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Samstag 13.07.2013

Nordcup: Halbfinal-Aus im Elfmeterschießen

Eintracht unterliegt dem HSV 3:4 n.E.

In ihrer Auftaktpartie des Nordcups gegen den Hamburger SV unterlag Eintracht mit 3:4 im Elfmeterschießen. Nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es 0:0. Insbesondere in der zweiten Hälfte boten die Blau-Gelben dem Bundesliga-Dino ein Duell auf Augenhöhe.

Die Löwen zeigten sich in ihrer ersten Begegnung gegen einen Bundesliga-Konkurrenten keineswegs eingeschüchtert. In der 2. Minute erspielten sich die Blau-Gelben direkt die erste Gelegenheit, doch nach einer Ecke von Damir Vrancic verpasste Oehrl nur knapp. Defensiv stand die Lieberknecht-Elf kompakt und ließ zunächst keine gefährlichen Situationen entstehen. Nach einer Viertelstunde dann der erste Aufreger vor dem Braunschweiger Tor. Nach drei aufeinander folgenden Ecken für den HSV klärte Eintracht erneut und Kerem Demirbay traf mit einem strammen Schuss aus 30 Metern nur die Latte.

"In bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hat ein gutes Defensivverhalten an den Tag gelegt. In den ersten zehn Minuten haben wir mutig nach vorne gespielt. Danach hat uns der HSV zwar in die eigene Hälfte gedrängt, tief zu stehen war aber auch die Vorgabe. Elfmeterschießen ist dann am Ende immer auch ein wenig Glückssache"                                                              
                               Torsten Lieberknecht


In der Folgezeit drängten die Hamburger die Löwen überwiegend in die eigene Hälfte und kombinierten mit kurzen schnellen Pässen im Mittelfeld. Doch vor dem Sechzehner der Gäste war Schluss, insbesondere der stark verteidigende Ermin Bicakcic hatte immer wieder ein Bein oder den Kopf dazwischen. Kurz vor dem Pausenpfiff köpfte Heiko Westermann einen Freistoß von Rafael van der Vaart aus dem rechten Halbfeld übers Tor (27.).

Petkovic zweimal stark gegen Beister

Zu Beginn der zweiten Halbzeit startete der HSV druckvoll mit Gelegenheiten im Minutentakt. Zunächst kam Marcel Jansen (33.) im Strafraum zum Schuss, aber Löwen-Keeper Marjan Petkovic hielt den Ball souverän fest. Im Anschluss verpassten sowohl Artjoms Rudnevs als auch Ivo Illicevic (35.) denkbar knapp. In der 45. Minute tankte sich der agile Björn Kluft auf der linken Seite gut durch, doch sein Schuss war kein Problem für Hamburgs Torhüter Jaroslav Drobny. Mit einem schönen Pass aus dem Mittelfeld setzte Petr Jiracek Maximilian Beister in Szene. Sein Heber über Petkovic ging jedoch links am Tor vorbei (47.). In der 48. Spielminute hieß das Duell erneut zweimal Beister gegen Petkovic. Und zweimal war der Sieger der erfahrene Schlussmann der Löwen. Erst entschärfte er mit einem riesen Reflex Beisters Kopfball nach einer Flanke von Jansen, anschließend warf sich der Keeper am rechten Pfosten in den Schuss des Hamburger Offensivspielers und verhinderte somit die Führung der Rothosen.

Entscheidung im Elfmeterschießen

Aber auch Eintracht kam zu guten Offensivszenen. Nach einer Vrancic-Ecke versuchte es Jan Hochscheidt aus dem Getümmel mit dem Kopf, aber Drobny war auf dem Posten (52.). Zwei Minuten später kam der Bundesliga-Rückkehrer noch einmal gefährlich in den Strafraum. Die Schüsse von Oehrl und Kluft wurden aber von der Hamburger Abwehrreihe abgeblockt (54.). In den letzten Minuten des Halbfinales entstanden keine nennenswerten Szenen mehr, sodass es bei einem torlosen Unentschieden blieb. Somit musste das Elfmeterschießen über den Finaleinzug entscheiden. Den Anfang machten van der Vaart und Vrancic, die beide sicher verwandelten. Auf Hamburger Seite bot Jansen, dessen Schuss Petkovic hielt, der Eintracht die Möglichkeit zum Führungstreffer. Aber auch Deniz Dogan vergab für die Löwen. Die Entscheidung brachte dann leider Oehrl. Der Angreifer scheiterte als fünfter Schütze mit seinem zu mittig platzierten Schuss an Drobny.

Damit treffen die Blau-Gelben am morgigen Sonntag um 15.30 Uhr im Spiel um Platz 3 auf den VfL Wolfsburg, der im ersten Halbfinale dem FC Kopenhagen mit 1:2 unterlag.


Eintracht
Petkovic – Reichel, Dogan, Bicakcic, Elabdellaoui – Hochscheidt, Vrancic, Caligiuri, Kruppke – Jackson (31. Kluft), Oehrl

Hamburger SV
Drobny – Jansen, Westermann, Sobiech, Sala – Iilicevic (40. Jiracek), Demirbay (46. Rincón), Badelj, Beister – Zoua (31. Rudnevs), van der Vaart

Tore
1:0 van der Vaart
1:1 Vrancic
2:1 Sobiech
2:2 Caligiuri
3:2 Badelj
3:3 Reichel
4:3 Sala

Zuschauer
13.800

 

Fotos: Agentur Hübner

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