06.05.2008 22:10
Eintracht Braunschweig - VfB Lübeck 3:3 (0:1)
Braunschweig. Der VfB Lübeck hat mit einer nahezu perfekten Chancenverwertung die Hoffnungen der Blau-Gelben-Fans auf die Qualifikation für die dritte Liga geschmälert.
Eintracht Braunschweig verpasste nach einem 3:3 (0:1) Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten VfB Lübeck, den zwischenzeitlichen Sprung in die Qualifikationsränge. Eine zweimalige Führung und ein deutliches Chancenplus reichten den Blaugelben nicht aus, um vor 14.750 Zuschauern drei zwingend benötigte Punkte zu sichern. Die bereits abgestiegenen Lübecker verstanden es indes immer wieder, die sich wenig bietenden Chancen clever und effizient zu nutzen und den Hausherren einen Zähler abzutrotzen.
Dabei sah es von Beginn an so aus, als hätte die Eintracht nichts anbrennen lassen wollen. Gute 15 Minuten lang blieb Adrian Horn nahezu beschäftigungslos, wo hingegen sich sein gegenüber, Achim Hollerieth, über mangelnde Arbeit nicht beklagen konnte. Bereits nach vier Minuten zog ein strammer Schuss von Washausen nach einer Ecke durch Rodrigues nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Auch ein Distanzschuss von Henn hätte, wenn er nur wenige Zentimeter tiefer gewesen wäre, Hollerieth vor eine nahezu unlösbare Aufgabe gestellt (13.).|
 | | Achim Hollerieth wehrt den Kopfball von André Schembri ab |
Wenig deutlicher, da es an Präzision mangelte, waren zuvor diverse Möglichkeiten von Kruppke und Kumbela (9./12.). Warum die Angriffsbemühungen der Braunschweiger ab der 20. Minute nachließen und der Gegner künstlich aufgebaut wurde, bleibt indes ein Geheimnis der Blaugelben. Das Team von Benno Möhlmann wirkte phasenweise konzeptlos und gehemmt. Bis zur Halbzeit bekamen die Hausherren das Spiel nicht mehr wirklich in den Griff und mussten sogar in der 37. Minute das 0:1 durch Kadah hinnehmen. Mit einem schnörkellosen Angriff über die rechte Außenbahn geriet die Abwehr um Nastase ins Hintertreffen. Seine Flanke in den Strafraum bediente den in der Mitte mitgelaufenen Deniz Kadah perfekt, sodass Adrian Horn keine Chance blieb, den Treffer zu verhindern. Bis zum Halbzeitpfiff fehlte der Eintracht jedes weiter Mittel, um den Ausgleich zu erzielen.|
 | | André Schembri bejubelt seinen Treffer zum 2:1 |
Benno Möhlmann schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nur drei Minuten nach Wiederanpfiff gelang es Kruppke und Rodrigues sich mit einer Kombination auf der linken Seite in eine gute Position zu bringen, um den in der Mitte lauernden Benjamin Fuchs zu bedienen, der den Ball aus der Drehung ins untere, linke Eck zum zwischenzeitlichen Ausgleich beförderte. Zwölf Minuten später ließ Andre Schembri die Braunschweiger Fans jubeln. Nachdem er noch in der 46. Minute eine Riesenchance ausließ, nahm er einen Querpass vom agilen Benjamin Fuchs dankend an, um den heiß ersehnten Führungstreffer zu markieren (60.).
Eintrachts Bemühungen ließen weiter hoffen. Ein Freistoß von Kruppke und die darauf folgenden Versuche von Oehrl und Schembri den Ball per Kopf im Tor unterzubringen, kann Hollerieth beide Male auf der Linie klären. Die Braunschweiger überzeugten mit der Leidenschaft, die man in der ersten Halbzeit über weite Strecken vermisste. Dann wurden aber im Mittelfeld drei Lübecker sträflich allein gelassen, die sich unbedrängt bis an den Strafraum heran arbeiten konnten. Zu zaghaft blieben die Versuche im Mittelfeld und in der Abwehr, den Angriff zu stoppen. Wieder blieb Adrian Horn ohne Chance, als Jan Hoffmann einen vom Eintrachtkeeper zuvor parierten Schuss im Tor zum 2:2 unterbringen konnte (74.).|
 | | Valentin Nastase verwandelt den Elfmeter zum 3:2 |
Eintracht machte unbeeindruckt weiter und stellte nur drei Minuten später die Führung per Foulelfmeter durch Nastase wieder her (77.). Dass es nicht zu einem versöhnlichen Ende kam, lag an einer Fehlerkette, die schon vor des Gegners Strafraum begann. Das der eingewechselte Lucas Opermann sich die Ecke quasi aussuchen konnte, lag aber überwiegend an dem inkonsequenten Zweikampfverhalten der gesamten Hintermannschaft. So traf der in der 63. Minute eingewechselte Lübecker Spieler zum 3:3 Endstand (83.). Die verbleibende Spielzeit konnte die Eintracht trotz zwei weiteren Möglichkeiten nicht mehr nutzen, um wenigstens ein versöhnliches Ergebnis zu erzielen.
