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Mittwoch 19.12.2018

"Die Situation ist nach wie vor sehr angespannt"

Stephan Fürstner im Interview

Der jüngste Auswärtssieg beim FC Energie Cottbus war enorm wichtig. Das sieht auch Löwen-Kapitän Stephan Fürstner so. Im Interview mit eintracht.com spricht der 31-Jährige über die aktuelle Situation, die Rückkehr von Marc Pfitzner und das letzte Spiel des Jahres beim KSC. 

Wie viel leichter ist nach dem Sieg in Cottbus die Last, die ihr auf euren Schultern tragt?

Stephan Fürstner: "Mit Sicherheit sind da ein paar Steine aus dem Rucksack herausgepoltert, aber auf keinen Fall alle. Die Situation ist nach wie vor sehr angespannt und schwierig. Es ist aber ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen."

Wie ordnet ihr den Erfolg ein?

Fürstner: "Ganz nüchtern und sachlich. Wir haben in den vergangenen Wochen viel Aufwand betrieben, uns dafür aber nicht belohnt. In Cottbus haben wir eine gute Leistung auf den Platz gebracht und hatten auch wieder etwas mehr Spielglück als in der Vergangenheit. Wir müssen uns aber jede Woche neu positionieren, neu angreifen und uns wieder auf den bevorstehenden Gegner einstellen. Wir nehmen viel Selbstvertrauen aus dem Sieg mit, müssen uns das aber auch jedes Mal neu erarbeiten."

Mit Marc Pfitzner ist vor kurzem ein Spieler zu euch gestoßen, der den Verein wahrscheinlich wie kein zweiter im Kader kennt. Was zeichnet ihn aus?

Fürstner: "Er ist einfach ein Typ und eine wahnsinnige Identifikationsfigur für den Verein - auch für uns als Mannschaft. Er hat eine tolle Mentalität, die positiv ansteckt. Das tut uns in unserer aktuellen Situation sehr, sehr gut."

Seit gut zwei Monaten ist André Schubert im Amt. Auf welche Aspekte legt er in seiner Arbeit besonders Wert?

Fürstner: "Er arbeitet sehr akribisch und hat eine klare Philosophie, die er auf dem Platz sehen möchte. Da setzt er an. Er hat natürlich eine Zeit gebraucht, um uns als Spieler und Menschen kennenzulernen. Man findet immer mehr einen Draht zueinander und die Automatismen greifen immer besser. Daran wollen wir im letzten Spiel des Jahres natürlich anknüpfen."

Der Karlsruher SC schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle und ist mittlerweile Spitzenreiter der 3. Liga. Ärgerlich, dass ihr ausgerechnet jetzt im Wildpark antreten müsst?

Fürstner: "Natürlich haben sie aktuell einen Lauf, aber in dieser Liga muss das nicht unbedingt etwas bedeuten. Jede Serie endet auch irgendwann einmal, wir durften das am vergangenen Wochenende positiv erfahren. Wir müssen nochmal alles rausknallen, um es den Karlsruhern richtig schwer zu machen. Wenn wir an die Leistung in Cottbus anknüpfen können, wird es schwer, uns zu bespielen."

Du hast bereits in größeren Städten wie Berlin und München gewohnt. Wie gefällt es dir in Braunschweig?

Fürstner: "Es ist ein Riesen-Unterschied zu Berlin. Es ist alles überschaubarer, aber genau das hat auch seinen Charme. Wir haben uns als Familie sehr gut in Braunschweig eingelebt. Wenn der sportliche Erfolg dazukommt, dann ist es wirklich eine runde Sache."

Es liegt ein schwieriges Halbjahr hinter euch. Wie schaltest du zwischen den Feiertagen ab?

Fürstner: "Meine Familie wohnt in München. Da werden wir ein paar Tage vorbeischauen und die Zeit ganz ruhig im engsten Kreis verbringen."

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