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Samstag 20.10.2012

Eintracht gewinnt mit 2:0 in Dresden

Kruppke und Kumbela treffen zum verdienten Auswärtssieg

Dresden. Mit 0:2 endete die Partie des 10. Spieltags zwischen der SG Dynamo Dresden und Eintracht Braunschweig. Dennis Kruppke brachte die Gäste in der 37. Minute mit einem Kopfball in Führung, ehe Domi Kumbela  den zweiten Treffer beisteuerte (79.). Die Hausherren schwächten sich durch zwei Platzverweise an Romain Brégerie (Gelb-Rot, 51.) und Robert Koch (Rot, 53.) vor 27.500 Zuschauern im glücksgas Stadion selber und machten es den Löwen somit leichter, den verdienten Auswärtsdreier einzufahren.

Nach dem Spiel waren sich beiden Trainer einig, dass sich heute zwei taktisch gut eingestellte Mannschaften gegenüber gestanden haben, was sich auch in der Spielstatistik widerspiegelte, in der beide Seiten jeweils 50% gewonnene Zweikämpfe verzeichnen konnten. Der erste Torschuss von Dennis Kruppke aus gut 20 Metern ging allerdings über das Dresdner Tor, nachdem Domi Kumbela Romain Brégerie am Strafraum ausgetanzt hatte (10.). Auch die Hausherren ließen ihrerseits aufhorchen, als Ken Reichel in höchster Not eine scharf getretene Flanke von Idir Ouali aus der Gefahrzone bugsierte (13.).

Die Blau-Gelben kontrollieren das Spiel

Die 27.513 Zuschauer im glücksgas Stadion sahen in der ersten halben Stunde eine ausgeglichen geführte Begegnung, bei der die Löwen das Spielgeschehen zwar weitestgehend kontrollierten, aber die wirklich zwingenden Torszenen zunächst ausblieben. Als Kumbela im Strafraum jedoch nahezu mustergültig von Reichel bedient wurde, sah es schon nach der Gästeführung aus, aber der Braunschweiger Stürmer platzierte seinen Kopfball nur neben dem Gehäuse von Benjamin Kirsten (30.). Der Schuss von Marc Pfitzner strich ebenfalls nur über die Querlatte des Dresdner Tores.

 

In der 37. Spielminute bekamen die Blau-Gelben die erste Ecke im Spiel zugesprochen, aber zunächst fand die Hereingabe keinen Abnehmer. Den Kopfball von Ermin Bicakcic im Nachsetzen konnte Kirsten nur mit Mühe zum erneuten Eckball klären. Kruppke löste sich im Strafraum sowohl von Robert Koch als auch von Mickael Poté und lenkte die Kratz-Ecke per Kopf unhaltbar in die Maschen (37.). Die Schwarz-Gelben fanden in der Folgezeit keine Mittel, um die taktisch gut agierende Lieberknecht-Elf in Bedrängnis zu bringen, sodass das die 1:0-Führung bis zum Pausenpfiff Bestand hatte.

Dresden schwächt sich selber

Die erste Strafraumszene nach Wiederanpfiff konnten die Blau-Gelben erneut für sich verbuchen. Kruppke tankte sich bis zur Grundlinie, doch die Abwehr der Hausherren klärte die Situation am Ende. Allerdings wurde schnell deutlich, dass Dynamo mit viel Dampf aus der Kabine kam. Die Dresdner gingen härter in die Zweikämpfe als zuvor und überschritten hierbei zum Teil die Grenze des Erlaubten. Da sich Brégerie binnen drei Minuten zu zwei taktischen Fouls hinreißen ließ, hatte Schiedsrichter Guido Winkmann keine andere Wahl, als den Spieler mit Gelb-Rot vom Platz zu stellen (51.). Nur 120 Sekunden später war es Koch, der Reichel von hinten regelwidrig in die Beine rauschte. Erneut hatte der Unparteiische keine Wahl und musste dieses Mal den Dresdner Kapitän mit Rot des Feldes verweisen.

 

Dies spielte Kruppke & Co. in die Karten und machte alles zunichte, was sich Dynamo Dresden für den zweiten Durchgang vorgenommen hatte. Die Löwen agierten fortan souverän, ließen sowohl den Ball als auch den Gegner laufen und schnürten die Loose-Elf phasenweise in der eigenen Hälfte ein. „Wir wollten nach den Platzverweisen mit Ruhe weiterspielen“, bestätigte Lieberknecht nach dem Spiel. Loose wollte die beiden Szenen nicht weiter analysieren, merkte jedoch an, dass sein Team zum letzten Mal gegen Greuther Fürth zwei Herausstellungen hinnehmen musste.

Kumbela setzt den Schlusspunkt


Zwar waren die Gastgeber immer wieder bemüht durch Standards noch einmal eine gefährliche Situation heraufzubeschwören, aber jubeln durften am Ende nur die Braunschweiger Fans. Reichel flankte in den Fünfmeterraum, wo Orhan Ademi zunächst am Leder vorbei rutschte. In seinem Rücken stand Kumbela hingegen goldrichtig und drückte in der 79. Spielminute den Ball unbedrängt zum 0:2 über die Linie.

Am Ende blieben die Löwen wieder einmal ohne Gegentor und fuhren verdient drei Punkte in der Ferne ein. Die nächste Begegnung wird am kommenden Samstag (ab 13 Uhr im Liveticker auf eintracht.com) im heimischen EINTRACHT-STADION gegen den Hauptstadt-Club Hertha BSC ausgetragen.

Gelungene Aktion gegen Rassismus

Die Sachsen liefen heute in einem Sondertrikot auf, dessen Brust der Slogan „LOVE DYNAMO – HATE RACISM“ zierte. Eintracht Braunschweig begrüßt diese Aktion ausdrücklich. „Wir distanzieren uns seit vielen Jahren von jeglicher Form des Rassismus. Die mit dieser Aktion verbundene klare Botschaft ist ein wichtiges Zeichen im Kampf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Daher unterstützen wir diese Maßnahmen ausdrücklich und uneingeschränkt. Für unser Heimspiel gegen Hertha BSC am kommenden Wochenende sind ebenfalls deutliche Zeichen gegen Rassismus und Extremismus geplant“, so Eintracht-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.

+++Das Spiel in voller Länge, eine Highlight-Zusammenfassung und die anschließende Pressekonferenz gibt es bei Eintracht-TV+++

Weitere Fotos gibt es in der Bildergalerie.

Die weiteren Ergebnisse des 10. Spieltags:

1. FC Kaiserslautern - SV Sandhausen 3:1 (2:1)

VfL Bochum - Hertha BSC 0:2 (0:0)

MSV Duisburg - FC Ingolstadt 04 0:2 (0:0)

Jahn Regensburg - 1. FC Köln 2:3 (1:0)

SC Paderborn - FC St. Pauli 1:1 (0:0)

Union Berlin - FSV Frankfurt 1:0 (1:0)

VfR Aalen - Energie Cottbus 1:1 (0:0)

1860 München - Erzgebirge Aue 1:1 (0:0)

Fotos: Agentur Hübner

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