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Freitag 28.12.2018

„Individuelle Ausbildung vorantreiben“

Sascha Eickel lässt Hinrunde sportlich Revue passieren

Die NLZ-Teams befinden sich in ihrem wohlverdienten Winterurlaub. Zeit, die sportliche Bilanz einmal Revue passieren zu lassen. Wir sprachen mit Sascha Eickel, Sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, über die abgelaufene Hinrunde und das Abschneiden der einzelnen Mannschaften.

Sascha, wie würdest du insgesamt das sportliche Abschneiden aller NLZ-Teams in der Hinrunde bewerten?

Sascha Eickel: „Insgesamt kann ich mit dem Abschneiden der einzelnen Mannschaften in den jeweiligen Altersklassen zum jetzigen Zeitpunkt durchaus zufrieden sein.“

Wo siehst du noch Handlungsbedarf?

Eickel: „Handlungsbedarf gibt es immer. In jeder Trainingseinheit sind wir bestrebt, die Leistungsfähigkeit unserer Spieler zu optimieren, an Stärken zu arbeiten und Schwächen abzustellen. Das oberste Ziel ist es, die individuelle Ausbildung der Jungs voranzutreiben und darüber hinaus Prozesse innerhalb der einzelnen Mannschaften zu optimieren.“

Die U19 hat in der Hinrunde einige Punkte liegen gelassen. Wie schätzt du die Chancen aufzusteigen ein?

Eickel: „Wir sind mit einer Mannschaft, die sich vor allem aus Jungjahrgängen zusammensetzt, in die Saison gegangen und haben das Ziel formuliert, um die Aufstiegsplätze mitzuspielen. Insgesamt haben wir tatsächlich einige Punkte liegen gelassen, zum Beispiel haben wir viermal unentschieden gespielt. Von diesen Partien hätten wir drei auf jeden Fall gewinnen können. Das sind eben diese Punkte, die uns fehlen, um ganz oben mitspielen zu können. Wir haben einen Punkteschnitt von zwei Zählern pro Spiel, was ordentlich ist. Allerdings haben wir in diesem Jahr mit Holstein Kiel ein Team dabei, das außer beim Remis gegen uns alles konstant gewonnen hat. Mit Eimsbüttel und dem JFV Nordwest sind zwei weitere Mannschaften konstant oben mit dran.“

Erwartest du einen Vierkampf um die Aufstiegsplätze?

Eickel: „Letztendlich sind wir darauf angewiesen, dass die anderen Mannschaften auch Punkte liegen lassen. Wir müssen nur auf uns schauen und unsere Spiele erfolgreich bestreiten. Ich denke, dass Holstein Kiel die konstanteste Mannschaft ist, was die Ergebnisse zeigen. Wenn sie nicht einen totalen Einbruch bekommen, wird es sehr schwierig, dieses Team noch einzuholen. Die übrigen drei Mannschaften werden sich meiner Meinung nach um den Relegationsplatz streiten, wobei wir durch unseren Punkterückstand da aktuell noch ein kleines Handicap haben. “

Die U17 ist mitten drin im Aufstiegsrennen. Was hat die Mannschaft besonders ausgezeichnet?

Eickel: „Vor allem die Konstanz der gezeigten Leistungen. In dieser Liga spielen viele zweite Mannschaften, wo wir die Situation haben, dass wir aktuell drei Punkte Vorsprung auf das Team haben welches ebenfalls aufsteigen darf. Wir haben da zurzeit die besten Karten im Aufstiegsrennen. In nur wenigen Spielen hat die Mannschaft Punkte liegen gelassen, wie zum Beispiel beim 3:3 gegen das JLZ Emsland oder die 0:1-Niederlage gegen den HSV II. Besonders im oberen Bereich ist diese Liga sehr ausgeglichen, daher hat es die U17 bislang ganz hervorragend gemacht und steht völlig verdient oben.“

Bei der U16 ging es turbulent zu. Die Mannschaft befindet sich im Abstiegskampf und auch ein Trainerwechsel wurde vollzogen. Wie wichtig ist der Klassenerhalt des Teams?

Eickel: „Durch den Weggang von Jonas Stephan zu den Profis direkt vor der Saison mussten wir schauen, welche kurzfristigen Möglichkeiten wir haben, ihn zu ersetzen. Es gab einige Dinge, die es erschwert haben, dass die Mannschaft in der Vorbereitung die notwendige Sicherheit bekommen hat. Zum Beispiel mussten wir einige verletzungsbedingte Ausfälle kompensieren. Wir haben zuletzt noch einen Trainertausch vorgenommen und mit Malte Froehlich als Cheftrainer der Mannschaft aus den vergangenen beiden Partien vier Punkte geholt. Das Team macht einen stabileren Eindruck, als zu Beginn und wird die Vorbereitung nutzen, um sich weiterzuentwickeln, was gerade bei U16-Mannschaften häufig der Fall ist. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir in diesem Bereich vorwiegend gegen U17-Teams spielen und die körperliche Situation eine große Rolle spielt.“  

Nach anfänglichen Problemen konnte sich die U15 stabilisieren und gerade mit dem 4:1-Überraschungserfolg über den Hamburger SV für Furore sorgen. Wie bewertest du die Leistung dieses Teams?

Eickel: „Die U15 hat mit dem vorhandenen Potential eine sehr gute Serie gespielt. Alle Spiele gegen die Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich konnten relativ souverän gewonnen werden. Nicht zuletzt durch diesen überragenden 4:1-Erfolg über den HSV haben wir die Grundlage geschaffen, wo wir uns in der Rückrunde wenig Sorgen machen müssen, dass diese Mannschaft noch in den Abstiegsstrudel gerät. Auch die individuelle Entwicklung der einzelnen Spieler ist hervorzuheben, so dass ich mit dem Abschneiden unserer C-Junioren mehr als zufrieden bin.“

Anders als im vergangenen Jahr spielt die U14 eine gute Rolle und befindet sich in sicheren Gefilden. Was ist für die Jungs noch drin?

Eickel: „Die U14 spielt in der Landesliga eine sehr gute Runde. Hier geht es aber vor allem darum, die Spieler auf das kommende Jahr in der C-Junioren-Regionalliga vorzubereiten. Wir haben regelmäßig Jungs bei den Landesauswahlen dabei, was zeigt, dass hier sehr gute Arbeit geleistet wurde und sich die Jungs schon jetzt gut weiterentwickelt haben, was dann auch positive Ergebnisse mit sich bringt.“

Die U13 hat eine lange Durststrecke hinter sich mit neun Niederlagen in Folge. Woran hat es dort gelegen?

Eickel: „Die U13 spielt in einer C-Junioren-Spielklasse, in der sie Woche für Woche auf Teams treffen, die zwei Jahre älter sind. In vielen Spielen waren wir daher körperlich unterlegen, fußballerisch aber häufig die bessere Mannschaft. Auch hier geht es vorrangig um die Ausbildung, daher sind die Ergebnisse zweitrangig.“

Die U12 wird erstmals von Frank Elstner trainiert und liefert ordentlich ab. Was kannst du über dieses Team sagen?

Eickel: „Die U12 ist unser jüngstes Team und auch hier steht die Ausbildung im Vordergrund. Es geht darum, die Spieler, die erstmalig in ein NLZ kommen zu begleiten und an eine höhere Trainingshäufigkeit zu gewöhnen. Zudem gilt es, sie in Vergleichen mit anderen Nachwuchsleistungszentren langsam an das Niveau heranzuführen.“

Fotos: eintracht.com/ Torsten Utta/ Stefan Schneider

 

 

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