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Donnerstag 06.11.2014

Schritt für Schritt voran

Seung-Woo Ryu im Interview

Der 2:1-Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen den VfR Aalen war nicht nur für die Löwen der perfekte Abschluss der englischen Woche, sondern auch für Leverkusen-Leihgabe Seung-Woo Ryu eminent wichtig. Der Südkoreaner war mit einem Tor und einem Assist der Spieler der Partie und scheint nach einer gewissen Anlaufzeit mehr und mehr bei den Blau-Gelben anzukommen. Mit eintracht.com sprach der 20-Jährige unter anderem über die zurückliegenden Wochen, Vertrauen vom Trainer sowie gutes Essen.

Wie wichtig war die zurückliegende Woche für die Mannschaft, aber auch für dich persönlich?

Seung-Woo Ryu: Die Partie gegen Aalen war sehr wichtig für mich. Als ich in Leipzig in der Startelf stand, habe ich kein gutes Spiel gemacht, zuletzt lief es natürlich deutlich besser. Noch dazu war es wichtig für uns als Team, auch das letzte Spiel in der englischen Woche erfolgreich abzuschließen und insgesamt drei Siege einzufahren.

Torsten Lieberknecht hat zuletzt gesagt, dass dein Integrationsprozess in den vergangenen zwei Wochen mächtig vorangekommen sei. Wie hast du das empfunden?

Ryu: Ich habe bewusst Schritt für Schritt gemacht. Zu Beginn war in Braunschweig natürlich alles fremd für mich. Zunächst konnte ich keine guten Leistungen bringen, aber ich habe viel mit dem Trainer über taktische Dinge gesprochen. Im Training habe ich weiter konzentriert gearbeitet, die Ausrichtung, Strategie und die Laufwege des Teams immer mehr verinnerlicht und der Rest kam dann mit der Zeit.

Du verstehst noch nicht so gut deutsch. Wie wichtig ist da dein Übersetzer Il-Woo Jang für dich? Wie funktioniert die Kommunikation mit den Mitspielern und dem Trainer-Team?


Ryu:
Ich versuche natürlich auch direkt mit dem Team zu kommunizieren, aber dennoch bin ich momentan auf meinen Übersetzter angewiesen, um mich in allen Bereichen verständigen zu können. Er übersetzt und erklärt mir sowohl Dinge, die meine Mitspieler als auch die Trainer sagen. Auf dem Trainingsplatz unterstützt er mich beim Verstehen der Kommandos. Mein Ziel ist es natürlich, auch ohne Übersetzer auszukommen.

Ein schönes Bild! Torsten Lieberknecht und Seung-Woo Ryu nach dessen Auswechslung im Spiel gegen den VfR Aalen

Es gibt ein schönes Foto aus dem Spiel gegen Aalen, auf dem dich Torsten Lieberknecht bei deiner Auswechslung herzlich in den Arm nimmt. Wie wichtig sind für dich die Unterstützung und das Vertrauen des Trainers?

Ryu: Ich bin meinen Mannschaftskollegen und dem Trainer-Team sehr dankbar. Sie haben mir allesamt geholfen, mich einzugewöhnen. Die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft hat auch dazu beigetragen. Diese Unterstützung sowohl im Training als auch in Gesprächen vor dem Spiel ist enorm wichtig und macht es mir überhaupt möglich, gute Leistungen zu zeigen. 

Am Sonntag hast du neben Havard Nielsen und später Dennis Kruppke in der vordersten Angriffsreihe agiert. War das eine ungewohnte Position für dich? 

Ryu: Howie und Krupper sind zwei sehr gute Spieler. Wir haben jetzt lange genug zusammen trainiert, daher war es nicht sonderlich ungewohnt. Diese sehr offensive Rolle passt im Moment wirklich gut zu mir.

Wie sehen die Ziele für die kommenden Wochen aus? Die der Mannschaft, aber auch deine persönlichen?

Ryu: Zunächst einmal ist es unser Ziel, in Aue zu gewinnen, um unsere Siegesserie auszubauen und in der Liga weiter zu punkten. Wir wollen in der Tabelle weiter klettern. Und mein persönliches Ziel ist es natürlich, mit Toren und Vorlagen dazu beizutragen. 

Eine letzte Frage, abseits des Sportlichen. Hast du schon ein gutes Restaurant in Braunschweig gefunden, wo es gute koreanische Küche gibt? Und hast du schon mal Connys Hähnchen in der Wahren Liebe probiert? 

Ryu: Ich habe in dieser Hinsicht bislang leider noch kein gutes Restaurant entdecken können. Aber meine Cousine ist zurzeit auch hier und daher kochen wir oft selbst zusammen koreanisch. Nach dem Training fahre ich meist direkt nach Hause, um zu regenerieren. Ich schaue Filme und entspanne gern. Von Connys Hähnchen höre ich jetzt zum ersten Mal. Ich esse aber auch gerne mal Steak oder Pasta, nicht nur koreanische Küche.

Ryu, vielen Dank für das Interview!

 

Fotos: ©Agentur Hübner

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