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Dienstag 26.02.2019

„Die Umstellung war groß“

U17-Spieler Aladin Capli im Interview

Zu Saisonbeginn kam Aladin Capli vom VfB Peine ins NLZ der Löwen. Der Name Capli ist zudem kein Unbekannter bei den Blau-Gelben, denn schon Aladins Bruder Sulhattin schnürte seine Schuhe für die U17, U19 und U23 der Eintracht. Mit 13 Treffern ist der Offensivspieler aktuell der beste Torjäger der U17 und steht auf Rang zwei der Torschützenliste der B-Junioren-Regionalliga Nord. Wir sprachen mit Capli über den Wechsel nach Braunschweig, die Mannschaft und auch seinen Bruder.  

Aladin, ihr habt jetzt zwei Spiele in der Restrunde der B-Junioren-Regionalliga absolviert. Wie würdest du euer Abschneiden insgesamt beschreiben?

Aladin Capli: „Kiel war sehr ersatzgeschwächt, aber mit 6:0 haben wir das Spiel sehr gut gemeistert. Bei der Partie gegen Hamburg wussten wir, dass es schwer wird und wir uns noch steigern mussten. Wir sind eigentlich gut ins Spiel gestartet, haben dann aber unglücklicherweise zwei Gegentore bekommen. Kurz vor der Halbzeit haben wir dann das 1:2 erzielt und sind stärker in die zweite Hälfte gestartet. Trotz Überzahl konnten wir das Spiel aber leider nicht mehr für uns entscheiden. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht.“

Wie lief bei euch die Vorbereitung?

Capli: „Die Vorbereitung war ein bisschen holprig. Die ersten zwei Testspiele sind ausgefallen, gegen die U16 von RB Leipzig (2:2) haben wir eine ordentliche Partie abgeliefert. Da haben wir viel ausprobiert. In der Begegnung gegen die U17 vom VfL Wolfsburg (0:5) war das Niveau höher. Aber Testspiele sind auch da, um Fehler zu machen und daraus zu lernen.“

Aktuell bist du mit 13 Treffern zweiter der Torschützenliste. Hättest du vor der Saison erwartet, dass es so gut für dich läuft?

Capli: „Das habe ich nicht erwartet. Es war ein großer Schritt ins Nachwuchsleistungszentrum. Ich wollte mich erstmal  an das höhere Niveau herantasten. Natürlich freue ich mich über die 13 Tore, aber zu jedem Tor gehört auch ein Vorlagengeber. Wir sind insgesamt eine super Mannschaft und haben mit 46 Toren auch die meisten Tore der Liga erzielt. Es freut mich, dass ich dem Team mit meinen Treffern helfen kann.“

Vergangene Saison hast du beim VfB Peine noch in der B-Junioren-Landesliga gekickt. Wie war die Umstellung für dich?

Capli: „Die Umstellung war natürlich groß. Das Niveau ist höher, das Trainerteam größer und das Trainingspensum auch anspruchsvoller. Aber ich wurde auch schon durch die Regionalauswahl ein bisschen darauf vorbereitet. Letztendlich bin ich froh, dass ich den Schritt gemacht habe.“

Wie ist es dir gelungen, dich so schnell an das gesteigerte Pensum und die Anforderungen in einem NLZ anzupassen?

Capli: „Der Trainer wusste natürlich aus welchem Verein ich komme und hat mich dann unterstützt, in dem er mir die Möglichkeit zur Regeneration gegeben hat. Außerdem hat mein Bruder auch hier gespielt und da hab ich schon einige Dinge mitbekommen, wie es hier läuft und worauf es ankommt.

Du bist bislang im Sturmzentrum, auf der Außenbahn und auch auf der Zehner-Position zum Einsatz gekommen. Wo fühlst du dich am wohlsten?

Capli: „Auf der Zehner-Position fühl ich mich sehr wohl, weil ich da das Spiel gestalten, mich offensiv beteiligen und das Spieltempo bestimmen kann. Die Außenbahn gefällt mir nicht so, da fehlt mir persönlich das Tempo. Im Sturm spiele ich auch gerne, obwohl ich bei tiefstehenden Gegnern lieber eine Position dahinter spiele. Dann kann ich die Bälle besser fordern und verteilen.“

Wo siehst du generell deine Stärken?

Capli: „In der Spielgestaltung. Ich kann kreativ sein und neue Ideen entwickeln.“

Was zeichnet euch als Mannschaft in diesem Jahr aus?

Capli: „Wir finden viele Ideen im Spiel und haben eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive. Zudem sind wir auf jeder Position optimal besetzt und spielen gute Torchancen heraus.“

Welches Ziel wollt ihr am Ende mit der Mannschaft erreichen?

Capli: „Natürlich der Aufstieg. Das ist das Ziel von uns allen. Wir wollen ganz oben sein, alles geben und immer gewinnen.“

Dein Bruder Sulhattin hat bereits für  die U17, U19 und U23 der Eintracht gespielt. Gibt er dir Tipps, worauf es ankommt?

Capli: „Früher in Peine hat er mir mehr Tipps gegeben als jetzt, aber er ist auch sehr kritisch. Ich habe früher immer bei seinen Spielen zugeguckt und dadurch wurde der Traum,  irgendwann selbst bei der Eintracht zu spielen, immer größer. Seine Schnelligkeit besitze ich nicht, dafür bin ich technisch stärker als er.“

Fotos: Torsten Utta

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