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Donnerstag 16.07.2015

Aktionsjahr für Toleranz, Vielfalt und Respekt

350 Gäste begutachten bei der Abschlussveranstaltung die umfangreichen Ergebnisse - OBS Wesendorf gewinnt Kreativprojekt

Gemeinsam mit 350 Gästen wurde am heutigen 16. Juli 2015 das Aktionsjahr für Toleranz, Vielfalt und Respekt offiziell beendet, das Eintracht Braunschweig und das Fanprojekt Braunschweig im Frühjahr 2014 unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil gestartet hatten. Im Businessbereich des EINTRACHT-STADIONs wurden die Ergebnisse der Projekte ausgestellt, die in den vergangenen 18 Monaten erarbeitet wurden.

Haupt-Zielgruppe des Aktionsjahres waren Kinder und Jugendliche. Gemeinsam mit ihnen wurde im Rahmen von Kreativarbeiten, aber auch im Bereich der politischen Bildung am Lernort Stadion sowie in Anti-Rassismus-Workshops daran gearbeitet, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und sie für die Themen Toleranz, Vielfalt und Respekt zu sensibilisieren.

„Es ist wirklich erstaunlich, welche Vielfalt sich im Aktionsjahr seit dem Beginn der Planungen im Jahr 2013 entwickelt hat und welches Kreativpotenzial freigesetzt wurde. Ich finde die Zusammenarbeit aller Beteiligten – Profifußball, Gesamtverein, Fanprojekt Braunschweig, aber auch der Kooperationspartner – wirklich vorbildlich“, lobte Soeren Oliver Voigt, Geschäftsführer der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA. „Die Bandbreite der Projekte beleuchtet alle Facetten des Themas und gibt uns die Chance, diese im Rahmen unserer Stiftung ab dem Herbst 2015 weiter zu führen. Somit ist auch die Nachhaltigkeit der Arbeit gesichert.“

Deshalb war es für unsere Stadt wichtig, dass Eintracht Braunschweig mit seinem Aktionsjahr in vorbildlicher Weise ein klares Zeichen gesetzt hat für Toleranz, Respekt und Fairness.

Christian Geiger, Erster Stadtrat

„Die Bekämpfung von politischem Extremismus, von Fremdenfeindlichkeit und Gewalt ist eine Aufgabe, die uns alle angeht“, sagte Erster Stadtrat Christian Geiger. „Deshalb war es für unsere Stadt wichtig, dass Eintracht Braunschweig mit seinem Aktionsjahr in vorbildlicher Weise ein klares Zeichen gesetzt hat für Toleranz, Respekt und Fairness, im Sport wie in der Gesellschaft. Ich bin beeindruckt, welche breite und bunte Palette an ganz unterschiedlichen Projekten und Ideen dieses Aktionsjahr hervorgebracht hat.“


„Dass die Liga vor eineinhalb Jahren beschloss, das Aktionsjahr in Braunschweig als erstes Projekt mit Mitteln aus dem Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur zu unterstützen, zeigt wie sehr wir an den Erfolg dieses Ansatzes geglaubt haben“, betonte Thomas Schneider, Leiter Fanangelegenheiten der Deutschen Fußball Liga (DFL). „Wie viele Netzwerke das Aktionsjahr hervorbringen und wie viele Menschen es motivieren würde, selbst tätig zu werden, war damals aber auch für uns nicht absehbar. Zahlreiche Projekte haben sich seitdem im Rahmen des Aktionsjahres für Menschenfreundlichkeit und Toleranz sowie gegen Diskriminierung eingesetzt. Das verdeutlicht zum einen die enorme Kraft, die dem Fußball innewohnt und unterstreicht zum anderen die Nachhaltigkeit des gesellschaftlichen Engagements, wie es die Eintracht in vorbildlicher Art und Weise an den Tag legt.“

„Das Aktionsjahr wird langfristig wirken, denn im Laufe der Zeit haben sich – beispielsweise durch Pegida oder die Flüchtlingsthematik – neue Themengebiete ergeben, die es erforderlich machen, dass wir uns im Bereich Toleranz, Vielfalt und Respekt weiter intensiv engagieren“, ergänzte Karsten König, Leiter Fanprojekt Braunschweig.

