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Dienstag 16.01.2018

Eintracht unterliegt 1:3

Löwen-Elf verliert Test gegen Hertha BSC II

Nach 10 Tagen Trainingslager in Benahavis starteten die Löwen am Montag in den zweiten Teil der Vorbereitung im heimischen Braunschweig. Bereits einen Tag später fand das nächste Testspiel gegen Hertha BSC II auf dem B-Platz am EINTRACHT-STADION statt. Gegen die Mannschaft von Trainer Ante Covic mussten sich die Blau-Gelben allerdings mit 1:3 geschlagen geben.

Beim ersten der beiden Testspiele binnen zwei Tagen ließ Torsten Lieberknecht gleich zehn seiner Akteure 90 Minuten lang spielen. Vor Marcel Engelhardt im Tor absolvierte Neuzugang Frederik Tingager an der Seite von Nico Kijewski in der Innenverteidigung sein drittes Spiel für die Eintracht. Im Sturm feierte Domi Kumbela sein langersehntes Comeback: Nach einem Haarriss im Fuß, den er sich am 1. Oktober im Ligaspiel gegen den FC St. Pauli zuzog, konnte der 33-Jährige erstmals wieder für die Löwen auflaufen.

Eckball bringt Berlin in Führung

Bei ungemütlichem Wetter um die drei Grad und zwischenzeitlichem Schneeregen tasteten sich beide Teams in der Anfangsphase zunächst ab. Das Spiel fand zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich im Mittelfeld statt, echte Torchancen gab es auf beiden Seiten nicht. In der 28. Minute erzielten die Herthaner schließlich nach einer Ecke die Führung: Am zweiten Pfosten landete der Ball bei Rico Morack, dessen Schuss von der Unterkante der Latte ins Tor sprang. Bei der Eintracht waren es in der Folge vor allem Domi Kumbela und Salim Khelifi, die den Weg vor das Tor der Berliner fanden. Khelifis Abschluss in der 32. Minute konnte im letzten Moment geblockt werden, sechs Minuten später parierte Torhüter Leon Brüggemeier nach einer Ecke einen Kopfball von Kumbela. Die beste Chance des ersten Durchgangs bot sich der Eintracht in der 44. Minute – der direkte Freistoß von Eros Dacaj ging jedoch knapp am linken Pfosten vorbei.

Hertha legt nach

In der zweiten Halbzeit ersetzte Nils Stettin aus der U23 Özkan Yildirim, ansonsten starteten die Löwen unverändert. Gefährlich wurde es in der 48. Spielminute, als ein Distanzschuss von Kumbela knapp am Tor vorbeiging. Fünf Minuten später traf Khelifi nach Vorarbeit von Louis Samson nur das Außennetz, Dacaj scheiterte kurz darauf knapp mit einem Fernschuss. Auf der Gegenseite wechselte Ante Covic durch und brachte fünf neue Kräfte ins Spiel. Engelhardt im Tor der Eintracht konnte sich in dieser Phase mehrfach auszeichnen, war beim 0:2 durch Nikos Zografakis in der 60. Minute allerdings machtlos.

Zwölf Minuten später erhöhten die Gäste erneut – Tahsin Cakmak erzielte das dritte Tor der Herthaner. In der 78. Minute gelang den Löwen schließlich der Anschlusstreffer, als Maximilian Sauer nach einer Ecke per Direktschuss ins linke untere Eck traf. In den letzten Spielminuten kamen die Blau-Gelben noch einmal zu Chancen, es blieb jedoch letztlich beim 1:3.

"Wissen, dass wir das können"

"Wir haben versucht, den Ball von hinten heraus laufen zu lassen, hatten aber einfach zu viele technische Fehler dabei", analysierte Kijewski im Anschluss. "Dadurch sind die Berliner zu Kontern gekommen, die sie dann auch genutzt haben." Dennoch ist der 21-Jährige zuversichtlich, dass die Löwen in den kommenden Partien stärker auftreten: "Wir müssen gerade im Ballbesitz ruhiger spielen – und wir wissen, dass wir das können. Morgen wollen wir es direkt besser machen und dann konzentrieren wir uns ganz auf das Spiel gegen Heidenheim."

"Im spielerischen Bereich haben wir heute natürlich einiges vermissen lassen", so auch Co-Trainer Darius Scholtysik. "Wir haben uns zu oft und zu einfach ausspielen lassen und so Torchancen zugelassen. Im Zweikampfverhalten müssen wir es besser machen.“ Zuversichtlich stimmte den Co-Trainer aber neben dem konditionellen Zustand der Mannschaft besonders das Comeback von Kumbela: "Sehr gut, dass er 90 Minuten lang durchgehalten hat. Zudem hatte er ja auch zwei oder drei gute Torchancen. Aber natürlich dürfen wir jetzt keine Wunder von ihm erwarten, er war schließlich sehr lange verletzt."

Das nächste Testspiel steht bereits morgen an. Um 15 Uhr treffen die Löwen auf den FC Energie Cottbus. Gegen den Tabellenführer der Regionalliga Nordost werden dann elf andere Akteure auf dem Platz stehen, sodass möglichst jeder 90 Minuten Spielpraxis sammeln kann. Die Partie gegen das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz ist dann gleichzeitig das letzte Testspiel, bevor es genau eine Woche später in der Liga gegen Heidenheim weitergeht.

Fotos: Agentur Hübner

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