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Freitag 27.07.2018

Der KSC im Fokus

Karlsruhe will wieder angreifen

Es geht endlich wieder los. Am Freitag um 19 Uhr eröffnen die Löwen die Saison 2018/2019 der 3. Liga mit einem Heimspiel gegen den Karlsruher SC. Die Vorfreude im Team von Henrik Pedersen ist seit Wochen groß. "Wir freuen uns, dass wir direkt zum Auftakt ein Heimspiel vor unseren Fans haben", blickt Stephan Fürstner voraus. "Freitagabend, Eröffnungsspiel – da braucht man niemanden extra zu motivieren."

Der Kapitän der Eintracht stellt allerdings klar, dass mit dem Duell gegen den KSC direkt zum Auftakt "ein richtiger Beißer" auf die Löwen wartet: "Sie haben eine starke, stabile Mannschaft, die letztes Jahr nur knapp in der Relegation gescheitert ist." Dass es der KSC in die Aufstiegsrelegation schafft, war nach dem misslungenen Saisonstart 2017 nicht abzusehen: Vier Punkte nach fünf Spieltagen standen für den zweimaligen DFB-Pokalsieger zu Buche, als Reaktion auf den Fehlstart entließ man Trainer Marc-Patrick Meister und holte Alois Schwartz in den Wildpark. Unter dem 51-Jährigen Fußballlehrer ging es schnell bergauf, vor allem eine Serie von 21 Spielen in Folge ohne Niederlage sorgte dafür, dass der KSC die Spielzeit mit 69 Zählern auf Platz drei beendete. Nach einem torlosen Remis im Relegationshinspiel und einer 1:3-Auswärtsniederlage gegen Erzgebirge Aue musste das Team von Trainer Schwartz seinen Traum von der direkten Rückkehr in Liga zwei allerdings abhaken.

Kein konkretes Saisonziel

Die Vorfreude auf den Saisonstart ist im Südwesten der Republik trotz der Enttäuschung über den verpassten Aufstieg zurückgekehrt. Der KSC kann auf eine, an den Ergebnissen der Testspiele gemessen, erfolgreiche Saisonvorbereitung zurückblicken: Unter anderem ging man gegen Brentford FC (2:1) und St. Pauli (4:1) als Sieger vom Platz – die einzige Niederlage gab es erst in der Generalprobe gegen den FC Ingolstadt (1:2). Klar, dass der KSC allein vom Namen her zu den Aufstiegsfavoriten gehört, konkrete Saisonziele will man sich in Karlsruhe aber nicht entlocken lassen: "Wir möchten an die guten Leistungen unter Alois Schwartz anknüpfen und dann werden wir sehen, was möglich ist", gab Präsident Ingo Wellenreuther zu verstehen. Das Vertrauen sprach man dem Chef-Trainer jüngst auch in Form einer Vertragsverlängerung bis 2020 aus.

KSC verliert den besten Torschützen

Auch im Kader des Karlsruher SC gab es zur neuen Spielzeit einen Umbruch: Mit Fabian Schleusener (zum SV Sandhausen) velor das Team seinen absoluten Top-Torjäger. 17 Tore und fünf Vorlagen gelangen dem 26-Jährigen in 37 Ligaspielen. Eigengewächs Marcel Mehlem, der bereits seit der U12 beim KSC spielte, zog es zur neuen Saison in die zweite belgische Liga zu Saint Gilloise. Mit Matthias Bader und Jonas Föhrenbach verließen zudem zwei Stammspieler auf den defensiven Außenbahnen den Club. Auf der anderen Seite konnte Sportdirektor Oliver Kreutzer aber auch den ein oder anderen vielversprechenden Neuzugang präsentieren: Mit Manuel Stiefler kam ein erfahrener Mittelfeldspieler vom Zweitligisten SV Sandhausen, Kyoung-Rock Choi vom FC St. Pauli soll derweil der Offensive Schwung verleihen.

Kein Vierter Offizieller

Als Gründungsmitglieder der Bundesliga standen sich beide Clubs bereits 1963 gegenüber. Das letzte Duell zwischen Eintracht und dem KSC fand vor rund 14 Monaten statt: Am letzten Spieltag der Saison 2016/2017 gewannen die Löwen an der Hamburger Straße mit 2:1. Schiedsrichter am Freitagabend wird Sven Jablonski sein, für den 28-Jährigen ist es das fünfte Spiel mit Beteiligung der Blau-Gelben. An den Seitenlinien assistieren Martin Häcker und Simon Rott. Einen Vierten Offiziellen gibt es in der 3. Liga nicht.

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