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Freitag 26.04.2019

Schubert: "Es ist nicht einfach, gegen sie zu spielen"

Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Münster

Bevor am Sonntag (14 Uhr) das Traditionsduell zwischen der Eintracht und dem SC Preußen Münster an der Hamburger Straße stattfindet, stellte sich André Schubert auf der Pressekonferenz den Fragen der Medienvertreter.

André Schubert über…

 

…die Sperre von Robin Becker:

„Wir als Verein, als Mannschaft und natürlich auch ich – wir verurteilen jegliche Form von Rassismus und rassistischen Äußerungen. Darüber hinaus verurteilen wir auch andere diskriminierende, abwertende oder beleidigende Äußerungen. Robin Becker ist ein vorbildlicher Spieler in jeglicher Hinsicht. Er ist allen Spielern ein Vorbild an Disziplin, war noch nie in Vorwürfe dieser Art verwickelt. Es macht mich sehr betroffen, wie nun versucht wird, einen solchen Spieler öffentlich zu beschädigen. Es macht mich sprachlos, wie eine Unsportlichkeit, das Bespucken eines Spielers, nachträglich relativiert, in den Hintergrund gerückt und gerechtfertigt werden soll. Wir leben in einer Zeit, in der etwa in öffentlichen Netzwerken Dinge geäußert und ohne Konsequenzen behauptet werden dürfen – etwa üble Nachrede und Beleidigungen. Das hier hat für mich eine andere Qualität, weil es für uns Konsequenzen hat. Es ist für uns alle schwer nachvollziehbar, weil am Abend des Spiels Rassismus nicht der Hauch eines Themas war, auch nicht als sich eine Delegation von 1860 München persönlich bei uns entschuldigt hat. Jemanden jetzt mit einer einfachen Behauptung an den Pranger zu stellen und zu beschädigen, macht mich sehr betroffen. Es gibt dafür nicht einen einzigen Hinweis, keine Indizien – es wird einfach einer Aussage Glauben geschenkt. In einem sehr wichtigen Kampf gegen Rassismus, an dem wir uns alle beteiligen, darf es nicht passieren, dass Dinge verdreht und Unschuldige beschädigt werden. Am schlimmsten ist es für den Spieler selbst.“

...das Personal:

„Bis auf Bernd Nehrig sind alle Spieler einsatzfähig. Benny Kessel und einige andere waren etwas angeschlagen, aber am Wochenende werden alle spielen können.“

...das Hinspiel und die daraus gezogenen Konsequenzen:

„Vor dem Hinspiel gab es eine Länderspielpause, in der wir intensiv an Dingen gearbeitet haben. Wir konnten das aber so nicht umsetzen in der personellen Besetzung. Nach, beziehungsweise während dieses Spiels, haben wir schon umgestellt und danach gesagt, dass wir andere und grundlegende Dinge verändern müssen in der Art, wie wir spielen. Weil wir im Trainingsprozess zu lange brauchen würden, um so kurzfristig eine Wende herbeizuführen. Im Laufe der Zeit haben wir uns dann anders aufgestellt und versucht, eine andere Form zu finden, um kompakter und stabiler zu sein. Seitdem verteidigen wir viel besser als Mannschaft.“

...die Aussichten auf den Klassenerhalt:

„Bis auf Aalen, die in der Tabelle zu weit hinten liegen, hat es jede Mannschaft selbst in der Hand. Wir sind genauso wenig gerettet wie Jena, Cottbus und die Mannschaften um uns herum. Es geht immer um eine gewisse Anzahl von Punkten, die kennen wir am Ende der Saison und die wird bei 45+x liegen, vielleicht bei 46 Punkten. Diese Punktzahl können alle Mannschaften noch erreichen, deswegen haben sie es alle noch selbst in der Hand. Wenn sie eine bestimme Punktzahl erreichen, sind sie gerettet, so haben wir das auch immer selber betrachtet.“

...die Stimmung in der Mannschaft:

„Die Stimmung in der Mannschaft ist nach dem Sieg gut. Es hat gut getan, auswärts zu gewinnen und das zu Null. Es ist schon erstaunlich, wie häufig wir in der Rückrunde zu Null gespielt haben. Das ist wirklich sehr gut und die Basis unseres Erfolgs.“

...die Partie gegen die Preußen:

„Die Liga ist unglaublich eng. Münster hat die letzten beiden Spiele auch gewonnen und zwar zu Null. Es ist nicht einfach, gegen sie zu spielen, das ist eine gute Mannschaft. Im Großen und Ganzen geht es für sie um nichts mehr, weil sie in der Tabelle sehr sicher stehen. Wir haben eine Chance zu gewinnen, wenn wir wieder so gut verteidigen und uns die Möglichkeiten so herausspielen, wie wir es gegen Uerdingen gemacht haben. Wenn wir das weiter so machen, dann steigt die Wahrscheinlichkeit Spiele zu gewinnen.“

Foto: Picture Point

 

 

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