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Mittwoch 02.12.2015

„Ich arbeite gern für das Team“

Mads Hvilsom im Interview

Das Startelf-Debüt im blau-gelben Trikot vor heimischer Kulisse liegt hinter Mads Hvilsom. Der dänische Neuzugang rechtfertigte seine Aufstellung gegen Bochum bereits mit der Torvorlage zum 1:0-Siegtreffer der Löwen. Nach der emotionalen Partie war auch Hvilsom sichtlich glücklich und begeistert von der tollen Atmosphäre im EINTRACHT-STADION. Im Interview mit eintracht.com spricht der 23-Jährige darüber hinaus über sein hohes Laufpensum, das anstehende Spiel gegen Düsseldorf und den Braunschweiger Weihnachtsmarkt.

Es war ein spannendes Spiel gegen Bochum, mit dem glücklicheren Ende für die Löwen. Wie fällt dein Resümee mit ein paar Tagen Abstand aus?

Mads Hvilsom: Es war einfach ein schöner Abend im Stadion, Heimsiege sind immer toll. Es war ein Duell gegen einen guten Gegner, der in dieser Saison bereits starke Leistungen gezeigt hat. Wir haben vielleicht nicht unsere beste Partie gezeigt, aber viel gekämpft. Beide Teams hatten die Möglichkeit, Tore zu erzielen. Das Glück war am Ende ein wenig mehr auf unserer Seite und Giki hat die drei Punkte festgehalten. Wenn du die richtige Einstellung und Mentalität mitbringst, gewinnst du diese Spiele.

Du hast direkt nach dem Spiel gesagt, dass du noch einiges an deiner Leistung verbessern möchtest. Rein physisch hast du starke Werte geliefert, hast ein hohes Laufpensum gezeigt. Woran möchtest du noch arbeiten?

Hvilsom: Natürlich möchte ich als Stürmer Tore erzielen. Darum geht es, dafür und um Chancen zu kreieren bin ich hier. Ich hoffe, dass ich das mit der Zeit und weiteren Spielen bald auf dem Platz umsetzen kann. Ich werde im Training weiter hart arbeiten, um mich zu entwickeln. Ich muss mich auch noch weiter an das hohe Level hier gewöhnen. Es war ein toller Start, ich habe alles geben. Nun gilt es, was gegen Bochum noch nicht so gut gelaufen ist, zu verbessern. Was die Laufleistung angeht, ist es grundsätzlich so, dass ich sehr hart für das Team arbeite und kämpfe. Das ist mein Spiel und so möchte ich, wenn mir selbst kein Treffer gelingt, der Mannschaft weiterhelfen. Es geht auch darum, die gegnerischen Verteidiger müde zu machen. Aber es stimmt, dass ich gern viel laufe. Da werde ich nicht allzu schnell müde, auch ein Laktattest ist ganz ok (lacht).

Inwiefern haben dir die Einsätze in Eintrachts U23 geholfen, dich weiterzuentwickeln?

Hvilsom: Ich spiele gern für die U23. Ich hatte keinen ganz einfachen Start hier. Wenn du zu einem neuen Club kommst, hoffst du natürlich so schnell wie möglich auf dem Platz zu stehen. Man muss bei wenig Einsatzzeit aufpassen, nicht das Selbstbewusstsein zu verlieren. Man denkt vielleicht auch zu viel nach, was nicht der richtige Weg ist. Die Möglichkeit, über 90 Minuten in der U23 zu spielen, war sehr gut und hilft dabei, bereit zu sein, wenn es soweit ist. Auch die erzielten Tore dort haben mir Selbstvertrauen gegeben, was ich hoffentlich auch bald auf die 2. Bundesliga übertragen kann.

Mads Hvilsom im Pokalspiel beim Halleschen FC //Foto: Agentur Hübner

Es war dein Startelf-Debüt im EINTRACHT-STADION, Freitagabend bei Flutlicht, drei Punkte für dein Team. Diese 90 Minuten haben doch sicherlich Lust auf mehr gemacht…

Hvilsom: Ja sicherlich. Davon habe ich geträumt, seitdem ich in Braunschweig bin. Ich war schon bei einigen Siegen im EINTRACHT-STADION dabei und habe mir danach natürlich gewünscht, im Aufgebot zu sein. Das war am Freitag der Fall und es war fantastisch, das Stadion, die Atmosphäre und den Sieg so zu erleben. Auch das etwas dramatische Ende mit dem gehaltenen Elfer von Giki hat zu dieser Gefühlsachterbahn beigetragen. Kleinigkeiten haben an diesem Abend den Unterschied gemacht, es war ein tolles Debüt für mich.

Nach einer kurzen Woche spielt ihr nun erst wieder am Montag. Was weißt du über euren kommenden Gegner Fortuna Düsseldorf?

Hvilsom: Es ist natürlich nicht ganz einfach, nach einer relativ kurzen Zeit hier, die Gegner einzuschätzen. Ich war aber bereits in Düsseldorf und was das Sportliche angeht, wird uns der Trainer  vorbereiten. Aber ich habe zumindest schon die Erfahrung gemacht, dass jedes Team in der 2. Bundesliga eine hohe Qualität hat. Davon ist also immer auszugehen.

Die 2. Bundesliga gilt vor allem aktuell als sehr ausgeglichen und unberechenbar. Wie schätzt du sie das ein?

Hvilsom: Es gibt keine übermächtige Mannschaft. Jeder kann jeden schlagen. Und jeder kann auch überrascht werden von Stärken, die man bei dem anderen Team nicht erwartet. Daher gilt für uns, in jedem Spiel aufs Neue fokussiert zu bleiben. Wir brauchen ein hohes Level, Stabilität und müssen bis zum Ende hart arbeiten, insbesondere weil viele Teams in der Tabelle sehr dicht beisammen sind.

Die Adventszeit hat begonnen. Warst du schon auf dem Braunschweiger Weihnachtsmarkt?

Hvilsom: Ja, ich war bereits da. Ich hatte am vergangenen Wochenende zwei Freunde aus Dänemark zu Besuch, die sich auch die Partie gegen Bochum angesehen haben. Die beiden waren das erste Mal in Deutschland und ich wusste bereits, dass Weihnachtsmärkte hier einen hohen Stellenwert haben. Am Samstag sind wir gemeinsam dort gewesen und es war wirklich sehr schön. Ich freue mich auch sonst schon auf Weihnachten mit der Familie. Vorher wollen wir natürlich noch gute Spiele abliefern, um mit einem guten Gefühl in die Pause gehen zu können.

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