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Donnerstag 25.07.2019

1860 München im Fokus

Junger Kader – Urgestein auf der Trainerbank

Am Samstag um 14 Uhr treffen die Braunschweiger Löwen im ersten Heimspiel der Saison 2019/2020 auf die Löwen aus München. Es ist ein Duell voller Tradition und Fankultur. Vor dem Spiel schauen wir einmal genauer auf das Team von Daniel Bierofka.

Dass die Münchner den Rückstand im Eröffnungsspiel gegen Münster ausgleichen konnten, ist ein schwacher Trost. Denn im Flutlicht-Spiel im altehrwürdigen Stadion an der Grünwalder Straße hatten sich die Fans von 1860 sicher mehr erhofft.

Wenige Neue, geringe Dichte

Während 1860 zur letzten Saison einen ähnlich großen Umbruch vorzunehmen hatte wie unsere Eintracht, ist es in dieser Transferperiode ruhig. Zwar hat man auf der Haben-Seite acht Neue, dabei kamen jedoch fünf aus der eigenen Jugend – Simon Seferings stoß nach beendeter Leihe wieder zum Team. Wirkliche Neuzugänge kamen nur zwei: Neben Dennis Erdmann, der von Zweitligaabsteiger Magdeburg nach München wechselte, unterschrieb auch Klublegende Timo Gebhart zum dritten Mal in seiner Karriere bei 1860.

Der Kader ist besonders durch die verletzten Nico Karger, Stefan Lex und Ex-Braunschweiger Quirin Moll eher dünn besetzt. Trotzdem stehen bei den Weiß-Blauen am Samstag elf Mann auf dem Platz, von denen einige ihre fußballerischen Qualitäten schon mehrfach unter Beweis stellen konnten.

Ein 1860-Urgestein au­­­­f der Trainerbank

Mit Daniel Bierofka hat der TSV einen Coach, der den Verein bestens kennt. Der 40-Jährige ist seit 2007 wieder durchgehend bei den Münchner Löwen im Verein, nachdem er bereits von 2000 bis 2002 das weiß-blaue Trikot trug. In seiner Zeit als Spieler absolvierte Bierofka 219 Spiele für 1860 in denen er 29 Tore erzielen und 20 weitere Treffer vorbereiten konnte. Seit 2014 ist der Ex-Nationalspieler als Trainer im Club tätig. Nachdem er bereits 2016 kurzzeitig Interimscoach der Profis war, hat er seit der Saison 2017/2018 das Amt des Cheftrainers inne und konnte 1860 aus der Regionalliga Süd in die 3.Liga führen.

Ein Blick in die Vergangenheit

Bei insgesamt 18 Spielen im EINTRACHT-STADION konnten die Sechziger nur drei Mal die Punkte entführen, das letzte Mal im Februar 2013, damals verlor Blau-Gelb knapp mit 1:2. Trotzdem stieg Eintracht am Ende der Saison in die Bundesliga auf. In der vergangenen Saison trennte man sich 1:1, während das Spiel in München mit 2:0 an die Gastgeber ging.

Das erste Spiel der Eintracht gegen den TSV München 1860, dessen Fußballabteilung 1899 entstand, liegt über 98 Jahre zurück. Am 3. Juli 1921 empfing der BTSV, damals noch auf seinem Sportplatz an der Helmstedter Straße, die Münchner. In der Vereinschronik heißt es, Eintracht habe die Ferien unterbrochen, "da sich die günstige Gelegenheit bot, eine süddeutsche Ligamannschaft zu bekommen." Die Sechziger seien besser gewesen "in Bezug auf Schnelligkeit, Technik, verständnisvolles Zusammenarbeiten", hätten aber beim Torschuss versagt. So konnten die Blau-Gelben durch Queck und Buckendahl mit 2:0 in Führung gehen, das Gegentor fiel durch einen Elfmeter. Bester Eintrachtspieler sei Torhüter Theiß gewesen, "der Glanzleistungen im Halten von Schüssen aus kurzer Entfernung vollbrachte."

Tickets für das Löwenduell am Samstag (14 Uhr) sind weiterhin an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Online-Ticketshop und über die Ticket-Hotline (01806 – 121895 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Mobilfunknetz)) erhältlich.

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