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Donnerstag 12.04.2018

Löwen erhalten Zertifikat für Sicherheits­management

Behinderten-Fanbeauftragter ebenfalls mit Gütesiegel

Eintracht Braunschweig hat erneut das Zertifikat für „Sicherheitsmanagement im Profifußball“ von der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhalten.

Durchgeführt wurde die Zertifizierung von Auditoren der DEKRA Certification GmbH, die im Februar 2018 das Sicherheitsmanagement-System des Vereins vor Ort überprüft haben. Hierzu wurden die Umsetzung von definierten sicherheitstechnischen Abläufen, die Zusammenarbeit mit lokalen Sicherheits- und Netzwerkpartnern sowie interne sicherheits- und spieltagsrelevante Prozesse im Bereich der Organisation unter die Lupe genommen. Dazu gehörte auch eine teilnehmende Beobachtung beim Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, bei der die Auditoren im Praxistest überprüfen konnten, wie die Sicherheitsmaßgaben auf organisatorischer und operativer Ebene umgesetzt werden.

„Im Rahmen unserer Heimspiele führen wir jedes Jahr rund 20 Großveranstaltungen mit über 400.000 Besuchern durch, wobei die Sicherheit aller Fans, Mitarbeiter und Sportler oberste Priorität hat“, betont Soeren Oliver Voigt, Geschäftsführer der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA. „Wir freuen uns sehr, das Zertifikat erneut erhalten zu haben, denn dieses Gütesiegel ist das Ergebnis vieler guter Kooperationen mit allen relevanten Ansprechpartnern, die seit vielen Jahren bestehen. Während der Zertifizierung ist noch einmal deutlich geworden, dass die Anforderungen im Bereich der Veranstaltungssicherheit immer komplexer werden. Durch unsere professionelle Arbeit können wir ihnen gerecht werden und sind diesbezüglich auch für die Zukunft gut aufgestellt.“

Die Löwen erhielten das Zertifikat, das eine dreijährige Laufzeit hat, nach 2015 bereits zum zweiten Mal. Damals waren die Blau-Gelben einer von fünf Clubs, die die Pilotphase erfolgreich durchliefen. Inzwischen werden alle Vereine der drei Profiligen regelmäßig zertifiziert, um die bereits bestehenden hohen Sicherheitsstandards in Deutschland weiter zu optimieren.

Behinderten-Fanbeauftragter erhält ebenfalls Gütesiegel

Patrick „Pöödy“ Leonardi, der seit über zehn Jahren als Behinderten-Fanbeauftragter für die Eintracht tätig ist, hat als einer der ersten zwölf Absolventen von Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga Ende Februar einen neu angebotenen Kurs zum „Zertifizierten Behinderten-Fanbeauftragten“ erfolgreich abgeschlossen. In Zusammenarbeit mit der Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) Mannheim unterstützt die Deutsche Fußball Liga (DFL) diese praxisorientierte Weiterbildungsmaßnahme für Behinderten-Fanbeauftragte der Vereine und somit ein modernes Qualifizierungsangebot für ihre Arbeit.

„Es ist sehr erfreulich, dass wir auch hier zu den ersten Clubs gehören, die dieses Zertifikat erhalten, denn das Thema Inklusion ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit“, so Voigt. „Patrick ‚Pöödy‘ Leonardi engagiert sich seit vielen Jahren dafür, als Bindeglied zwischen Verein und Menschen mit Behinderung die Abläufe an Heimspieltagen so reibungslos wie möglich zu gestalten. Auch auf diesem Gebiet arbeiten wir an einer ständigen Entwicklung.“

„Mit der Einführung des Zertifikatskurses setzen wir eine weitere Maßnahme im Bereich des Fan- und Zuschauermanagements für mehr Service und Sicherheit im Fußball um“, sagt Ansgar Schwenken, DFL-Direktor Fußball-Angelegenheiten & Fans: „Hervorragend ausgebildete Fachkräfte sind die Basis, um den Service und die Sicherheit aller Zuschauer, ob mit oder ohne Behinderung oder Benachteiligung, in den Stadien zu gewährleisten."

Durch die neu konzipierte Weiterbildung zum Zertifizierten Behinderten-Fanbeauftragten werden die Kompetenzen dieser für eine inklusive Gestaltung von Bundesliga-Spielen und dem gemeinsamen Leben mit und für den Fußball erhöht. Der Zertifikatskurs besteht aktuell aus zwei jeweils zweitägigen Präsenzphasen sowie aus begleitenden Studienbriefen. Zu den Lerninhalten gehören unter anderem die Themen gesetzliche und verbandliche Grundlagen der Inklusion und des Veranstaltungsmanagements, bauliche und organisatorische Chancen für ein inklusives Stadionerlebnis, die Rolle des Behindertenfanbeauftragten und seine Einbindung in den Verein sowie persönliche und fachliche Voraussetzungen sowie Grundlagen des Projektmanagements.


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