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Donnerstag 25.04.2019

Nehrig: "Versuche, die Stimmung in der Kabine hochzuhalten"

Mittelfeldakteur im Interview

Mit Bernd Nehrig, der sich gegen Großaspach eine Verletzung an der Achillessehne zuzog, fehlt den Löwen im Saisonendspurt ein wichtiger Routinier im Mittelfeld. Vor dem Heimspiel gegen Preußen Münster erklärt der 32-Jährige, wie er die Diagnose aufgenommen hat und wie er die Mannschaft in der entscheidenden Phase auch abseits des Platzes unterstützt.

Bernd, die wichtigste Frage zuerst: Wie geht es dir gerade?

Bernd Nehrig „Eigentlich geht es mir gut. Ich spüre nicht viel von der Verletzung. Der Fuß wird ruhig gestellt, sodass er sich erholen kann. Deswegen habe ich auch relativ wenige Probleme. Rein von der Verletzung her geht es gut.“

Du hast dir die Teilruptur an der Achillessehne im Heimspiel gegen Großaspach zugezogen. Nach der Partie sah es gar nicht so schlimm aus, einen Tag später kam dann doch die Hiobsbotschaft. Was ging in dir vor, als die Diagnose feststand?

Nehrig „Im Endeffekt war ich doch sehr erschüttert anhand der Diagnose. Ich hatte schon im Spiel das Gefühl, dass es etwas Schlimmeres ist, aber den Tag danach, über Nacht, habe ich eigentlich keine großen Schmerzen gehabt. Dann kam die bildliche Untersuchung und das Ergebnis. Deswegen hat mich das schon etwas verwundert. Im Endeffekt muss man sagen – so schlimm wie es ist – habe ich dann doch Glück gehabt. Es hätte auch deutlich schlimmer ausgehen können und insofern bin ich froh, dass es nur ein Teilanriss ist.“

Dennoch bedeutet das für dich das Saisonaus. Wie schwer ist es, der Mannschaft in der entscheidenden Phase nicht helfen zu können?

Nehrig „Natürlich ist es ein extrem bescheidenes Gefühl. Es ist immer schlecht, wenn man eine Verletzung hat. Vor allem aber in so einer Phase, wenn es um alles geht und man nicht mehr helfen kann. Nur noch gut zureden ist für einen Fußballer dann natürlich extrem schwierig. Letztendlich versuche ich, die Stimmung in der Kabine hochzuhalten. Dass man Spaß hat, das ist das Wichtigste. Mein Part ist es jetzt, die Jungs zu unterstützen, zu den Spielen zu fahren und für sie da zu sein.“

Am Sonntag ist Preußen Münster zu Gast in Braunschweig. Im Hinspiel – noch vor deiner Zeit hier – hieß es am Ende 0:3. Was hat sich seitdem verändert und was macht dich optimistisch, dass das Spiel am Sonntag deutlich besser wird?

Nehrig „Es bringt nichts, zurückzuschauen. Die Hinrunde war letztendlich durchweg nicht das, was man sich vorgestellt hat und eigentlich auch durchweg negativ. Wir sind jetzt aber seit dem Winter eine komplett andere Mannschaft: andere Typen, andere Charaktere, andere Spieler, die die Situation vielleicht auch anders annehmen. Deshalb kann man das gar nicht mehr vergleichen. Es kommt daher nun nicht mehr auf die Ergebnisse der Hinrunde an. Wir haben jetzt unseren Rhythmus schon länger gefunden und sind absolut im "Flow". Wir haben Qualität und müssen das gute Gefühl, welches wir in den letzten Spielen der Rückrunde aufgebaut haben, wieder mit reinnehmen. Es ist jetzt Münster am Wochenende, aber das ist ein Gegner wie jeder andere. Das Spiel ist extrem wichtig für uns und deshalb tun wir gut daran, auf unsere Qualitäten zu schauen und nicht darauf, was in der Hinrunde war.“

Das komplette Interview könnt ihr euch ab morgen auf unserem YouTube-Kanal ansehen.

Foto: Agentur Hübner

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