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Donnerstag 07.02.2019

Eintracht-Urgestein wird 80!

Alles Gute, "Schnippel" Brase

Wolfgang Brase, seit Jahrzehnten von seinen Mannschaftskameraden und von Fans nur "Schnippel" gerufen, feierte am 7. Februar Tage mit seiner Frau in seinem langjährigen Urlaubsquartier auf der Insel Sylt seinen 80. Geburtstag. Er ist ein Kind des Siegfriedviertels (aufgewachsen in der Siegfriedstraße und seit Jahrzehnten in unmittelbarer Nachbarschaft zum EINTRACHT-STADION wohnend) und seit 73 Jahren Vereinsmitglied. Eintracht gratuliert ihm von Herzen und wünscht ihm alles Gute, insbesondere viel Gesundheit.

Brase stieß 1958 zu Eintrachts Oberligaligamannschaft und trug fast zehn Jahre lang das blau-gelbe Trikot. Der später von vielen Stürmern wegen seiner Schnelligkeit gefürchtete Verteidiger hatte seine Karriere als Angreifer begonnen. Er bestritt fast 300 Spiele für Eintracht, davon 97 Bundesligaspiele in Folge. Eine rätselhafte Viruserkrankung vor dem vierten Spiel der Meisterschaftssaison 1966/67 stoppte seine Karriere abrupt. So konnte allein sein Mannschaftskamerad Walter Schmidt 1966 auf 100 Bundesligaspiele in Folge zurückblicken. Bis heute wurmt es ihn sehr, dass er durch seine Erkrankung nicht einen größeren Beitrag zum Meisterschaftsgewinn leisten konnte. Während seines mehrmonatigen Krankenhausaufenthalts, unter anderem im Hamburger Tropenkrankenhaus, bekam Brase damals auch Besuch von seinen HSV-Gegenspielern Uwe Seeler und Charly Dörfel.

Spitzname "Schnippel"

Der gelernte Werkzeugmacher ist froh, dass er während seiner Bundesligazeit noch Maschinenbau studiert hat. Beruflich verschlug es ihn danach nach einem kurzen Auifenthalt bei der Fa. Schmalbach zu Volkswagen, wo er in der Qualitätssicherung - auch als Ausbilder - gearbeitet hat. Und wieso eigentlich "Schnippel"? Ganz einfach: Weil er mit seinem rechten Fuß innen und außen alles so schön anschneiden und entsprechende Flanken schlagen konnte - lange vor dem als Erfinder der "Bananenflanke" bekannt gewordenen HSV-Nationalspieler Manni Kaltz.

Mit seinen Mannschaftskameraden aus Bundesligazeiten ist Brase bis heute befreundet. Immer noch schwärmt er von der Feier zum 50. Jubiläum der Deutschen Meisterschaft mit den Fans am 3. Juni 2017 in der Stadthalle ("das hat uns alle sehr gerührt"). Auch bei den Spielen seiner Nachfolger im EINTRACHT-STADION fehlt er selten. Aktuell hofft Brase, dass die Mannschaft eine erfolgreiche Aufholjagd startet und den Abstieg noch vermeiden kann.

Foto: Nina Stiller

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