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Samstag 31.08.2013

Eintracht kassiert 0:4-Pleite in Hamburg

Löwen warten weiter auf die ersten Punkte in dieser Saison

Hamburg - Am vierten Spieltag unterlag Eintracht beim Hamburger SV mit 0:4 (0:2). Gegen den Bundesliga-Dino hielten die Löwen vor 54.958 Zuschauern in der Imtech Arena nur in der ersten Hälfte mit und mussten sich nach Toren von van der Vaart (7.), Zoua (17.) und Calhanoglu (80./90.) am Ende deutlich geschlagen geben.

Wie bereits im Nordcup während der Saisonvorbereitung mussten die Blau-Gelben gegen den HSV in der Imtech-Arena eine Niederlage einstecken. Dabei verlief der Beginn der Partie vielversprechend aus Sicht der Löwen. Die Elf von Torsten Lieberknecht startete druckvoll und kam ihrerseits zur ersten Chance, aber der Schuss von Karim Bellarabi landete direkt in den Armen von Rene Adler (4.).

Hamburg agiert effektiv

Dass es auch anders geht, zeigten die Hanseaten in der siebten Spielminute. Mit der ersten echten Offensivaktion gelang den Hausherren der frühe Führungstreffer. Adler eröffnete mit seinem langen Pass den Spielzug und setzte Maximilian Beister in Szene, der im richtigen Moment in den Rücken der Abwehr passte. Rafael van der Vaart drückte die von Deniz Dogan abgefälschte Hereingabe im Rutschen an Daniel Davari vorbei über die Linie.

Die Gastgeber erhöhten in den Folgeminuten weiter den Druck und sowohl van der Vaart als auch Beister und Zoua tauchten immer wieder mit gefährlichen Aktionen im Eintracht-Strafraum auf. Folgerichtig sorgte ein Zusammenspiel der beiden letztgenannten für das 2:0. Beister setzte sich im Strafraum gegen Dogan durch und legte quer vors Tor, wo der freistehende Kameruner im Dienste des HSV mühelos einschieben konnte (17.).

Eintracht verpasst den möglichen Anschlusstreffer

Der mitgereiste Braunschweiger Anhang peitschte die eigene Mannschaft trotz des frühen Rückstandes weiter nach vorne, aber die Löwen hatten das Pech auf ihrer Seite, als Adler den Schuss von Simeon Jackson gerade noch mit dem Knie klären konnte (22.). Das Glück stellte sich hingegen im eigenen Strafraum ein, wo Norman Theuerkauf das Leder nach einer Ablage von Petr Jiracek an den Pfosten köpfte (30.). Die Zwei-Tore-Führung hatte schließlich bis zum Pausenpfiff Bestand, wobei sich die Gäste aus der Löwenstadt zunehmend zurück in die Partie kämpften.

Daher starteten beide Teams auch unverändert in die zweiten 45 Minuten und die ersten Offensivaktionen lagen erneut auf Seiten der Braunschweiger. Die Hintermannschaft des HSV gewann allerdings die Duelle gegen Domi Kumbela und Jackson, sodass ein möglicher Anschlusstreffer ausblieb. Es schien sich jedoch ein Abbild der ersten Halbzeit abzuzeichnen. Nach mutigen Anfangsminuten der Blau-Gelben übernahmen die Hanseaten das Geschehen auf dem Platz.

Während Heiko Westermann seinen Kopfball noch neben das Tor platzierte (55.), hielt Davari mit zwei guten Paraden gegen Zoua (57.) und Beister (59.) sein Team weiter im Rennen. Dass sich der Aufsteiger nicht verstecken und seinem Schicksal ergeben wollte, zeigten auch die Wechsel von Trainer Lieberknecht. Für den gelb-rot gefährdeten Theuerkauf kam Torsten Oehrl in die Partie und Mirko Boland ersetzte Jan Hochscheidt. Auch die Hamburger reagierten und brachten Hakan Calhanoglu für Kapitän van der Vaart.

Am Ende steht ein deutliche Niederlage
 

In der Schlussphase des Spiels sollte der Neuzugang vom Karlsruher SC gleich zweimal im Mittelpunkt stehen. 30 Sekunden nach seiner Einwechslung erzielte der Deutsch-Türke das 3:0. Zunächst setzte er sich mit einer Einzelaktion gegen Benjamin Kessel und Oehrl durch, ehe Davari seinen Schuss von halblinker Position durchrutschen ließ (80.). In der Schlussminute konnte sich Calhanoglu zum zweiten Mal in die Torschützenliste eintragen. Als Ersatz für van der Vaart in die Partie gekommen, wollte er seinem Kapitän auch bei Standards in nichts nachstehen. Aus 18 Metern zirkelte er einen direkt getretenen Freistoß ins linke obere Toreck und sorgte damit für den 4:0-Endstand.

Am kommenden Dienstag werden die Löwen um 18:30 Uhr zu einem Testspiel beim MTV Gifhorn im Flutmulde Stadion antreten. In der Bundesliga geht es am 15. September mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (17.30 Uhr) weiter.


Eintracht
Davari - Kessel, Bicakcic, Dogan, Reichel - Theuerkauf (64. Oehrl) - Bellarabi, Vrancic, Hochscheidt (64. Boland) - Kumbela, Jackson

Hamburger SV
Adler - Diekmeier, Westermann, Djourou (72. Sobiech), Lam - Badelj (30. Rincon) - Arslan, Jiracek - van der Vaart (79. Calhanoglu) - Zoua, Beister

Tore
1:0 van der Vaart
2:0 Zoua
3:0 Calhanoglu
4:0 Calhanoglu

Zuschauer
54958

Fotos: Agentur Hübner

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