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Mittwoch 16.12.2015

Bitteres Aus im DFB-Pokal

Eintracht unterliegt Stuttgart nach 120 Minuten mit 2:3

Im DFB-Pokal-Achtelfinale waren die Löwen zu Gast beim VfB Stuttgart. Vor 21.590 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena brachte Joseph Baffo die Blau-Gelben früh in Führung (6.), ehe Georg Niedermeier den Ausgleich erzielte (21.). Kurz vor der Pause (35.) parierte Rafal Gikiewicz noch einen Strafstoß der Hausherren. Es entwickelte sich in Folge ein offener Pokal-Fight, der in der regulären Spielzeit keinen Sieger hervor brachte. In der Verlängerung legten zunächst die Schwaben durch Timo Werner (99.) vor, bis der eingewechselte Orhan Ademi wieder für den Ausgleich sorgte (110.). Kurz vor Schluss war es allerdings Toni Sunjic, der den Siegtreffer der Stuttgarter erzielte (118.) und damit das Pokal-Aus der Braunschweiger, denen kurz zuvor ein klarer Elfmeter verwehrt wurde, besiegelte.

Ausgangslage

Die Blau-Gelben reisen als Tabellenfünfter der 2. Bundesliga nach Stuttgart. Eintracht erreichte über die Stationen Hallescher FC (1:0) und SSV Reutlingen (4:0) das Achtelfinale. Mit zwölf Punkten aus 16 Spielen ist der VfB aktuell Bundesliga-Schlusslicht. Im Pokal lief es für die Schwaben allerdings besser. Mit Siegen über Holstein Kiel (2:1) und Carl Zeiss Jena (2:0) buchten sie ihr Ticket für die Runde der letzten 16. Im DFB-Pokal trafen beide Teams bisher zweimal aufeinander. Beide Male konnten die Stuttgarter als Sieger vom Platz gehen. Die letzte Partie liegt allerdings auch schon 30 Jahre zurück. 

Aufstellung

Neben dem Langzeitverletzten Maximilian Sauer fielen mit Marcel Correia, Emil Berggreen und Jan Hochscheidt drei weitere Akteure auf Seiten der Eintracht kurzfristig aus. Löwen-Coach Torsten Lieberknecht reagierte und ersetzte diese durch Adam Matuschyk, Phil Ofosu-Ayeh und Hendrick Zuck. Nik Omladic nahm zunächst nur auf der Bank Platz. Auf der anderen Seite vertraute VfB-Trainer Jürgen Kramny derselben Elf wie im vergangenen Ligaspiel beim 1.FSV Mainz.

Highlights

6. Spielminute: TOOOOOOOR FÜR EINTRACHT! Aus der Ecke resultiert die Führung für Eintracht. Nach kurzer Ausführung bringt Salim Khelifi das Leder in die Mitte, wo Decarli Kopfballsieger bleibt. Zunächst geht der Ball an die Latte, im Nachschuss bezwingt Baffo VfB-Torhüter Tyton. Starker Start hier im Schwabenland!

19. Spielminute: Stuttgart mit einer Freistoßmöglichkeiten aus dem Halbfeld. Maxim bringt die Kugel rein, Gikiewicz kommt raus, klärt jedoch nur ungenügend. Der Ball landet an der Strafraumkante bei Insua, der sofort den Abschluss sucht. Wieder ist Giki da und wehrt den Ball stark ab 

21. Spielminute: Tor für Stuttgart! Kostic bringt die Ecke, Gentner verlängert am Fünfereck, und dann steht Niedermeier völlig blank in der Mitte. Der Innenverteidiger hat keinerlei Probleme, hier auf 1:1 zu stellen.

34. Spielminute: Elfmeter für Stuttgart. Sippel überlegt lange, zeigt dann doch auf den Punkt. Übeltäter soll Decarli gewesen sein. Ob das ein Foul war, ist fraglich.

35. Spielminute: Es bleibt beim 1:1, weil Gikiewicz erneut einen Elfmeter pariert!! Schütze Maxim entscheidet sich für die linke Ecke. Giki ist jedoch da und hält den Elfmeter!!!

41. Spielminute: Wieder Gikiewicz, der einfach super in Form ist. Insua flankt von links butterweich in die Mitte. Kostic profitiert von einem Stellungsfehler der Löwen und köpft den Ball aufs Tor. Giki lenkt den Ball so eben noch über den Querbalken.

43. Spielminute: Gikiewicz fängt die nächste Ecke der Stuttgarter ab, wirft geistesgegenwärtig den Ball nach vorne, leitet so den Konter ein. Boland bekommt vor der Grundlinie den Ball auf rechts, seine Flanke versucht Holtmann per Direktabnahme ins Tor zu schießen. Den Ball trifft er jedoch nicht.

Halbzeitfazit: Und dann bittet Peter Sippel beide Mannschafte zum Pausentee. Ein wirklich erfrischender Kick im Schwabenland. Die Eintracht erwischte den besseren Start und ging durch Baffo (6.) in Front. Nach der Führung erhöhten die Hausherren, aber den Druck und kamen zum verdienten Ausgleich durch Niedermeier (21.). Der VfB blieb gefährlich, aber auch die Löwen versteckten sich nicht und versuchten immer wieder Akzente im Angriff zu setzen. Der größte Aufreger war sicherlich der Elfmeter für Stuttgart, den Gikiewicz in Minute 35 aber parieren konnte. Der polnische Schlussmann hat bislang erneut einen Sahnetag erwischt.

