NEWS // Allgemein

Zurück

Dienstag 04.09.2018

Trauer um eine Eintracht-Legende

Klaus Gerwien ist verstorben

Er schoss das erste Tor für Eintracht in der Bundesliga (am 24. August 1963 zum 1:1-Endstand beim TSV 1860 München), trug von 1961 bis 1974 das Löwen-Trikot, wurde sechs Mal in die Nationalmannschaft berufen und gehörte zur Braunschweiger Meistermannschaft von 1967. Gestern ist Klaus Gerwien, der seit langer Zeit schon schwer krank war und der zuletzt in einem Heim für betreutes Wohnen am Elm lebte, friedlich eingeschlafen.

Gerwien wurde am 11. September 1940 im ostpreußischen Lyck geboren. Nach seiner langjährigen Fußballkarriere betrieb der gelernte Betriebselektriker mit seiner Frau eine Reinigung in der Braunschweiger Innenstadt. Trotz seiner Krankheit hatte Gerwien noch an der Feier anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Gewinns der Deutschen Meisterschaft im Vorjahr teilnehmen können, seine zuvor regelmäßigen Besuche bei den Spielen seiner Nachfolger im EINTRACHT-STADION mussten danach allerdings ausbleiben.

Der quirlige Eintracht-Rechtsaußen mit der Rückennummer 7 kam über Stationen beim SSV Vorsfelde, FC und VfL Wolfsburg an die Hamburger Straße. Seine guten Leistungen in der ersten Bundesligasaison hatten bereits Ende 1963 seine erste Berufung in die Nationalelf (4:1 in Marokko) zur Folge. In der Meistersaison 1966/1967 bestritt Gerwien 21 Spiele. Insgesamt lief er in 298 Punktspielen für die Löwen auf und erzielte dabei 44 Tore. Ein Traumtor gelang ihm am 14. Dezember 1968 für die Nationalmannschaft, als er in Rio mit einem Fallrückzieher zum 2:2 gegen Brasilien traf.

Klaus Gerwien bleibt bei der Eintracht unvergessen, unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seinen Töchtern.

Klaus Gerwien beim Spiel gegen dem 1. FC Nürnberg am 3. Juni 1967, dem Tag der Erringung der deutschen Meisterschaft.

Fotos: Nina Stiller, Archiv

nach oben