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Donnerstag 25.10.2018

"Punktekonto hart erarbeitet"

Ex-Löwe Tim Danneberg hat gute Erinnerungen an Braunschweig

Insgesamt drei Jahre trug Tim Danneberg das Trikot mit dem roten Löwen auf der Brust. Nach den Stationen Sandhausen, Kiel und Chemnitz landete der 32-Jährige 2017 schließlich beim VfL Osnabrück. Mit 315 Einsätzen ist Danneberg Rekordspieler der 3. Liga. Am Freitag kehrt er als aktueller Tabellenführer zurück an seine alte Wirkungsstätte.   

Bisher liefert Ihr ganz schön ab. Hättest Du nach der schwierigen vergangenen Saison erwartet, dass es in dieser Spielzeit so gut läuft?

Tim Danneberg: “Wenn ich ehrlich bin war es vor der Saison mit dem neu zusammengestellten Kader für mich überhaupt nicht absehbar, wo der Weg hinführen wird. Die Jungs, die im Sommer dazugekommen sind, wurden super integriert und wir machen als Mannschaft bisher einen klasse Job.“

Wie groß ist die Euphorie im Verein und dem Umfeld?

Danneberg: “Der VfL Osnabrück ist ein echter Traditionsverein, da ist der Anspruch, Erfolg zu haben, immer da. Wir gehen die Sache aber mit viel Demut an, gerade nach der vergangenen Saison. Wir wissen ganz genau, dass wir uns unser Punktekonto hart erarbeitet haben. Sobald wir über die mannschaftliche Geschlossenheit kommen, sind wir in der Lage, jeden Gegner in dieser Liga zu schlagen. Jedem ist aber auch bewusst, dass wir nicht nachlassen dürfen, denn machen wir einen Schritt weniger, können wir auch gegen jedes Team verlieren. Wir schauen nur auf uns und wollen unseren Weg weitergehen.“

Vor allem defensiv läuft es richtig gut - die fünf Gegentore sind Ligabestwert. Warum seid Ihr in dieser Saison so schwer zu knacken?

Danneberg: “Der Hauptgrund dafür ist sicherlich unsere mannschaftliche Geschlossenheit. Exemplarisch dafür ist eine Situation bei unserem Spiel in Lotte, als in der 80. Minute am gegnerischen Strafraum der Ball verloren geht und zehn Mann im Vollsprint umschalten, um schnellstmöglich wieder hinter dem Ball zu sein. Das zeigt einfach, dass wir das eigene Tor mit aller Macht verteidigen wollen. Deswegen haben wir bisher so wenig Gegentore aus dem Spiel gefressen.“

Kein Spieler hat mehr Drittliga-Einsätze als Du. Wie würdest du die 3. Liga in drei Worten beschreiben?

Danneberg: “Spannend, traditionsreich und ausgeglichen.“

Du hast für die Eintracht zwischen 2007 und 2010 98 Pflichtspiele absolviert. Welche Erinnerungen hast Du an die Zeit in Braunschweig?

Danneberg: “Ich habe durchweg positive Erinnerungen an Braunschweig. Das war hier mit die schönste Zeit in meiner Karriere. Ich hatte drei tolle Jahre bei der Eintracht. Ein Highlight war, als wir am letzten Spieltag die Qualifikation für die 3. Liga perfekt gemacht haben und damit im allerletzten Moment noch auf Platz zehn gesprungen sind, weil der VfB Lübeck zeitgleich in Essen gewonnen hat. Das war gefühlt wie eine Aufstiegsfeier. Danach war eine Riesen-Euphorie im Stadion und der Stadt. Ich habe deshalb auch immer den Weg der Eintracht verfolgt und die Verbundenheit zu Braunschweig ist nach wie vor da.“  

Auf dem Papier seid Ihr am Freitag eigentlich der klare Favorit. Seht Ihr Euch selbst auch in dieser Rolle?

Danneberg: “Unabhängig von der Tabellensituation sehen wir uns in Braunschweig nicht als Favorit. Die Eintracht ist immer noch ein Absteiger aus der 2. Bundesliga und hat im Kader enormes Potential. Aber wir wissen auch, dass die Spiele in der 3. Liga oftmals nicht durch individuelle Klasse, sondern durch mannschaftliche Geschlossenheit entschieden werden. Wir fahren mit Sicherheit mit breiter Brust nach Braunschweig und wollen den Weg, den wir bisher eingeschlagen haben, auch am Freitagabend fortführen. 

Foto: VfL Osnabrück

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