Gesamtbudget von über 100.000 Euro

Das Gesamtbudget des Aktionsjahres lag bei über 100.000 Euro. Den Großteil der Kosten übernahm die Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA. 

Darüber hinaus wurden die Projekte mit 40.000 Euro aus dem vom Liga – Fußballverband e.V. ins Leben gerufenen Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur (PFiFF) gefördert. Weitere finanzielle Unterstützung kam von Volkswagen Financial Services sowie von der Bürgerstiftung Braunschweig.

Aktionsjahr mit Auszeichnung

Eintracht Braunschweig und das Fanprojekt Braunschweig erhielten für die Durchführung des Aktionsjahres kürzlich einen Sonderpreis des Sally Perel Preises. Darüber hinaus wurde das Projekt „Lernort Stadion“ mit dem regionalen Bildungspreis der Allianz für die Region ausgezeichnet.

Gewinner des Kreativprojekts

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurden fünf Preise für die beste Gestaltung der von OLF Lupin, Meisterschüler der HBK Braunschweig, illustrierten Riesenbanner vergeben. Bedruckt waren diese mit elf Menschen unterschiedlichster Herkunft und Hautfarbe, die alle eins gemeinsam haben: ein leeres Demonstrationsschild in den Händen. Mit kreativen Ideen gelang es den Kindern und Jugendlichen, die Banner mit Leben zu füllen.

1. Preis: Klasse 10cR der OBS Wesendorf (Besuch eines Heimspiels mit Stadionführung und Essen in der Stadiongastronomie „Wahre Liebe“)

2. Preis: Klasse 4b der Grundschule Am Zellberg Meine (Stadionführung mit Stefan Lindstedt und Essen in der Stadiongastronomie „Wahre Liebe“)

3. Preis: Kinder- und Jugendzentrum Selam (Eintracht-Fanartikel)

Eintracht-Preis: Johannes Selenka Schule, GTA 14 (Einladung zum Bundesliga-Spiel)

Sonderpreis für Inklusion: Klasse 2a der Erich Kästner Schule Weddel/Cremlingen (Einladung als Einlaufkids zu einem Heimspiel der Eintracht)

Projektübersicht des Aktionsjahres

  • Durchführung des pro Klassenverband fünftägigen Projekts „Lernort Stadion“ zur politischen Bildung am Lernort Stadion
  • Anti-Rassismus Workshops in Kooperation mit dem Zentrum Demokratische Bildung sowie der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt
  • Anti-Rassismus Workshops in Kooperation mit „Show Racism The Red Card“ inklusive Stadionführung und Treffen mit einem Eintracht-Profi
  • Erarbeitung eines Wortmuseums zu Fußballbegriffen mit einem Workshop zur Fußballsprache (http://wortmuseum.de/)
  • Fotoportraitage von Nina Stiller über Eintracht-Fans, die sich im Sinne von Toleranz, Vielfalt und Respekt engagieren

  • Kreativprojekt in Kooperation mit dem Künstler OLF Lupin und der Bürgerstiftung Braunschweig
  • „PowerKids“ als Sportprojekt für bewegungsfreudige Kinder in Kooperation mit dem Stadtsportbund Braunschweig e.V.
  • „Ich bin genau so wie du“ – ein Selbstbehauptungsprojekt für Kinder und Jugendliche in Kooperation mit dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte
  • Erstellung eines „Respekt“-Videos mit Eintracht-Profis durch Studenten der HBK zur Themenwoche Interkultur des Staatstheaters Braunschweig
  • Organisation einer Jugendreise nach Auschwitz und Krakau in Kooperation mit dem Jugendzentrum Roxy
  • Ausstellung „Sport und Politik verein(t) gegen Rechtsextremismus in Kooperation mit dem Bundesinnenministerium
  • Durchführung eines „Special Olympics“-Trainings durch Eintracht-Trainer und Profis mit 50 geistig und körperlich behinderten Sportlern aus Braunschweig und der Region

Detaillierte Informationen zu den Projekten gibt es unter folgendem Link.

Fotos: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

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