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Freitag 12.10.2018

Communiqué zum 12. Verstetigten Dialog

Zusammenfassung des Treffens vom 17. September 2018

Am 17. September fand der 12. Verstetigte Dialog mit Vertretern des FanRates, der Ultraszene, der Blau-Gelben-Hilfe sowie des Fanprojekts und Eintracht Braunschweig (Geschäftsführung, Mitarbeiter, Präsidium/Aufsichtsrat) statt. Folgende Themen wurden in der über dreistündigen Sitzung besprochen:

Themen:

  • Kommunikation/ Communiqué
  • Status Quo Arbeitsgruppen
  • sportliche Zukunft/ Ausrichtung und Struktur Aufsichtsrat  
  • Weihnachtsmarkt Fanszene
  • Gästefans mit Fanutensilien im Heimbereich
  • Tag der Eintracht
  • Futsal-Spiel gegen Hannover 96
  • Workshop „Friedliches Stadionerlebnis“ Austausch und Fazit
  • Verabschiedung Spieler
  • „Wir sind Eintracht“-Foto
  • Neue „Hall of Fans“
  • Sonstiges

Kommunikation/ Communiqué

Zukünftig wird nach diesen Sitzungen ein gemeinsames Communiqué aller Teilnehmer veröffentlicht, welches einen Überblick über die vielfältigen Themen – zum Teil auch vom FanParlament angefragt – und Diskussionen geben soll. Nachdem sich im Frühjahr alle stetigen Teilnehmer noch nicht auf eine formale Form einigen konnten, wurde das Thema noch einmal auf die Tagesordnung gesetzt und gemeinsam besprochen.

Status Quo Arbeitsgruppen

Die AG Begegnungsstätte hatte im Nachgang der Fanversammlung vom Herbst 2017 zweimal getagt, um die Umsetzung einer angedachten „Fanmeile“ im Bereich Rheingoldstraße zu prüfen und die unterschiedlichen Wünsche, Anforderungen und Ideen zusammenzutragen. Aufgrund des Abstiegs und der aktuellen finanziellen Situation liegt das Projekt momentan auf Eis. Der FanRat wird das Thema in kleinerem Umfang weiter bearbeiten und verschiedene Aktionen im Bereich des FanHauses umsetzen.

Die zweite Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus Fan- und Vereinsvertretern, beschäftigt sich mit einem Sondertrikot, in dem die Eintracht-Profis in einem Heimspiel in der Saison 2018/2019 auflaufen werden. Das Projekt befindet sich aktuell auf der Zielgeraden und weitere Informationen hierzu sollen zeitnah folgen.

Sportliche Zukunft der Eintracht/Ausrichtung und Struktur Aufsichtsrat //STAND 17. September 2018!

Aus Kreisen der Fanvertreter wird zunächst Kritik an der aus ihrer Sicht unglücklichen und zum Teil unprofessionellen Außendarstellung im Zuge der Beurlaubung von Marc Arnold geäußert. Es wird zudem noch einmal die Frage aufgeworfen, wie die aktuelle strukturelle Aufgabenverteilung im sportlichen Bereich nun aussieht.

In diesem Zusammenhang wurde auch über die Pressekonferenz nach der Trennung von Marc Arnold und das NDR-Interview mit dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzender Christian Krentel beim Spiel in Unterhaching gesprochen. Da der Aufsichtsratsvorsitzende Sebastian Ebel bei beiden Anlässen verhindert war, rückte sein Stellvertreter automatisch nach.

Rainer Ottinger und Soeren Oliver Voigt betonen noch einmal, dass die Aufgabenfelder von Marc Arnold vorerst zwischen Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt, Chefscout Dirk Fischer und Trainer Hendrik Pedersen aufgeteilt werden. An einer dauerhaften Lösung wird derzeit gearbeitet. Ollie Voigt übernimmt nicht das Amt des Sportlichen Leiters. Es wird betont, dass Henrik Pedersen in der aktuellen Situation seinen Fokus ausschließlich auf die erste Mannschaft richten kann. Der Austausch mit dem Nachwuchsleistungszentrum, insbesondere mit Sascha Eickel, dem sportlichen Leiter des NLZ, über die konzeptionelle Nachwuchsarbeit führe Pedersen ohnehin regelmäßig. Die Vereinsführung ist auch weiterhin der Auffassung, dass Henrik Pedersen durch seine früheren Stationen prädestiniert ist, die Arbeit in diesem Bereich voranzubringen und die Verzahnung zwischen Profibereich und NLZ zu optimieren.

Die Verantwortlichen der Eintracht betonen, dass es das Ziel sein muss, die Profimannschaft wieder so schnell wie möglich in die 2. Bundesliga zurückzuführen. Des Weiteren führen sie aus, dass die kommunikative Durchlässigkeit ins NLZ sowie die Wiederaufstiege der U17 und U19 in die Junioren-Bundesligen enorm wichtig sind.