(tb, sr, bg)
| |
Zeit |
Ereignis |
90 |
Fazit: Drei eigene Tore reichen nicht, um hier alle Punkte einzufahren. Lübeck war in der Chancenverwertung cleverer und effektiver. |
90 |
Das Spiel wird abgepfiffen |
90 |
+2 Pfostentreffer zum Ende. und noch eine Ecke - wieder nichts. |
90 |
Spielerwechsel: Finn Thomas für Giuseppe Canale |
88 |
Auch die 13. Ecke bringt nichts. Der Ball war vorher im Aus. |
86 |
Verletzungsunterbrechung. Ein Lübecker liegt im eigenen 16er. |
85 |
Was hier los, geht gar nicht. Dreimal stehen die Gäste vor dem Tor und nicht einmal schafft es die Abwehr, den Schützen zu stören. |
84 |
Gelbe Karte für Giuseppe Canale |
83 |
Tor von Lucas Oppermann |
81 |
Spielerwechsel: Sreto Ristic für André Schembri |
79 |
Elfte Ecke der Eintracht. Sie bringt leider nichts ein |
77 |
Schembri wurde im Strafraum gelegt. Nastase verwandelt halbhoch ins linke Eck. |
77 |
Tor von Valentin Nastase |
76 |
Foulelfmeter für Eintracht. |
75 |
In der Mitte des Strafraums werden drei Lübecker mehr oder weniger alleine gelassen. Kann Horn den ersten Kopfball noch parieren, ist er beim Nachschuss von Hoffmann machtlos. |
74 |
Tor von Jan Hoffmann |
69 |
Eintracht macht weiter Druck. Scheinbar haben sie nun verstanden, worum es geht. Sie zeigen die Leidenschaft, die im ersten Durchgang fehlte. |
68 |
Spielerwechsel: Christian Lenze für Torsten Oehrl |
67 |
Da zappelte der Ball fast wieder im Netz. Nach einem Freistoß von Kruppke rettet Hollerieth zweimal glänzend auf der Linie. |
66 |
Gelbe Karte für Carsten Rump |
64 |
Diesmal ist der Angriff wirklich über links. Yildirim zieht ab der Mittellinie zum Tor und lässt im Strafraum noch zwei Spieler stehen. Er versucht es selbst, weil Schembri in der Mitte gedeckt ist. Er scheitert aber an Hollerieth. |
63 |
Spielerwechsel: Lucas Oppermann für Hannes Niemeyer |
61 |
Schneller Angriff über den rechten Flügel. Washausen schickt B. Fuchs, der kurz vor der Linie den Ball noch quer vor das Tor legen kann. Diesmal konnte Schembri nicht anders als zu treffen. |
60 |
Tor von André Schembri |
58 |
Neunte Ecke. Kurz ausgeführt und Rodrigues wird gefoult. |
54 |
Eintracht tut wieder mehr und setzt sich in der Hälfte der Lübecker fest. |
51 |
Spielerwechsel: Claudius Weber für Deniz Kadah |
48 |
B. Fuchs macht es besser. Nach einer Kombination zwischen Kruppke und Rodrigues, steht im Rückraum B. Fuchs frei. Der dreht sich noch mal kurz und trifft dann flach ins linke Eck. |
48 |
Tor von Benjamin Fuchs |
46 |
Was für eine Chance. B. Fuchs läßt rechts alles aussteigen, was ihm im Wege steht und sieht im Fünfmeterraum den freien Schembri. Der bringt es fertig, den Ball noch drei Meter über das Tor zu schiessen. |
46 |
Die zweite Halbzeit hat begonnen |
45 |
Halbzeitfazit: Mit Pfiffen wird die Mannschaft in die Kabine begleitet. Nach den passablen Anfangsminuten ist es unerklärlich, warum die Eintracht Lübeck zum Zuge kommen ließ. Nun laufen sie dem Rückstand hinterher. |
