NEWS // Spiele

Zurück

Samstag 11.01.2020

Die Testspielgegner im Überblick

Spiele gegen Craiova und Vaduz am Sonntag

Bevor am Montag die Heimreise nach Braunschweig ansteht, schließen die Löwen das Trainingslager am morgigen Sonntag mit zwei Testspielen ab. Nachdem es um 11.30 Uhr (Ortszeit) gegen CS Universitatea Craiova aus Rumänien geht, stehen die Löwen ab 15 Uhr (Ortszeit) dem FC Vaduz aus Liechtenstein gegenüber.

CS Universitatea Craiova

Der als großer Traditionsclub geltende Verein aus Südrumänien kann auf eine durchaus ungewöhnliche Historie zurückblicken. Vor allem die 80er und 90er Jahre gehören zu den erfolgreichsten des Vereins, insgesamt kann man auf vier Meistertitel und sechs Pokalsiege zurückblicken, auch im Halbfinale des UEFA-Cups haben die Blau-Weißen bereits gestanden (1983, mit 0:0 und 1:1 gegen Benfica Lissabon ausgeschieden). Ab der Jahrtausendwende wurde es jedoch turbulent. Mehr als 30 Trainerwechsel wurden seitdem vollzogen, zusätzlich trug man seine Heimsiele zeitweise nicht im eigenen Stadion in Craiova aus, Grund dafür war ein Streit zwischen dem Bürgermeister der Stadt und Adrian Mititelu, einem Gönner des Clubs. 2011 erfolgte wegen „zahlreicher Verstöße gegen die Verbandsstatuten“ der vorläufige Ausschluss aus dem rumänischen Fußballverband, 2014 wurde der Verein, der zu dieser Zeit noch als FC Universitatea auftrat, durch ein Gericht vollständig aufgelöst.

Als CS Universitatea wurde der der Club neugegründet und erhielt ein Startrecht für die zweite Liga, auf Anhieb gelang der Aufstieg ist rumänische Oberhaus. Seitdem spielt man wieder eine gute Rolle in der Liga, außerdem gelang 2018 der Pokalsieg. 2017, 2018 und 2019 nahm man an den Qualifikationsrunden zur Europa League teil, für die Gruppenphase reichte es bisher jedoch nicht. 2018 schied man gegen den deutschen Vertreter RB Leipzig aus, in der aktuellen Saison war gegen AEK Athen Endstation.

In der rumänischen Liga I steht Craiova zurzeit auf Rang vier und kann sich durch das dortige Play-Off System noch berechtigte Hoffnungen auf den Meisterschaftstitel und die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb machen. Auch wenn die Rumänen keinen Stürmer haben der mit vielen Treffern heraussticht, sollten die Verteidiger der Eintracht Mihai Roman, Valentin Mihaila und Dauerbrenner Alexandru Cicaldau nicht aus den Augen verlieren. Cicaldau ist mit fünf Toren der torgefährlichste Spieler des Teams Victor Piturca, wobei er hauptsächlich im zentralen Mittelfeld eingesetzt wird. Mittelstürmer Mihai Roman und Linksaußen Mihaila haben jeweils vier Treffer erzielt, obwohl beide nur gut die Hälfte der möglichen Spielzeit auf dem Platz standen.

Eintracht-Coach Marco Antwerpen kündigte an, dass in beiden Partien ein Sieg das Ziel sein wird. „Wir wollen gewinnen und trotz der Müdigkeit die Dinge umsetzen, die wir  trainiert haben. Dazu gehört, gut gegen den Ball zu arbeiten, die Gegenpressingsituationen zu erkennen, die Spieleröffnung, den Ball zirkulieren zu lassen und ihn verteidigen, wenn wir ihn haben.“

FC Vaduz

Um 15 Uhr (Ortszeit) kommt es dann zum Duell mit dem FC Vaduz aus Liechtenstein. Dann kommen voraussichtlich die Spieler zum Einsatz, die gegen Craiova noch zusehen mussten, ließ Antwerpen durchblicken: „Jeder soll sich zeigen und die Möglichkeit bekommen, über 90 Minuten zu spielen, um sich letztlich für die erste Begegnung gegen 1860 interessant zu machen“.

Mit dem FC Vaduz steht den Löwen ein Team aus der zweitklassigen Schweizer Challenge League entgegen. Da es in Liechtenstein nur sieben Fußballvereine gibt, nimmt der Club am Spielbetrieb des Nachbarlandes teil. Dort spielten die Rot-Weißen in der Saison 2008/2009 sogar erstmals in der Super League, der ersten Liga der Eidgenossen. Trainer war übrigens ein gewisser Pierre Littbarski, doch auch er konnte den direkten Wiederabstieg nicht verhindern. 2014 gelang die Rückkehr und man konnte sich bis 2017 im Oberhaus halten. Nach dem erneuten Abstieg vor zweieinhalb Jahren findet sich den FC Vaduz stets im gesicherten Mittelfeld der Challenge League wieder.

Trotz der wenigen Vereine wird vom Liechtensteiner Fußballverband in jeder Saison ein Pokalwettbewerb ausgetragen. In den letzten 22 Jahren wurde der Titel 21 Mal vom FC Vaduz errungen, nur 2012 musste man sich im Finale geschlagen geben, Sieger wurde damals der USV Eschen-Mauren nach Elfmeterschießen. Ansonsten gehen die Endspiele in der Regel deutlich aus, vor vier Jahren sogar zweistellig (11:0 gegen den siebtklassigen FC Schaan). Mit 49 Pokalsiegen ist Vaduz mit Abstand der häufigste Gewinner des Wettbewerbs. Wie in jedem anderen Pokalwettbewerb berechtigt auch der Liechtensteinische den Sieger zur Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb. In der laufenden Saison kämpfte man sich bis in die dritte Runde der Europa-League-Qualifikation durch, wurde dort allerdings von Eintracht Frankfurt mit 0:6 nach Hin- und Rückspiel nach Hause geschickt. Selten kommen die Rot-Weißen über die zweite Qualifikationsrunde hinaus, für die Gruppenphase hat es in der Vereinsgeschichte noch nicht gereicht.

In der Super League stehen die Mannen von Trainer Mario Frick, 125-facher Nationalspieler Liechtensteins und mit 16 Treffern Rekord-Torschütze des Landes, nach der Halbserie gesichert auf Rang fünf mit sieben Punkten Rückstand auf die Aufstiegsränge. Nach Spitzenreiter Lausanne verfügt Vaduz über die treffsicherste Offensivabteilung der Liga, allerdings haben auch nur zwei Clubs der Liga mehr Gegentore kassiert. Im Angriff stehen mit Tunahan Cicek und Manuel Sutter zwei echte Mittelstürmer, die jeweils sechs Tore erzielten. Dazu kommt Außenbahnspieler Mohamed Coulibaly mit sieben Treffern. Die Löwen sollten gewarnt sein.

Spielberichte zu den beiden Tests findet Ihr im Anschluss an die beiden Spiele wie gewohnt auf eintracht.com. Zudem wird es einen Live-Ticker auf unserem Twitter-Kanal geben.

Foto: imagemoove

nach oben