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Montag 18.11.2019

Antwerpen: "Fiebere dem Heimspiel gegen Chemnitz entgegen"

Neuer Coach offiziell vorgestellt - Markus Unger freigestellt

Marco Antwerpen ist neuer Chef-Trainer der Eintracht. Er wurde am Montag auf einer Pressekonferenz von Peter Vollmann vorgestellt und unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende. Auf der Pressekonferenz sprach er darüber, was er mit der Eintracht verbindet, was er in den nächsten Wochen und Monaten erwartet sowie über seinen Eindruck von Braunschweig als Fußballstadt. Peter Vollmann äußerte sich sowohl über Christian Flüthmann und Markus Unger als auch über den Ablauf der zurückliegenden Tage und die Beweggründe, einen Wechsel auf der Trainerposition vorzunehmen.

„Ich kann mich noch gut an mein letztes Spiel mit Preußen Münster hier im EINTRACHT-STADION erinnern, das war vor einer sehr beeindruckenden Kulisse mit toller Atmosphäre. Jetzt schon fiebere ich dem Heimspiel gegen Chemnitz entgegen und all das als Trainer der Eintracht zu erleben“, so Antwerpen zu Beginn der Pressekonferenz. Die Eintracht sei eine Herausforderung, vor der er den nötigen Respekt habe, sie aber mit großer Zuversicht und Optimismus angehe. In der Zeit zwischen seinem Vertragsende bei Preußen Münster im Sommer und der neuen Aufgabe Eintracht Braunschweig habe er sich eine Vielzahl an Spielen angesehen und sich über die verschiedenen Ligen informiert. „Das hat in mir die Lust geweckt, wieder selbst als Trainer tätig zu sein. Am vergangenen Montag war ich auch beim Spiel der Eintracht. Wir verfügen über eine sehr gute Mannschaft, müssen das Potenzial abrufen und herausfinden, warum es derzeit nicht wie gewünscht läuft.“ Zusätzlich sei es ein Vorteil, mit Peter Vollmann als Sportdirektor jemanden zu haben, der über eine große Erfahrung als Trainer verfügt. Zudem kennen der Sportdirektor und Marco Antwerpen sich aus 122 Partien, in denen Antwerpen als Spieler unter dem Trainer Peter Vollmann auflief.

Antwerpen: "Mit Wertschätzung viel erreichen"

Der Vertrag des 48-Jährigen endet am Saisonende, „die Dauer ist nicht das Entscheidende, sondern die Aufgabe, die reizt. Den Blick schon so weit nach vorne zu richten, ist in meinen Augen sowieso nicht das Richtige. Ich verschwende noch keinen Gedanken an den Sommer, sondern schaue erst einmal auf die kommende Partie gegen Chemnitz.“ Auf die Nachfrage, wie lange er überlegen musste, um sich für die Eintracht zu entscheiden, antwortete er kurz und knapp: „Gar nicht! Diese Stadt lebt den Fußball und da macht es einfach Spaß, die Stimmung im Stadion ist überragend. Ich denke auch, dass die Fans ein gutes Gespür dafür haben, wenn es für die Spieler schwieriger wird.“ Er selbst habe vor, komplett nach Braunschweig ziehen. Von der Mannschaft erwarte er vor allem "Disziplin, Respekt und Akzeptanz". Mit Wertschätzung könne man auf und neben dem Platz viel erreichen, bei Druck würde es hingegen schwieriger. Gerade in Heimspielen wolle er mit seiner Mannschaft mehr agieren, als zu reagieren.

Vollmann: „Trennung hatte rein sportliche Gründe. Das Arbeitsverhältnis war jederzeit sehr intakt und vernünftig“

Zu der Trennung von Christian Flüthmann sagt Vollmann: „Wir konnten heute Morgen in Ruhe die Mannschaft über den Wechsel informieren, es ist uns sehr wichtig gewesen, das persönlich zu machen. Neben Christian Flüthmann haben wir auch den Co-Trainer Markus Unger freigestellt, ihm konnte ich es gestern leider nur telefonisch mitteilen, habe mich allerdings heute Morgen mit ihm getroffen. Mir ist klar, dass diese Situation nicht optimal war, aber organisatorisch war es leider nicht anders möglich. Die übrigen Co-Trainer bleiben bei uns und es kommt kein weiterer hinzu. Trotz aller Sympathien für Christian als Menschen haben wir den Fokus bei unserer Entscheidung nur auf das Sportliche gerichtet. Unsere Aufgabe ist es dann, den professionellen Blick auf die entstandene Situation zu werfen.“ Dieser rein sportliche Blick habe personenneutral zu sein und führte in den Gesprächen unter den Verantwortlichen zu der Entscheidung, dass nun gehandelt werden müsse.

„An den Diskussionen um sämtliche angebliche Defizite, von denen zuletzt zu lesen war, werde ich mich nicht beteiligen. Wir sind dank Christian auf Tabellenplatz fünf, wofür wir uns bei ihm ausdrücklich bedanken möchten. Unser Arbeitsverhältnis war jederzeit sehr intakt und vernünftig. Wir sehen durch diese Veränderung die Chance, wieder in die Spur zu kommen und sind der Auffassung, dieses Ziel durch den Trainerwechsel schneller zu erreichen." Christian Flüthmann habe er von seiner Freistellung am Sonntag bei einem persönlichen Treffen informiert und ihm die Gesamtsituation erklärt. "Er hat sehr ruhig und sachlich reagiert und wird sich demnächst auch von der Mannschaft verabschieden.“ Der zeitliche Abstand der Trennung zum letzten Pflichtspiel in Münster sei dadurch begründet, dass man keine Entscheidung aus einer Emotion heraus treffen, sondern mit Ruhe und Abstand in die Diskussion gehen wollte. Zudem seien mehrere Kandidaten in der Auswahl gewesen, von denen drei mögliche Trainer durch Vollmann und Tobias Rau dem Aufsichtsrat vorgestellt worden seien.

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