45 |
Der Schiedsrichter pfeift zur Halbzeit |
44 |
"Vorstoß" durch Brinkmann, dessen Flanke aber in den Armen von Hollerieth landet. |
43 |
Eintracht ist deutlich verunsichert. Es geht nichts nach vorne. |
39 |
Wieder Aufregung im Eintracht-Strafraum. Hoffmann ist durch und hat nur noch Horn vor sich. Dem gelingt es aber, dem Lübecker Kapitän das Leder vom Fuß zu nehmen. |
37 |
So geht's. Schnörkelos greift Lübeck an. Rump ist auf rechts durch und der in der Mitte stehende Kadah hat keine Mühe den Ball im Tor unterzubringen. |
37 |
Tor von Deniz Kadah |
34 |
Seit langem mal wieder ein Schuss in Richtung Hollerieth. Nach einem Freistoß durch Kruppke versucht sich B. Fuchs per Distanzschuss - allerdings mit wenig Erfolg. |
32 |
Durch unnötige Ballverluste gelingt kein ordentlicher Spielaufbau. Die Blau-Gelben wirken ratlos. |
29 |
Wenig Konzept im Spielaufbau, die Zuschauer werden unruhig. |
26 |
Anstatt weiterhin Druck auf die Lübecker auzuüben, gestattet die Eintracht zu viele Freiräume im Mittelfeld. |
24 |
Kumbela muss verletzungsbedingt raus. Er wird immer noch am Oberschenkel behandelt. |
24 |
Spielerwechsel: Benjamin Fuchs für Dominick Kumbela |
21 |
Das richtige Mittel haben die Löwen noch nicht gefunden, um die Gäste hier ernsthaft in Gefahr zu bringen. |
18 |
Die vierte Ecke ist auch nah am Tor. Am langen Pfosten legt Nastaste zurück auf Kumbela, der aber keinen Druck hinter seinen Kopfball bekommt. |
16 |
Freistoß für Lübeck aus 25 Metern Entfernung von halblinks. Horn hat den Ball sicher. |
13 |
Freistoß aus ca. 30 Metern. Die Abwehr köpft halbherzig aus dem Strafraum heraus, Henn zieht stramm durch und verfehlt das Ziel nur um Haaresbreite. |
12 |
Wieder eine Chance für die Hausherren. Kumbela flankt flach in den Rücken der Abwehr. Dort steht Kruppke und nimmt den Ball per Brust an. Seinen anschließenden Volley-Schuss setzt er aber neben das Tor. |
9 |
Die Anfangsminuten gehören den Blau-Gelben. Dabei hatten sie gerade eine gute Möglichkeit. Kumbela verpasst in der Mitte aus ca. zwei Metern die Führung, weil er eine Flanke von Kruppke per Hacke ins Tor befördern wollte. |
6 |
Die taktische Aufstellung:
Horn - Yildirim, Nastase, Henn, Washausen - Rodrigues, Oehrl, Brinkmann - Kruppke, Schembri, Kumbela |
4 |
Nach der ersten Ecke der Eintracht durch Rodrigues köpft Oehrl zurück vors Tor. Lübeck klärt, den Nachschuss verzieht Washausen. |
3 |
Erster Angriff der Löwen. Oehrl tankt sich rechts durch, sein Abschluss ist aber zu harmlos. |
2 |
Die Braunschweiger spielen zunächst in Richtung Nordkurve. Der Ball zappelte gerade auch schon im Netz, aber die Lübecker standen Abseits. |
1 |
Das Spiel wird angepfiffen |
0 |
Herzlich Willkommen beim heutigen Heimspiel der Braunschweiger Eintracht gegen den VfB Lübeck. Benno Möhlmann hat seine Mannschaft umbauen müssen. Für Deniz Dogan und Lars Fuchs laufen heute Matthias Henn und Dennis Kruppke auf. |