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Donnerstag 09.07.2020

Saisonrückblick 2019/2020: Teil zwei

Neuer Trainer, ausbleibende Konstanz

Im ersten Teil unser Saisonrückblick-Trilogie haben wir uns mit dem Saisonstart unter Christian Flüthmann beschäftigt. Nach dessen Entlassung am 17. November 2019 wurde einen Tag später mit Marco Antwerpen ein neuer Chef-Trainer präsentiert, der einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieb. „Ich freue mich auf diese reizvolle Aufgabe bei einem Traditionsverein“, sagte der 48-Jährige zu seiner Vorstellung.

Das Sportliche

Antwerpens erster Einsatz auf der Trainerbank war die Partie der Löwen am 16. Spieltag im heimischen EINTRACHT-STADION gegen den Chemnitzer FC. Nachdem Philipp Hosiner die Gäste in der 23. Minute in Führung gebracht hatte, drehte Joker Mike Feigenspan im zweiten Durchgang mit zwei Treffern binnen einer Minute die Partie und verhalf seinem neuen Coach zu einem geglückten Debüt. Auch das darauffolgende Heimspiel konnten die Blau-Gelben unter ihrem neuen Trainer für sich entscheiden. Bis zum Jahresende verloren die Löwen jedoch gegen Meppen (1:2) und teilten sich in Mannheim (0:0) und gegen Magdeburg (2:2) die Punkte, sodass für die Eintracht mit 33 Zählern der vierte Platz zu Buche stand.

Nachdem die Mannschaft von Weihnachten bis Anfang Januar frei hatte, bat Marco Antwerpen seine Jungs am 5. Januar zum Trainingsauftakt, bevor am Folgetag der Abflug ins Trainingslager nach Belek anstand. In der Türkei konnte bei guten Bedingungen der Grundstein für die am Ende erfolgreiche Saison gelegt werden. Eine Woche nach der Rückkehr nahm die Eintracht dann auch am Transfergeschehen teil. Nick Ottos Leihe zum SSV Jeddeloh II bis Saisonende wurde fixiert, am Folgetag die Leihe Marvin Pouriés vom KSC. Doch damit nicht genug, auch Merv Biankadi wurde Teil der Eintracht. Beide Transfers sollten im Kampf um den Aufstieg eine entscheidende Rolle spielen.

Der Start in die Restsaison verlief allerdings keineswegs vielversprechend, zum Auftakt setzte es nach äußerst durchwachsener Leistung direkt eine 1:4-Niederlage beim TSV 1860 München und anschließend ein Unentschieden gegen den bereits abgeschlagenen Tabellenletzten aus Jena. Nachdem dann ein Punkt beim Tabellenführer in Duisburg errungen werden konnte, war in der Folgewoche der Jubel über den dreifachen Punktgewinn gegen Kaiserslautern nach sechs sieglosen Spielen groß.

Doch auf Licht folgte in dieser Phase häufig Schatten, gerade wenn man auswärts antreten musste. So auch die 1:3-Auswärtsniederlage in Würzburg, woraufhin es einen Wechsel auf der Position des Co-Trainers gab. Kurtulus Öztürk ersetzte Frank Eulberg. Umgehend gewann man daheim mit 4:1 gegen Uerdingen, doch dann kam die Niederlage am Montagabend in Rostock, wo man mit 0:3 noch gut bedient war. Ein auf und ab also, an dessen Ende man mit Tabellenplatz neun die schlechteste Saisonplatzierung innehatte.

Was war sonst noch los?

  • Bei den Heimspielen gegen Halle und Magdeburg konnten sich alle Stadionbesucher über aufwändige Choreographien in der Südkurve freuen, die von der aktiven Fansszene erstellt wurden.
  • Das Heimspiel gegen den FSV Zwickau stand als Aktionsspieltag unter dem Motto "Wir sind Blau-Gelb. Eintracht in Vielfalt." Die Sondertrikots wurden im Nachgang für den guten Zweck versteigert.
  • Die Gründung einer Fanabteilung wird geplant und auf der Jahreshauptversammlung endgültig beschlossen. Sie besteht seit dem 1. Januar 2020.
  • Ende November wurde auf der Jahreshauptversammlung Sebastian Ebel als Präsident wiedergewählt. Außerdem sind Christoph Bratmann, Dennis Kruppke und Kay-Uwe Rohn neue Mitglieder des Präsidiums.
  • Am 4. Januar fand die 10. Auflage des „Cattiva-Turniers“ für den guten Zweck statt. Am Ende konnten rund 28.000 Euro für karitative Zwecke gespendet werden.
  • Ende Januar kam es im Business-Bereich des Stadions zur Gründungsversammlung der Fanabteilung, auf der die Abteilung ihren ersten Vorstand wählte. Dass bei der Eintracht eine Abteilung dieser Art besteht soll, entschied die Jahreshauptversammlung im November per Mehrheitsbeschluss.
  • Ebenfalls Ende Januar versammelten sich dem schlechten Wetter zum Trotz im und um das FanHaus zahlreiche Fans zum alljährlichen „Angrillen“ und freuten sich über eine gelungene Veranstaltung.
  • Am 27. Februar 2020 hätte ein Mann seinen 100 Geburtstag gefeiert, der ganz entscheidenden Einfluss auf die Geschichte der Eintracht hatte: Meistertrainer Helmuth Johannsen. Er stand von 1963 bis 1970 in 248 Spielen an der Seitenlinie.

Der dritte und damit letzte Teil des Saisonrückblicks wird am morgigen Sonntag erscheinen. Dabei widmen wir uns dem Schlusssport in der 3. Liga und der Rückkehr in die 2. Bundesliga!

Fotos: Eintracht / imago images / Agentur Hübner

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