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Mittwoch 15.08.2018

"Froh, wieder hier zu sein"

U23-Rückkehrer Marc Pfitzner im Interview

 

 

Mit Marc Pfitzner kehrte vor knapp zwei Wochen ein Ur-Löwe zur U23 der Eintracht zurück. Nach nicht mal einer Woche Training mit der Mannschaft stand „Pfitze“ beim Oberliga-Auftakt gegen den MTV Wolfenbüttel (0:1) gleich in der Start-Elf und führte das Team als Kapitän auf das Feld. Wir trafen den defensiven Mittelfeldspieler und sprachen mit ihm über seine Rückkehr und die ersten Eindrücke.

Pfitze, nochmals herzlich willkommen zurück! Wie ist es dir die vergangenen zwei Jahre in Bremen ergangen?

Marc Pfitzner: „Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt weggehen sollte, denn für mich gab es vor zwei Jahren schon die Möglichkeit bei der U23 einzusteigen. Ich wollte dann aber doch nochmal raus und habe die Möglichkeit bekommen, in Bremen 3. Liga zu spielen. Zudem konnte ich dort meine Trainerscheine machen und im dortigen NLZ erste Erfahrungen sammeln. Die Zeit habe ich genutzt und denke, dass es rückblickend die richtige Entscheidung war. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und ich konnte viele neue Leute kennenlernen. Jetzt bin ich aber froh, wieder hier zu sein.“

Wie kam der Wechsel an alte Wirkungsstätte zustande?

Pfitzner: „Ich habe die Entwicklungen natürlich stets verfolgt und hatte auch schon mit Henning Bürger Kontakt gehabt. Durch den Abstieg und den Trainerwechsel hat es sich dann etwas hingezogen. Ich freue mich aber, dass es alles geklappt hat und ich zufrieden mit meiner Situation hier sein kann.“

Du hast deinen Weg 2005 bei der U23 der Löwen begonnen. Erzähl doch mal, was sich seitdem so verändert hat!

Pfitzner: „Schon allein die Infrastruktur am Stadion hat sich komplett weiterentwickelt. Wenn ich mir unsere Kabine anschaue und den Vergleich mit der Bremen auf Platz 11 ziehe, ist da schon ein riesiger Unterschied. Solche Bedingungen wie bei uns haben manche Drittligisten. Es ist alles viel professioneller geworden und es macht unglaublich viel Spaß hier. Vom Funktionsteam ist Frank Demaré noch immer da, Heinz Seifert ist ja leider kürlich verstorben. Auch Flo Horn kannte ich bereits, da ich damals mit seinem heutigen Schwager zusammengespielt habe.  

Dein neuer Trainer ist mit Deniz Dogan ein alter Mitspieler. Wie ist es unter ihm zu spielen?

Pfitzner: „Ich war gespannt darauf, wie es ist und wie Dogi auftritt, da es ja auch sein erstes Jahr als Cheftrainer ist. Aber ich muss sagen, dass er alles im Griff hat. Wie er die Mannschaft führt ist super und die Spieler bringen ihm den nötigen Respekt entgegen. Wir kennen uns zwar schon seit Ewigkeiten, aber das Verhältnis ist klar gestellt, dass er der Trainer ist und ich ihn als erfahrener Spieler in der Mannschaft so gut wie möglich unterstütze.“  

Was hast du bisher für einen Eindruck von der Mannschaft?

Pfitzner: „Die Mannschaft funktioniert komplett. Das sind alles richtig gute Jungs, die super drauf sind. Man kann schon sagen, dass wir ein Team sind und richtig zusammenhalten. Es ist klar, dass immer wieder Spieler von oben runter kommen, was ja auch im ersten Spiel der Fall war, aber auch die fügen sich super ein. Das Klima ist wirklich großartig.“

Den Start in die Oberliga habt ihr euch sicherlich anders vorgestellt. Wie war die Niederlage aus deiner Sicht?

Pfitzner: „Das war sehr ärgerlich. Wenn man das blanke Ergebnis sieht, ist das enorm enttäuschend. Dem Spielverlauf entsprechend hätte es nur einen Sieger geben dürfen. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir offensiv nicht genug Lösungen gefunden haben, um ein Tor zu erzielen. Obwohl wir zum Ende hin sogar vier bis fünf hundertprozentige Chancen hatten. Hinten haben wir kaum etwas zugelassen. Dass das Spiel letztendlich durch ein Tor aus 60 Metern entschieden wird passt zu der Partie. Solche Tage gibt es und wir sind alle verärgert und enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben.“

Was erwartest du generell von der Oberliga?

Pfitzner: „Ich kann es überhaupt nicht abschätzen, wie die Qualität der Liga ist und kann auch nicht sagen, wo der MTV Wolfenbüttel letzten Endes steht. Das wird sich erst nach vier bis fünf Spielen abzeichnen. Es werden aber auch noch andere Kaliber auf uns zukommen. Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann bin ich überzeugt, dass wir unsere Spiele gewinnen werden.“  

Am Sonntag empfangt ihr zum ersten Heimspiel TB Uphusen. Aus was stellst du dich ein?

Pfitzner: „Da kann ich nicht viel zu sagen. Dogi hat gesagt, dass es keine Rolle spielt, gegen wen wir spielen. Ob das nun ein Trainingsspiel gegen die Profis ist, oder ob es in der Vorbereitung gegen unterklassige Gegner ist, der Trainer hat seine Spielidee, die wir durchsetzen müssen. Wir konzentrieren uns jetzt voll und ganz auf uns und wollen das erste Heimspiel gegen TB Uphusen gewinnen und alles dafür tun, dass wir die ersten drei Punkte einfahren.“

Vielen Dank fürs Interview und viel Erfolg am Wochenende!

 

 

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