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Donnerstag 26.03.2015

Doppelschlag von Korte entscheidet die Partie

Eintracht besiegt Paderborn im Testspiel mit 2:0

Auf dem B-Platz am EINTRACHT-STADION trafen die Blau-Gelben Donnerstagabend auf den Bundesligisten SC Paderborn 07. Während die rund 400 Zuschauer in der ersten Halbzeit noch vergeblich auf Tore warteten, konnten sie in der zweiten Hälfte gleich zweimal jubeln. Raffael Korte entschied das Spiel gegen die 07er mit einem sehenswerten Doppelpack innerhalb von vier Minuten (61. + 64.).

Die Formationen beider Teams zu Beginn der Partie zeugten wenig von einem Testspielcharakter. Bis auf die fehlenden Nationalspieler ließen sowohl Torsten Lieberknecht, als auch sein Paderborner Trainer-Kollege André Breitenreiter bis auf wenige Positionen ihre vermeintlich beste Elf auflaufen. Dennoch dauerte es bis zur siebten Spielminute, bis es erstmals gefährlich wurde. Löwen-Kapitän Ken Reichel erkämpfte sich den Ball auf der linken Außenbahn und gab einen ersten Warnschuss auf das Gehäuse von SCP-Keeper Lukas Kruse ab, der allerdings geblockt werden konnte.

Pfitzner wieder dabei

Mit zunehmender Dauer entwickelte sich im ersten Durchgang ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich aber beide Teams nur wenige aussichtsreiche Möglichkleiten erarbeiteten. Erstmals vor das Löwen-Tor kamen die Gäste in der zehnten Minute, als Lakic nur im Verbund von Saulo Decarli und Schlußmann Rafal Gikiewicz gestoppt werden konnte. In der Folge blieben Paderborner Torchancen Mangelware, was zuletzt an der sicheren Defensivarbeit der Blau-Gelben lag. Die Doppelsechs mit dem wiedergenesenen Marc Pfitzner und Jan Washausen unterband oftmals die Vorstöße der 07er, sodass das von Breitenreiter geforderte schnelle Angriffsspiel nicht forciert werden konnte. Doch auch den Hausherren fehlte zu oft die letzte Präzision, um gefährlich vor das Tor des Bundesligisten zu kommen. Die beste Chance der ersten Viertelstunde hatte Julius Düker. Nach einer Hereingabe von Mirko Boland konnte der 19-Jährige beim folgenden Kopfball allerdings nicht mehr genügend Druck aufbauen, um Kruse ernsthaft zu testen (13.).

Zuck scheitert knapp

Auf der Gegenseite konnte Eintracht-Keeper Gikiewicz sein Talent in der 33. Minute zeigen. Nach einem Foul an Paderborns Mario Vrancic entschärfte der Pole per Hechtsprung den Freistoß von Moritz Stoppelkamp und verhinderte somit den Rückstand. Beide Teams agierten ab diesem Zeitpunkt zielstrebiger. Nur eine Minute später hatten die Zuschauer den Torschrei bereits auf den Lippen. Hendrick Zuck war es, der nach einer Unsicherheit im Strafraum direkt auf das Tor der Gäste abzog (34.). Der Schussversuch der Nummer 30 der Löwen strich nur wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Kurz vor der Halbzeit dann die beste Chance der Breitenreiter-Elf. Stoppelkamp, erst am Dienstagnachmittag nach Verletzungen wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, mit einem Abschluss aus knapp 20 Metern. Wieder machte Gikiewicz einen guten Job zwischen den Pfosten und klärte den flachen, aber harten Schuss (44.). Im Anschluss ging es für beide Mannschaften torlos in die Kabinen.

Während Lieberknecht die Pause für nur drei Wechsel nutzte (Marcel Engelhardt für Gikiewicz, Matthias Henn für Saulo Decarli, Deniz Dogan für Reichel), brachte Breitenreiter seine komplette Reservebank in die Partie. In der 60. Minute nahm der Chef-Trainer der Blau-Gelben weitere Wechsel vor. Für Boland, Pfitzner, Kessel, Hochscheidt, Zuck, Washausen und Düker kamen Maximilian Sauer, Haris Huseni, Raffael Korte, Niclas Erlbeck, Dennis Slamar, Marcel Bär und der belgische U23-Testspieler Gyamfi Kyeremeh ins Spiel.

Korte entscheidet das Spiel

Die zahlreichen Wechsel schienen die Eintracht dieses Mal zu beflügeln. Denn nur eine Minute später stand es 1:0. Nach Foulspiel schnappte sich Korte das Spielgerät auf Höhe der Strafraumbegrenzung. Beim fälligenFreistoß spekulierte der Rechtsfuß richtig und schoss unter der hochspringenden Mauer flach und präzise ins linke Eck. Daniel Lück, mittlerweile für Stammtorhüter Kruse gekommen, blieb chancenlos (61.). Nur drei Minuten später war es wieder Korte, der für die Vorentscheidung sorgte. Nach schönem Lauf auf der linken Außenbahn flankte Testspieler Kyeremeh zentimetergenau auf den heranstürmenden Korte, der den Angriff sehenswert in die Maschen veredelte (64.). Die beiden schnellen Treffer gaben der Heimelf weiter Auftrieb. Von den Ostwestfalen war nur noch wenig zu sehen. Huseni (71., 78.) hätte das Ergebnis mit dem Beginn der Schlussphase weiter nach oben schrauben können. So blieb es allerdings beim 2:0-Testspielerfolg der Löwen gegen den SC Paderborn 07.

Stimmen zum Spiel

Torsten Lieberknecht: "Das war ein Test, wie man ihn sich vorstellt. Es war eine konzentrierte Leistung, mit der wir verdient gewonnen haben. Damit kann man zufrieden sein. Wir konnten den Jungs, die zuletzt wenig gespielt haben einen starken Gegner zur Verfügung stellen. Das freie Wochenende haben sich die Spieler verdient."

Matthias Henn: "Die Jungs aus der zweiten Mannschaft haben das sehr ordentlich gemacht. Von dem berühmten Bruch im Spiel war überhaupt nichts zu sehen. Sie sind die Sache motiviert angegangen und haben das umgesetzt, was uns der Trainer allen vor dem Spiel mitgegeben hat. Ich denke, es war ein äußerst gelungenes Testspiel mit einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis."


Eintracht
Gikiewicz (46. Engelhardt) – Reichel (46. Dogan), Decarli (46. Henn), Theuerkauf, Kessel (60. Sauer) – Pfitzner (60. Slamar), Washausen (60. Erlbeck) – Hochscheidt (60. Kyeremeh), Boland (60. Bär), Zuck (60. Korte) – Düker (60. Huseni)

Tore
1:0 Korte (61.)
2:0 Korte (64.)

Zuschauer 
400 

Fotos: Agentur Hübner

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