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Sonntag 07.07.2019

Niederlage im Testspiel gegen Hertha BSC

Löwen müssen sich mit 1:4 geschlagen geben

Den vorletzten Test der Vorbereitung auf die Drittligasaison 2019/2020 bestritten die Löwen am heutigen Nachmittag um 15 Uhr: In Neuruppin, wo die Gastgeber ihr Trainingslager absolvieren, traf die Mannschaft von Christian Flüthmann auf Hertha BSC. Gegen den Bundesligisten mussten sich die Blau-Gelben letztlich mit 1:4 geschlagen geben.

Neben den verletzungsbedingt fehlenden und nicht für den Kader nominierten Spielern fehlte auch Onur Bulut. Der 25-Jährige ist aus diszipllinarischen Gründen bis einschließlich Dienstag vom Spiel- und Trainingsbetrieb freigestellt."Wir achten auf die Disziplin unserer Spieler. Er ist über das Ziel hinausgeschossen, darauf haben wir natürlich reagiert und ihm eine Denkpause gegeben. Am Mittwoch wird er wieder ganz normal am Training teilnehmen", so Sportdirektor Peter Vollmann.

Gespielt wurde am Sonntagnachmittag in drei Dritteln mit jeweils 35 Minuten Länge. Hertha zeigte sich von Beginn an spielfreudig und kam in Person von Vedad Ibisevic (3.) und Ondrej Duda (7.) zu ersten Chancen. Fünf Minuten später erzielte Maurice Covic schließlich die Führung für die Hauptstädter: Nach Zuspiel von Davie Selke musste der 21-Jährige nur noch einschieben (12.). Eintracht tat sich sichtlich schwer, ins Spiel zu finden und musste kurz darauf weitere Nackenschläge hinnehmen: Sidney Friede traf per Abstauber zum 2:0 (18.), Duda erhöhte nach Vorarbeit von Javairo Dilrosun schließlich erneut (26.). Dann aber kamen die Löwen besser ins Spiel und erzielten kurz vor der ersten Pause den Anschlusstreffer: Marcel Bär setzte sich auf rechts durch und fand mit einem Pass in den Rückraum Robin Becker, der die Vorlage direkt nahm und auf 1:3 aus Eintracht-Sicht stellte (32.). Sekunden vor Schluss hatte Kobylanski die große Chance auf das nächste Tor: Nach Zuspiel von Bär scheiterte die Nummer zehn der Löwen jedoch am stark parierenden Rune Jarstein (35.).

Defensiv stabiler

Im zweiten Abschnitt standen Danilo Wiebe und Leandro Putaro für Yari Otto und Lasse Schlüter auf dem Platz. Das Spielgeschehen fand nun hauptsächlich im Mittelfeld statt – Chancen auf beiden Seiten blieben lange Mangelware. In der 58. Minute hatte Orhan Ademi halbrechts vorm Tor die Möglichkeit auf das 2:3, sein Schuss landete allerdings am Außennetz.

Auch in den letzten 35 Minuten bot sich den Zuschauern ein unverändertes Bild: Hertha hatte mehr Spielanteile, die auf mehreren Positionen veränderte Eintracht-Elf stand jedoch defensiv geordnet. Zum Ende hin erspielten sich die Herthaner dann aber doch noch Möglichkeiten: Zunächst parierte Yannik Bangsow stark gegen Grujic (91.), kurze Zeit später musste er sich aber dann doch geschlagen geben. Alexander Esswein traf in der 99. Minuten von der rechten Seite ins lange Ecke und sorgte so für den 4:1-Endstand.

Stimmen zum Spiel

Marc Pfitzner
„Hertha hatte in der ersten halben Stunde ein ordentliches Tempo, da waren wir noch nicht ganz da. Dann haben wir aber immer besser reingefunden, haben das 1:3 gemacht. Danach haben wir es über weite Strecken ordentlich verteidigt, hatten auch noch die eine oder andere Chance, um das Ergebnis zu korrigieren. Es war auf jeden Fall ein Härtetest – man hat gesehen, dass Hertha stark ist, wenn sie das Tempo anziehen. Wir haben einige Erkenntnisse gesammelt, die wir jetzt analysieren werden.“

Peter Vollmann
„Im ersten Drittel waren wir defensiv nicht gut. Danach haben wir gut verteidigt – und wenn wir gut verteidigen, spielen wir auch gut. Das zweite Drittel war aus meiner Sicht das Beste. Wir hatten auch die Chancen, das Ergebnis anders zu gestalten.“

Christian Flüthmann
„Im ersten Drittel waren wir zu zaghaft. Wir haben dem Gegner zu große Räume geboten, das hat Hertha ausgenutzt. Die Gegentore, bis auf das 1:4 zum Schluss, sind immer nach individuellen Fehlern gefallen, die uns zuvor passiert sind. Das müssen wir einfach besser machen. Wir hatten dann im ersten Drittel noch das 2:3 auf dem Fuß, den müssen wir natürlich reinmachen. Positiv war trotzdem, dass wir uns nach den Gegentoren kompakt gezeigt haben und uns Torchancen herausgespielt haben.“

Tore
1:0 Covic (12.)
2:0 Friede (18.)
3:0 Duda (24.)
3:1 Becker (32.)
4:1 Esswein (99.)

Eintracht
Fejzic (71. Bangsow), Schlüter (36. Putaro), Kessel (71. Amadé), Nkansah, Ademi (71. Feigenspan), Kobylanski (71. Bürger), Becker, Bär (52. Proschwitz), Y. Otto (36. Wiebe), Kijewski, Pfitzner (87. Schwenk)

Zuschauer
2.742

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