50. Spielminute: Einmal kräftig durchatmen für die, die es mit Blau-Gelb halten. Gentner köpft eine Flanke aufs Tor, Giki lenkt den Ball an den Pfosten, von dort kullert der Ball jedoch weiter durch den Fünfer. Rupp will den Nachschuss verwerten, doch trifft den Ball nicht richtig. Diesmal wäre Gikiewicz geschlagen gewesen, da er noch auf dem Boden lag.

58. Spielminute: Nach dem elften Eckball für Stuttgart kann die Eintracht kontern. Über links startet Holtmann aufs Tor zu, sein Abschluss geht jedoch klar links vorbei. Schade, da war mehr drin.

64. Spielminute: Gute Möglichkeit dank eines schönen Angriffs für unsere Eintracht. Holtmann spielt mit Zuck einen Doppelpass. Unser U20-Nationalspieler flankt anschließend in die Mitte. Der Ball findet den Kopf von Hvilsom, dessen Versuch leider über das Tor geht. Also, auch die Löwen zeigen sich hier immer mal wieder vor dem gegnerischen Tor.

99. Spielminute: Tor für Stuttgart: Oh man, ist das bitter. Giki kommt raus und will eine Flanke abfangen. Er erreicht aber nicht den Ball, Werner bedankt sich und köpft ins leere Tor ein.

107. Spielminute: DIE Chance zum Ausgleich. Zuck und Boland tanken sich gemeinsam bis zur Grundlinie durch, unsere Nummer 10 legt dann zurück zu Omladic, der mit seinem Abschluss an Tyton scheitert.

110. Spielminute: TOOOOOOOOR FÜR EINTRACHT!!!! Das ist Fußball, das ist ein Krimi. Nach Ecke von Omladic verlängert Hvilsom das Leder auf den zweiten Pfosten. Ademi scheitert im ersten Versuch, doch beim zweiten Mal zappelt das Leder im Netz.

115. Spielminute: Und die Eintracht bleibt dran, der VfB macht Fehler. Sunjic verliert den Ball an Ademi, der aufs Tor zuläuft. Niedermeier klärt, jedoch sah das stark nach Foulspiel aus.

117. Spielminute: RAFAAAAL GIKIEWICZ!!!! Zweimal in Folge verhindert der Pole hier den Einschlag.. 

118. Spielminte: Tor für Stuttgart. Nach Ecke bringt Sunjic den VfB per Kopf erneut in Front.

Fazit: Das war es hier in der Mercedes-Benz Arena. Die Eintracht scheidet mehr als bitter aus der diesjährigen Pokalrunde aus. Danke Jungs, für diese Leistung. Kämpferisch war das auf aller höchstem Niveau. Giki scheint sich am liebsten vergraben zu wollen, doch hielt er die Jungs lange Zeit in der Partie..

Stimmen zum Spiel

Ken Reichel
Es ist einfach schade und umso ärgerlicher, dass wir uns zum Schluss so ein blödes Gegentor fangen. Wir sind natürlich hierher gefahren, um zu gewinnen.

Mirko Boland
Jeder hier ist enttäuscht. Die Mannschaft hat einen Riesen-Fight abgeliefert. Es ist einfach bitter. Aus meiner Sicht war es ein klarer Elfmeter. Wir müssen jetzt schnell regenerieren, Kräfte sammeln und am Sonntag gegen Lautern noch einmal alles raushauen.

Torsten Lieberknecht
Sieht man die Torchancen, ist der VfB der verdiente Sieger. Trotzdem tut die Niederlage weh, die Mannschaft hat eine hohe Moral gezeigt. Wir hätten die Partie drehen können, aber auch der nicht gegebene Elfer tut weh. Das Team hat alles aus sich herausgeholt, um diesen Pokal-Fight zu liefern. Wir haben mit Rafal Gikiewicz einen Wahnsinns-Torwart gefunden.

Jürgen Kramny
Heute war alles drin, so stellt man sich ein Pokalspiel vor. Der frühe Rückstand hat sich abgezeichnet. Danach haben wir die Initiative ergriffen und den Ausgleich erzielt. In der Verlängerung gehen wir in Führung und müssen dann das 3:1 machen, stattdessen bekommen wir den Ausgleich. Mit dem 3:2 haben wir uns für unsere vielen Chancen belohnt. Eintracht hat es uns sau schwer gemacht, weil sie nie aufgehört haben und immer gefährlich waren.  

Erwähnenswertes

Joesph Baffo erzielte heute seinen ersten Treffer im Löwen-Trikot. Leider reichte es dennoch nicht zum Weiterkommen.

Das Spiel im Stenogramm

VfB Stuttgart
Tyton - Schwaab, Sunijc, Niedermeier, Insua, Serey Dié (74. Kruse), Rupp, Gentner, Kostic, Maxim (66. Tashchy), Werner (103. Kliment)

Eintracht
Gikiewicz - Baffo, Decarli, Ofosu-Ayeh, Zuck, Matuschyk, Schönfeld (46. Hvilsom), Boland, Reichel, Khelifi (102. Ademi), Holtmann (66. Omladic)

Tore
0:1 Baffo (6.)
1:1 Niedermeier (21.)
2:1 Werner (99.)
2:2 Ademi (110.)
3:2 Sunjic (118.) 

besondere Vorkommnisse
Gikiewicz hält Elfmeter von Maxim (35.)

Zuschauer
21.950

Fotos: © Eibner-Pressefoto 

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