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Donnerstag 30.08.2018

„Es macht sehr viel Spaß mit den Jungs zu arbeiten“

U17-Trainer Sebastian Gunkel im Interview

VfB Stuttgart und SC Freiburg hießen die vorherigen Stationen von Sebastian Gunkel, der ab dieser Saison die U17 der Löwen trainiert. Am Wochenende startet der Fußballlehrer mit dem Heimspiel gegen den SV Werder Bremen II in die neue Saison der B-Junioren-Regionalliga Nord. Wir sprachen mit Gunkel über sein neues Arbeitsumfeld und die anstehenden Herausforderungen.

Sebastian, du bist jetzt seit gut zwei Monaten in Braunschweig. Wie sind denn deine Eindrücke vom neuen Arbeitsumfeld und der neuen Heimat?

Sebastian Gunkel: „Ich habe einen sehr guten Eindruck. Es ist ein sehr angenehmes Arbeiten hier bei der Eintracht und ich habe ein hervorragendes Trainer- und Funktionsteam vorgefunden. Ich habe bisher noch mit niemandem aus diesem Team hier zusammengearbeitet. Da ist es immer enorm spannend, wenn man sich kennenlernt und in der Vorbereitungsphase zusammen wächst. Alle sind hoch motiviert und engagiert, sowie sehr kompetent und bringen ihre Fähigkeiten voll mit ein. Da macht die Arbeit einfach unglaublich viel Spaß.“

Konntest du dir schon einen Eindruck der Stadt verschaffen?

Gunkel: „Dafür hatte ich bisher leider zu wenig Zeit. Ich bin mit meiner Familie hier her gezogen, wir wohnen aber nicht direkt in Braunschweig. Ich hatte bislang sehr viel zu tun, da fehlte schlichtweg die Zeit, zudem ist mein Sohn in einem Alter, dass er noch nicht allein zu Hause bleiben kann, daher beschränken sich die abendlichen Aktivitäten auf Zuhause. Wir hoffen, dass wir das in den kommenden Wochen und Monaten ein bisschen nachholen können.“

Du hast zuvor in Freiburg und Stuttgart gearbeitet. Was hat für dich den Ausschlag gegeben, zur Eintracht zu kommen?

Gunkel: „Ich habe vergangene Saison eine Woche im NLZ hospitiert und ein sehr familiäres Umfeld vorgefunden. Als junger Familienvater muss man halt schauen, wo die Prioritäten liegen. Mir war es wichtig, in ein Umfeld zu kommen, welches familiär ist, wo man sich gegenseitig unterstützt und wo auch inhaltlich gut gearbeitet wird und wo ich auch ein Stück weit aktiv mit an der Weiterentwicklung arbeiten kann.“

Was ist denn dein Eindruck von deiner neuen Mannschaft?

Gunkel: „Die Jungs spielen bereits schon über einen längeren Zeitraum zusammen, was man täglich spürt. Sowohl bei den Spielern, als auch bei den Eltern und allem Drumherum. Es herrscht schon ein großer Zusammenhalt, es wird füreinander gearbeitet und gespielt. Insgesamt ist der Eindruck sehr positiv. Die Jungs befinden sich in einem spannenden Alter, wo sehr viel passiert. Für sie ist es einer der letzten Schritte im Jugendbereich und der Übergang vom Aufbau- in den Leistungsbereich, wo wir sie begleiten. Es macht viel Freude, mit den Jungs zu arbeiten.“

Am Wochenende startet ihr in die neue Saison in der B-Junioren-Regionalliga. Was erwartest du in der Spielklasse?

Gunkel: „Wir treffen auf viele zweite Mannschaften aus den Leistungszentren, wie Werder Bremen zum Auftakt und im weiteren Verlauf auf die U16-Teams des HSV, Holstein Kiel und aus Wolfsburg. Dazu kommen die U17-Teams aus den Nachwuchs-Abteilungen vom VfL Osnabrück und vom SV Meppen, sowie die eine oder andere Spielgemeinschaft. Zudem kommen Teams auf uns zu, bei denen Jungs spielen, die es beispielsweise in den Leistungszentren nicht geschafft haben und zu ihren Heimatvereinen zurückgekehrt sind und dementsprechend auch eine gute Ausbildung genossen haben. Wir werden auch auf unterschiedliche Platzbedingungen treffen, gerade in der Winterzeit. Grundsätzlich wird es eine spannende Liga. Ich bin sehr gespannt, da ich bisher viel im Süden gearbeitet habe und es für mich auch gewissermaßen Neuland ist.“  

Ihr habt eine lange Vorbereitung hinter euch. Glaubst du, dass ihr optimal vorbereitet seid?

Gunkel: „Grundsätzlich gibt es bei einer U17-Mannschaft viel zu tun, was nicht in sechs Wochen so einfach erledigt ist. Wir hatten mit der Hitzewelle zu kämpfen, da konnte man nicht immer alles nach Plan umsetzen. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir sehr gut gearbeitet haben. Es gab relativ wenige Ausfälle, daher glaube ich schon, dass wir gut gewappnet sind.“

Wie wird die neue U17 spielen?

Gunkel: „Wir wollen gut und kompakt verteidigen, aber den Gegner auch situativ unter Druck setzen. Aus einen geordneten Positionsspiel wollen wir immer wieder kombinieren und uns gute Chancen erarbeiten. Nach Ballgewinnen wollen wir auch gut umschalten. Die Räume, die uns der Gegner bietet, wollen wir auch nutzen. Die Jungs sollen auf dem Platz in der Lage sein, selber Lösungen zu finden.“

Was sind eure Saisonziele?

Gunkel: „Als NLZ haben wir den Anspruch, uns mit den Besten zu messen, was nur auf der höchsten Ebene funktioniert. Da sind wir aktuell nicht und wollen dementsprechend schnell wieder dorthin.“

Welche Schlagzeile würdest du gerne am Ende der Saison über euch lesen?

Gunkel: „Ich glaube, da sind die Leute, die im journalistischen Bereich tätig sind, kreativer als ich und lassen sich etwas Gutes einfallen.“

Foto: eintracht.com

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