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Montag 17.11.2014

Örtlicher Ausschuss für Sport und Sicherheit hat sich konstituiert

Ausstellung "VorBILDER" diese Woche im EINTRACHT-STADION zu sehen

In Braunschweig hat sich der Örtliche Ausschuss Sport und Sicherheit (ÖASS) konstituiert.  Ziel des ÖASS ist es, vorhandene Netzwerkstrukturen zu stärken, um Probleme, die durch Aggression und Gewalt im Umfeld insbesondere von Fußballspielen entstehen, noch besser in den Blick nehmen und Strategien dagegen entwickeln zu können. Netzwerkpartner sind neben anderen die Stadt Braunschweig, Eintracht Braunschweig, das Fanprojekt Braunschweig und die Polizei. Oberbürgermeister Ulrich Markurth stellte den Ausschuss anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „VorBILDER Sport und Politik vereint gegen Rechtsextremismus“ am Montag, 17. November, in der Löwen-Lounge der Haupttribüne im EINTRACHT-STADION vor.


„Mit dem Örtlichen Ausschuss Sport und Sicherheit wollen wir die ohnehin schon sehr gute Zusammenarbeit zwischen Eintracht Braunschweig, den Ordnungskräften und anderen Beteiligten weiter optimieren“, sagte der OB. „Ein schönes Fußballspiel zu erleben ist eine großartige Sache, das erlebe ich selbst im Stadion immer wieder aufs Neue. Leider gibt es auch in unserer Stadt manchmal Ereignisse rund um das Spiel, die das öffentliche Leben beeinträchtigen, dem Ansehen des Sports, der Fußballvereine, der Fans und der beteiligten Städte großen Schaden zufügen und zu hohen Kosten führen. Da müssen wir gemeinsam gegensteuern, damit Fußballspiele auch in Zukunft unbeschwerte, schöne Sporterlebnisse für die ganze Familie bleiben.“ Nur gemeinsam mit allen für Sicherheit und Prävention verantwortlichen Institutionen und Kräften könnten Aggressionen und Gewaltbereitschaft eingedämmt und friedliches, kreatives Verhalten gefördert werden.

„Es war uns bereits seit längerer Zeit ein Anliegen, einen Örtlichen Ausschuss für den Standort Braunschweig auf den Weg zu bringen, um die bereits auf vielen Ebenen professionelle Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten noch zu festigen“, hob Eintracht Braunschweigs Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt hervor. „Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, die Gründung des Ausschusses heute bekannt geben und mit der Eröffnung der Ausstellung ‚VorBILDER‘ verbinden zu können. Bereits seit dem Foto-Shooting von Dennis Kruppke mit Florian Bernschneider vor zwei Jahren haben wir uns darum bemüht, die Ausstellung in Braunschweig zeigen zu können. Wir danken Marie-Luise Würtenberger vom Bundesministerium des Innern und dem Fotostudio Kohlmeier, dass sie dieser Bitte nachgekommen sind und wir die tollen und ausdrucksstarken Fotos im Rahmen unseres Aktionsjahres für Toleranz, Vielfalt und Respekt im EINTRACHT-STADION präsentieren dürfen.“

Karsten König, Leiter des Fanprojekts Braunschweig: „Der ÖASS ist ein wichtiges Gremium, um Sicherheitsfragen und Problemlagen zu sportlichen Großveranstaltungen unaufgeregt, aber zielorientiert zu diskutieren und im gegenseitigen Einvernehmen zu lösen. Die Aufgabe des Fanprojekts besteht darin, im ÖASS insbesondere Fanbelange zu berücksichtigen und zu vertreten.“

Der ÖASS

Vorsitzender des ÖASS ist der städtische Ordnungsdezernent Claus Ruppert. Zu den Netzwerkpartnern zählen außerdem Vertreter von: Eintracht Braunschweig, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft, Polizei, Bundespolizei, Verkehrs-GmbH, Stadthalle Betriebs GmbH (Betreiberin des Stadions); Fachbereich Bürgerservice, Öffentliche Sicherheit; Fachbereich Kinder, Jugend und Familie; Feuerwehr, Stadtsportbund und Fanprojekt Braunschweig.

Der ÖASS tagt spätestens vier Wochen vor Beginn der Fußballsaison, vor Beginn der Rückrunde sowie anlassbezogen. Er wertet die Erkenntnisse der zurückliegenden Spielzeit aus und führt Sicherheitsanalysen für die kommende Spielzeit durch. Er gewährleistet den Austausch der Netzwerkpartner vor Ort, um maßgeschneiderte Lösungen für lokale Problemstellungen zu entwickeln und ein abgestimmtes Handeln zu gewährleisten. Darüber hinaus ermöglicht er die optimale Verzahnung insbesondere mit Aktivitäten der lokalen Jugend- und Sozialarbeit und der Kriminalprävention. Auf lokaler Ebene setzt er das „Nationale Konzept Sport und Sicherheit“ der Innenministerkonferenz um.

Die Ausstellung

Die Ausstellung „VorBILDER Sport und Politik vereint gegen Rechtsextremismus“, erstellt vom  Bundesinnenministerium, wird als Wanderausstellung bundesweit gezeigt werden. Sie soll die Verbindung von Sport und Politik und das gemeinsame Eintreten für Respekt, Toleranz und Menschenwürde verdeutlichen. Durch kunstvolle schwarz-weiß-Portraitaufnahmen, entstanden bei intensiv geführten ca. einstündigen Gesprächen, wird ein wirkungsvolles persönliches Bekenntnis des darauf abgebildeten Politiker-Sportler-Paares gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung und für Fairplay, Demokratie und Menschenwürde abgegeben. Teilgenommen haben unter anderen Bundespräsident Joachim Gauck, Fußballbundestrainer Joachim Löw und Eintracht-Spieler Dennis Kruppke. Die Ausstellung wird in der Löwen-Lounge in der Haupttribüne im EINTRACHT-STADION bis zum kommenden Freitag, 21. November täglich von 10 bis 18 Uhr gezeigt. Der Eintritt ist frei.

 

Fotos: Agentur Hübner

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