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Mittwoch 02.01.2019

„Haben uns neu ausgerichtet“

Dennis Kruppke lässt Hinrunde Revue passieren

Die NLZ-Teams befinden sich in ihrem wohlverdienten Winterurlaub. Wir sprachen bereits mit Sascha Eickel, Sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, über das sportliche Abschneiden der NLZ-Teams in der abgelaufenen Hinrunde. Doch auch abseits des Platzes hat sich wieder einiges getan im Sportpark Kennel. Wir trafen Dennis Kruppke, Organisatorischer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, zum Rückblick-Interview.

Dennis, wie würdest du insgesamt das vergangene halbe Jahr im Sportpark Kennel beschreiben?

Dennis Kruppke: „Turbulent würde ich sagen. Nicht nur die erste Mannschaft musste sportlich absteigen, auch unsere Leistungsmannschaften U19 und U17 haben es nicht geschafft, die Junioren-Bundesliga zu halten. Trotzdem konnten wir bei der Zertifizierung unserer Nachwuchsarbeit unser hervorragendes Ergebnis von drei Sternen bestätigen. Nach den sportlichen Abstiegen fand im Sommer ein Umbruch statt. Wir haben mit Sascha Eickel einen neuen Sportlichen Leiter im NLZ installiert und uns neu ausgerichtet.“

Du sprichst es bereits an, bei der Zertifizierung durch den DFB und die DFL konnte erneut mit drei Sternen abgeschnitten werden. Wie bewertest du das Ergebnis?

Kruppke: „Erneut mit drei Sternen ausgezeichnet worden zu sein, zeigt, dass wir inhaltlich hervorragende Arbeit leisten, auch wenn wir weiterhin noch Optimierungspotential haben. Dieses Ergebnis ist nicht selbstverständlich und zeigt, wie sehr unsere Mitarbeiter ihr Herzblut investieren. Der Verein hat in den vergangenen Jahren viel investiert und neben der Optimierung der infrastrukturellen Gegebenheiten auch die Anzahl der hauptamtlichen und nebenberuflichen Mitarbeiter stetig erhöht. Die Nachwuchsarbeit spielt nun nach der sportlichen Neuausrichtung und dem Abstieg der ersten Mannschaft in die 3. Liga eine herausragende Rolle und wir wollen weiter Vollgas geben und uns nicht auf dem Ergebnis ausruhen. Wir werden weiterhin unsere mittel- und langfristigen Ziele verfolgen, junge Talente bestmöglich auf den Senioren-Bereich vorzubereiten und dahingehend zu entwickeln, dass sie den Sprung in den Profi-Kader schaffen können.“

Wo siehst du aktuell noch Handlungsbedarf?

Kruppke: „Handlungsbedarf gibt es immer. Wir sind noch lange nicht am Ende unserer Entwicklung angekommen. Unsere Durchlässigkeit nach oben wollen wir weiter erhöhen. Das geht nur über den Weg einer ganzheitlichen, guten Ausbildung. Dafür die Grundlagen zu schaffen, treibt uns Tag für Tag an.

Es wurde zu dieser Saison auch ein Wechsel auf der Position des Sportlichen Leiters vorgenommen. Wie läuft deine Zusammenarbeit mit Sascha Eickel?

Kruppke: „Die Zusammenarbeit mit Sascha läuft ganz hervorragend. Wir sind täglich im Austausch, da wir uns ein Büro teilen, funktioniert das auf kurzem Dienstweg super. Wir verstehen uns sehr gut und es herrscht eine sehr gute Arbeitsatmosphäre. Unsere Tür steht für jeden Trainer und Mitarbeiter stets offen und wir treffen wichtige Entscheidungen stets gemeinsam. Im Großen und Ganzen sind wir uns meist einig.“

Was lief sonst noch abseits des Platzes?

Kruppke: „Wir haben einige neue Kooperationen gestartet. Es gab einige Aktionen mit der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Dort haben wir unseren Nachwuchsspielern gemeinsam berufliche Möglichkeiten aufgezeigt, sollte es mit einer Profi-Karriere nicht klappen. Wir sind in einige Betriebe gegangen und die Jungs hatten die Gelegenheit direkt in bestimmte handwerkliche Tätigkeitsfelder praxisnah hinein zu schnuppern. Mit der Barmer haben wir im NLZ einen neuen Kooperationspartner, der die Spieler und unsere Mitarbeiter in Sachen Gesundheit mit verschiedenen Workshops unterstützt. Das erstreckt sich über die Themenfelder gesunde Ernährung bis hin zu Erholung und Work-Life-Balance. Eine weitere Zusammenarbeit gibt es mit der DFL Stiftung und der Robert Bosch Stiftung. Wir nehmen am Pilot-Projekt „Jugend-Trainer-STÄRKEN“ teil, bei dem einige unserer Trainer, sowie Übungsleiter aus regionalen Vereinen gemeinsam geschult werden.“

Es haben auch umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen der Büroräumlichkeiten stattgefunden. Erkläre doch mal, was sich alles verändert hat.

Kruppke: „Der Umbau ist noch nicht abgeschlossen, wir sind zurzeit noch mitten in den Modernisierungsmaßnahmen. Zunächst einmal wurde das Atrium, in dem sich der Kraftraum, das Großraum-Trainerbüro, die U19-Kabine, sowie einige Mitarbeiterbüros befanden, umgestaltet. Dort ist der komplette Physio-Bereich untergekommen mit drei großzügigen Behandlungsplätzen. Zudem ist die U17 aus dem Kabinentrakt ins Atrium gewechselt, so dass die beiden ranghöchsten Leistungsmannschaften dort ihre Kabinen haben. Zudem befinden sich noch ein Büro der Videoanalysten und ein Mannschaftsbesprechungsraum, sowie unser Materiallager dort. Die Trainer und Mitarbeiter haben ihre Arbeitsplätze nun im Hauptgebäude direkt über den Kabinen. Die vormals große Gastbereich wurde halbiert, im hinteren Teil befinden sich nun die Büros der Trainer, Scouts, der Organisation, der NLZ-Pressestelle, sowie der Leitung. Hinzu kommt auch ein kleiner Besprechungsraum für unseren regelmäßigen Austausch. Auch der Kabinengang und die einzelnen Mannschaftskabinen wurden einer Modernisierung unterzogen und in blau-gelb gehalten. Ich denke, dass wir durch diese Maßnahmen eine gute Grundlage zum konstruktiven Arbeiten geschaffen haben, in der sich unsere Mitarbeiter auch wohlfühlen können. Wie gesagt sind wir aber noch nicht am Ende des Ganzen.“

Welche Projekte werdet ihr in der Rückrunde anschieben?

Kruppke: „Projekte gibt es immer. Zunächst wollen wir den Umbau möglichst schnell zu Ende bringen, damit ein reibungsloser Arbeitsablauf gewährleistet ist und unsere Spieler beste Voraussetzungen für ihre individuelle Weiterentwicklung haben. Eine Baustelle sind in Zukunft sicherlich noch ein Teil der Trainingsplätze, die irgendwann erneuert werden sollten.“  

Fotos: eintracht.com

 

 

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