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Sonntag 29.03.2020

Damals vor 100 Jahren

Eintracht-SC Wacker Leipzig, 29. Februar 1920, 3:2

Schwere Zeiten hat unsere Eintracht in ihrer fast 125-jährigen Geschichte wahrlich schon mehrfach erlebt. So auch in den Jahren des 1. Weltkriegs (1914-18), in dem 93 Vereinsmitglieder den Tod fanden. Der Spielbetrieb war über viele Monate zum Erliegen gekommen, auf dem alten Eintracht-Sportplatz an der Helmstedter Straße wucherte das Unkraut. Gerade noch 150 Mitglieder zählte der Verein im ersten Nachkriegsjahr 1919, doch die Erholung erfolgte rasch. Ein Jahr später war die Zahl der Mitglieder bereits wieder auf 811 angewachsen, darunter waren 186 Jugendliche.

Vor fast genau 100 Jahren, am 29. Februar 1920, hatte Eintracht sich Wacker Leipzig und damit den Gast eingeladen, gegen den fünfzehn Jahre zuvor der Sportplatz an der Helmstedter Straße eingeweiht worden war. Eine für die damalige Zeit stattliche Zahl von 3000 Zuschauern hatte sich auf den Weg vor die Tore der Stadt gemacht, um sich ein Bild von der wiedererlangten Spielstärke der Eintracht zu machen. Und tatsächlich führte die Löwen zur Halbzeit mit 1:0 und später sogar mit 3:0. Jedoch: "Auffallend war nun das plötzliche Nachlassen unserer Mannschaft, während Leipzig zum Schluss gewaltig aufkam". Mehr als die beiden Anschlusstreffer sollte jedoch für die Leipziger nicht mehr herausspringen.

Unser Archiv-Foto zeigt beide Mannschaften gemeinsam. Als Dritter von links ist z. B. der Braunschweiger Torhüter Theiß zu sehen, ganz rechts neben dem Schiedsrichter steht "Bucki" Buckendahl, Mittelstürmer und späterer Architekt des Eintracht-Stadions an der Hamburger Straße. Unten sind die Eintrachtspieler Heinrichs (links) und Zeidler zu erkennen.

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