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Montag 16.07.2012

Der Mann im Hintergrund

Holm Stelzer über seinen Job als Team-Manager und die Vorbereitung eines Trainingslagers

Vom 7. bis 18. Juli 2012 absolvieren die Löwen ihr Trainingslager in Fulpmes/Tirol. Die Bedingungen vor Ort sind sehr gut, so dass sich das Team von Torsten Lieberknecht in aller Ruhe auf die kommende Spielzeit vorbereiten kann. Doch von selbst funktioniert der reibungslose Ablauf eines Trainingslagers nicht. Im Vorfeld muss erst einmal eine Menge organisiert werden.





Holm Stelzer heißt der Mann, der mit dieser Aufgabe betraut ist. Der 33-Jährige ist seit der Saison 2011/2012 als Team-Manager für die Blau-Gelben tätig. Zu seinem Aufgabenbereich gehört auch die Organisation der Trainingslager. Seit Frühjahr befasste sich Stelzer damit, einen passenden Ort für den Sommer zu finden. "Die ersten Gespräche mit der Agentur TSP, mit der wir in diesem Bereich zusammenarbeiten, fanden bereits im März statt", erklärte der studierte Betriebswirt.

Im Mai reiste er schließlich mit Henning Rießelmann von TSP ins Stubaital, um sich die Gegebenheiten vor Ort genauer anzuschauen. Während dieser Phase werden wichtige Eindrücke gesammelt. Wie ist es um die Qualität von Hotel und Trainingsmöglichkeiten bestellt, wie weit liegt der Platz von der Unterkunft entfernt? Dies sind alles Aspekte, die bei der endgültigen Wahl bedacht werden müssen. Außerdem sei es laut Stelzer auch wichtig, ob in dem anberaumten Zeitraum auch Testspielgegner in der näheren Umgebung zur Verfügung stehen. "Das war ein entscheidender Faktor. Hier in Tirol gab es einfach mehr Möglichkeiten als in Deutschland." Dass die zweite Partie gegen den FK Krasnodar wetterbedingt abgesagt werden musste, "dafür kann niemand etwas", so der Team-Manager.




Insgesamt seien letztendlich vier Personen in die Entscheidungsfindung, wo es genau ins Trainingslager geht, eingebunden. Das sind Eintracht-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt, Marc Arnold sowie Torsten Lieberknecht als Sportlicher Leiter beziehungsweise Cheftrainer, und eben Stelzer. "Wichtig ist, dass der Trainer mit den Bedingungen absolut zufrieden ist, schließlich soll sich das Team bestmöglich auf die Saison vorbereiten können."

Der gebürtige Hallenser macht einen ruhigen und besonnen Eindruck. Diese Eigenschaft kommt ihm in seinem Beruf entgegen, denn es kann immer mal wieder passieren, dass etwas Unvorhergesehenes geschieht. "Stress bringt einen dann nicht weiter", erklärt Stelzer. In diesen Situationen müsse dann eben improvisiert werden.

Ob die Vorbereitung eines Trainingslagers arbeitsintensiver ist als die Zeit vor Ort sei schwer zu sagen. Stelzers Devise lautet jedenfalls: "Je besser du die Sachen vorbereitet hast, desto einfacher ist es vor Ort." Auf die faule Haut kann er sich deshalb jedoch keineswegs legen. Auch während des Aufenthalts ist noch genug zu tun. "Es gibt immer Dinge, die kurzfristig anfallen." Beispielsweise die Ausrüstung vom Hotel zum Trainingsplatz fahren, Fahrräder organisieren oder verletzte Spieler ins Krankenhaus bringen. "Zu tun gibt es immer etwas", entgegnet Stelzer. Er sei ja schließlich nicht zum Urlaub machen hier.

Fotos: Agentur Hüber & eintracht.com

 

Jonas Berke, 16.07.2012

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