch Migration, bildungsferne Familien, soziale Struktur, biologische Abläufe), wird von den Trainern und allen Mitarbeitern, die mit unseren Spielern aktiv arbeiten, erwartet, dass individuelle Besonderheiten in einem organisierten Leistungsaufbau durch Training integriert werden. Dies erfordert eine hohe Flexibilität und umfangreiche Ausbildung unserer Trainer in fußballfachlicher, didaktischer und pädagogischer Hinsicht. Hinzu kommen Erfahrungswerte und Kenntnisse hinsichtlich Gewaltprävention und interkultureller Kommunikation. Diese müssen zwangsläufig in die Ausbildungsarbeit der Eintracht mit einfließen.

Abschließend soll, bei allem Ausbildungsdenken, nicht vergessen werden, dass der Fußball dem Erfolgsdenken unterliegt. Dieses wird bei der Eintracht gekennzeichnet durch erfolgreiche Ausbildung in allen leistungsbestimmenden Bereichen UND durch erfolgreiche Ergebnisse, deren Bedeutung mit ansteigendem Alter zunehmen.

Allgemeine Informationen zur Talentförderung bei Eintracht

Methodisch gibt es zwei Kernpunkte, die jegliche Form des fußballspezifischen Trainings bestimmen. Zum Einen erfordert die Flexibilisierung der positionsspezifischen Anforderungen eine hohe Spielintelligenz und Handlungsschnelligkeit. Aus diesem Grund steht das Spielen auch im Vordergrund eines jeden Trainings. Spielformen unter Ausschöpfung aller methodisch-didaktischen Mittel sollen ein umfangreiches Wissen und Können der Spieler im technisch-taktischen Bereich erarbeiten. Alle müssen dabei mitdenken, reflektieren, lernen um die Handlungskompetenzen fortdauernd und mit ständig neuen Spielerfahrungen zu erweitern. Je nach Schwerpunkt sind Spielformen auszuwählen oder anhand von Übungsformen mit Wettkampfcharakter zu kreieren. Dazwischen gibt es immer wieder Übungen, die Neues erarbeiten oder Bekanntes vertiefen. Als Maßgabe gilt nicht das übliche Üben – Spielen – Üben, sondern vielmehr Spielen – Üben – Spielen als ganzheitlich-analytischer Ansatz.

Zum anderen können technisch-taktische Handlungen im Wettkampf nur umgesetzt werden, wenn sie auch unter Wettkampfbedingungen erlernt und trainiert werden. Ziel ist es deshalb vom Zeitpunkt des Neulernens schnellstmöglich zum höchstmöglichen Gegner-, Raum- und Zeitdruck zu gelangen. Das wird durch viele Schwerpunktspielformen erreicht, aber auch dadurch, dass in detaillierten Übungsformen diese Rahmenbedingungen ebenfalls geschaffen werden. Jede Passform ist demnach auch mit Wettkampftempo durchzuführen. Somit wird jederzeit hochintensiv, aber mit entsprechender Pausengestaltung, trainiert. In den Pausen können Reflektionsphasen eingebaut werden.

Eintrachtspezifische, übergeordnete Ausbildungsprinzipien

Es ergeben sich anhand dieser hohen Anforderungen folgende Ausbildungsleitlinien für die fußballerische Ausbildung:

  • Ausbildungsstufen haben spezifische Inhalte, die durch das Erfahren der jeweiligen Stufe erarbeitet werden.
  • Individuelle Schwächen, Fähigkeiten und Positionsanforderungen müssen durch individuelle Trainingsmöglichkeiten verbessert werden. Dieses erfordert ein Kleingruppentraining.
  • Technisch-taktische Handlungsweisen werden immer unter höchstmöglichen Gegner-, Raum- und Zeitdruck trainiert, also im Wettkampftempo.
  • Komplexes, schnelles Spielhandeln erfordert ein Höchstmaß an Spielverständnis und Handlungsschnelligkeit. Vielseitige Spielerfahrungen sind dafür Voraussetzung. Deshalb steht das Spielen im Vordergrund. Handlungskompetenzen werden durch Spielen-Üben-Spielen erworben.   
  • Spieler müssen auf dem Platz als auch im Leben Entscheidungen eigenständig und im Rahmen gewisser Vorgaben treffen. Hierfür erhalten die Spieler durch alle Mitarbeiter und unter Berücksichtigung einer sinnvollen Belastungssteuerung sportliche, mentale und menschliche Beratung und Hilfestellung, die Kreativität, Neigungen und gesundheitliche Besonderheiten berücksichtigen und Entscheidungsspielräume geben.
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