Anschließend wird die geplante Erweiterung des Aufsichtsrates und die Aufnahme eines Mitglieds mit sportlicher Kompetenz thematisiert. Rainer Ottinger erläutert, dass dieses Thema, welches der FanRat in seinem offenen Brief an die Verantwortlichen der Eintracht gefordert hatte, bereits vorher angegangen wurde und mit Tobias Rau ein geeigneter Kandidat gewonnen werden konnte. Ggf. wird im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Aufsichtsrat um zwei weitere Mitglieder auf insgesamt zwölf erhöht werden, da gemäß der Satzung deren Anzahl durch drei teilbar sein muss.

Weihnachtsmarkt der Fanszene

Nachdem der Weihnachtsmarkt der Fanszene in den vergangenen beiden Jahren mit großem Erfolg und steigenden Besucherzahlen durchgeführt wurde, soll die Veranstaltung auf jeden Fall auch in diesem Jahr wiederholt werden. Ein genauer Termin wird bekannt gegeben, sobald er fixiert ist. Eintracht möchte sich in diesem Zusammenhang stärker einbringen, so dass nun gemeinsam geprüft wird, wie diese Beteiligung aussehen kann.

Gästefans mit Fanutensilien im Heimbereich

Von Fanseite wird bemängelt, dass in einigen Spielen Gästefans hinter der Südkurve mit gut sichtbarer Fankleidung gesehen wurden. Eintracht weist darauf hin, dass es vor allem bei Spielen, in denen der Gastbereich ausverkauft ist, immer dazu kommen kann, dass sich Gästefans Karten für die Heimblöcke kaufen. Aufgrund der Infrastruktur am Stadion und im Umfeld lässt es sich teilweise nicht vermeiden, dass die Gästefans über den Haupteingang das Stadion betreten. Der Ordnungsdienst ist hierbei angewiesen, weiterhin darauf zu achten, dass die Blöcke 5 bis 12 nicht in Gästefankleidung betreten werden. Das Thema soll beim nächsten Verstetigten Dialog erneut aufgegriffen und besprochen werden.

Tag der Eintracht

In diesem Jahr wird es aufgrund von Terminkollisionen keinen Tag der Eintracht geben. Im Jahr 2019 soll der Tag der Eintracht wie gewohnt stattfinden. Ein Termin steht noch nicht fest.

Futsal-Spiel gegen Hannover 96

Die Futsal-Mannschaft der Eintracht tritt in diesem Jahr erstmals gegen Hannover 96 an. Dieses Spiel soll nach Faninformationen angeblich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Eintracht betont, dass man diesen Hinweis auch bekommen habe, es hierzu aber keine Anweisung oder Empfehlung aus dem Bereich Sicherheit gegeben habe. Eine endgültige Entscheidung zu diesem Thema wird nach Rücksprache mit allen Beteiligten getroffen.
 

Workshop „Friedliches Stadionerlebnis“ - Austausch und Fazit

In der Spielzeit 2016/2017 erhielten rund 180 Fans der Eintracht aufgrund von Vorfällen bei der Partie in Hannover bundesweite Stadionverbote. Die Stadionverbote wurden überwiegend für mindestens zwei Jahre ausgesprochen. In dieser Situation ergriff die Blau-Gelbe Hilfe e.V. (BGH) die Initiative und suchte nach Möglichkeiten, das jeweilige Stadionverbot zur Bewährung auszusetzen und entwickelte in Abstimmung mit Eintracht Braunschweig einen ganztägigen Workshop, in dem die Teilnehmer das Thema Fußball und Gewalt aus verschiedenen Perspektiven betrachten und das eigene Handeln reflektieren. Das Konzept mit den Themenfeldern ,Opferemphatie“, „Juristische Konsequenzen“, ,,Best Practice“ und ,,Gewaltprävention“ überzeugte alle beteiligten Institutionen. Zu Beginn des Jahres haben zwei Workshops mit insgesamt 125 Teilnehmern stattgefunden, welche sehr gut verlaufen sind.

Verabschiedung Spieler

Eine Verabschiedung der Spieler, die die Eintracht nach der vergangenen Saison verlassen haben, ist weiterhin geplant. Aktuell befindet man sich im schwierigen Prozess mit den einzelnen Spielern, die eine offizielle Verabschiedung grundsätzlich nicht ablehnen, passende Termine zu finden.

"Wir sind Eintracht"-Foto

Es gibt Überlegungen, ein Gruppenbild mit Mitarbeitern, Spielern, Fans und Verantwortlichen zu machen. Als Vorbild dienen hier Aktionen in Jena und Brisbane. Während des Verstetigten Dialogs wurde diskutiert, dass es sinnvoller ist, eigene Aktivitäten zu entwickeln, als andere zu kopieren. Das diesjährige Fangrillen war zum Beispiel eine sehr erfolgreiche Aktion.

Neue Hall of Fans

Es gab Überlegungen, ein Nachfolgeprojekt für die bereits ausgebuchte Hall of Fans zu entwickeln. Das Projekt ist aus Kostengründen momentan nicht realisierbar. Dennoch sind alle Eintracht-Fans herzlich eingeladen, ihre Ideen für ein Folgeprojekt beim FanRat einzureichen.

Sonstiges

Aus dem Fanparlament wurde das Thema Verbesserungsvorschläge rund um Tickets und Dauerkarten eingebracht. Dies soll gesondert mit dem Ticketing besprochen werden.

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