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Dienstag 22.10.2013

„Ein Quantensprung“

Neuer Kunstrasenplatz im Nachwuchsleistungszentrum

„Es ist ein Quantensprung für das Nachwuchsleistungszentrum“, betonte Marc Arnold, als er am heutigen Dienstag gemeinsam mit Ulrich Stegemann, Dezernent Finanzen, Stadtgrün und Sport Stadt Braunschweig, und Michael Loose, Leiter Sportreferat Stadt Braunschweig, den neuen Kunstrasenplatz im Nachwuchsleistungszentrum präsentierte. „Ein großer Dank gilt der Stadt, die uns dies ermöglicht hat. Gerade für die Wintermonate haben wir mit diesem Kunstrasen der neuesten Generation optimale Trainingsbedingungen“, machte der Sportliche Leiter der Löwen deutlich.

Auch Ulrich Stegemann hob die Bedeutung hervor. „Eintracht Braunschweig ist eben nicht nur Profi-Fußball. Das ist auch Breitensport sowie Nachwuchsförderung, welche bewusst über die Stadtgrenzen hinaus betrieben wird. Damit hat der Verein eine Vorbildwirkung. Ein großer Dank gilt der Eintracht für das, was hier auf die Beine gestellt wurde.“

Der neue Platz wurde binnen kürzester Zeit installiert. Vor zwei Monaten befand sich an selbiger Stelle noch ein Hockeyplatz des MTV. „Der Platz war erst dreieinhalb Jahre alt und wurde im Rahmen der Standortrochade hier abgetragen und im Westpark, wo der MTV jetzt trainiert, neu verlegt“, erörtert Michael Loose. Aufgrund des alten Platzes waren die Voraussetzungen geschaffen und der neue Rasen konnte innerhalb von drei bis vier Wochen verlegt werden. Außerdem befindet sich vor Ort noch eine sehr gute Flutlichtanlage, die mit einer Leistung von 200 Lux aufgrund der Hockeyanforderungen deutlich stärker ist, als es üblicherweise auf Fußballtrainingsplätzen der Fall ist. „Da schließt sich der Kreis, denn hier wird intensiv Breiten- sowie Leistungsfußball gespielt“, so der Leiter Sportreferat weiter.

„Diese schnelle Umsetzung ist vor allem der engen, konstruktiven  Zusammenarbeit und dem persönlichen Kontakt aller Beteiligten zu verdanken“, hoben sowohl Arnold als auch Stegemann hervor. Seit rund zwei Wochen absolvieren die insgesamt acht Junioren-Teams dort auf dem neuen Kunstrasenplatz Übungseinheiten und auch das Fußballcamp in den Herbstferien fand dort statt.
Auch personell wurde im NLZ in den Sommermonaten kräftig aufgestockt. Während Nachwuchsleiter Sven Gartung vor einem Jahr fast der einzige hauptamtliche Mitarbeiter im Nachwuchsbereich war, ist der Stab inzwischen auf zehn Kollegen angewachsen. Neben hauptamtlichen Trainern wurde mit Mathias Kleine-Möllhoff auch ein Sportpsychologe und mit Oliver Heine ein Sportlicher Leiter eingestellt. „Im personellen Bereich wurde viel investiert, damit steht das Erlernen des Fußballspielens im Mittelpunkt und das ist das Wichtigste“, hebt Sven Gartung hervor.

Gastronomie "Löwenherz" eröffnet

Aber nicht nur draußen auf dem Gelände und im sportlichen Bereich hat sich einiges getan. Seit Anfang September ist auch die neue Gastronomie „Löwenherz“ in Betrieb. Gemeinsam mit der Oskar Kämmer Schule wurde hier für Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit geboten, im Rahmen von berufsvorbereitenden Maßnahmen ein Jahr die Berufsfelder von Köchen, Hauswirtschaftlern sowie Garten- und Landschaftspflegern kennen zu lernen. Zwei Chefköche und ein Landschaftsgärtner komplettieren das Team in diesem Bereich. „Wir haben hier zunächst alles renoviert und dann Geld für eine neue Industrieküche und eine Inneneinrichtung in die Hand genommen“, erläutert Gartung. Und das Konzept wird super angenommen. „Die Eltern sind während des Trainings hier, unsere Teams und die Gastmannschaften essen gemeinsam in der Gastronomie. Das ist wirklich super“, so der 42-Jährige.

Lobende Worte gab es dafür auch von einer von DFL und DFB beauftragten Agentur, die die Nachwuchsleistungszentren der Bundesligisten, mit dem Ziel, die Standards in der Nachwuchsarbeit zu sichern und diese weiterzuentwickeln, zertifiziert.  Sportwissenschaftler untersuchten Anfang Mai anhand eines Kriterienkatalogs unterschiedliche Bereiche. Dazu zählen beispielsweise Infrastruktur, Durchlässigkeit, Bildung und Fußballausbildung. „Bei dieser ersten Untersuchung ging es erst einmal um eine Bestandsaufnahme. Wir haben die Mindestanforderungen erfüllt und ein sehr positives Feedback bekommen, für das, was sich hier innerhalb kurzer Zeit getan hat“, sagt Arnold. In den nächsten drei Jahren gilt es, dies weiter auf- und auszubauen.

Und wie geht es konkret weiter? „Wir sind natürlich erst mal sehr froh, dass wir diesen neuen Platz haben. 15 Monate nach dem Bezug des NLZ sind wir natürlich weit von unseren Vorbildern FSV Mainz 05 und SC Freiburg entfernt. Daher ist klar, dass wir die Infrastruktur in den nächsten Jahren weiter entwickeln müssen“, so Arnold.

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