NEWS // Allgemein

Zurück

Montag 02.03.2020

"Wir sind in dieser Saison nicht zum Aufstieg verdammt“

Lizenzunterlagen eingereicht

Eintracht Braunschweig hat zum 2. März 2020 fristgerecht und vollständig die Lizenzunterlagen für die Saison 2020/2021 für die 3. Liga beim DFB sowie für die 2. Bundesliga bei der DFL eingereicht. Eintracht-Geschäftsführer Wolfram Benz beantwortet die wichtigsten Fragen:

Wie schwierig war es, die Unterlagen zusammenzustellen?

Wolfram Benz "Wir haben die Lizenzierungsunterlagen sowohl für die 2. Bundesliga als auch für die 3. Liga mit sehr großer Sorgfalt zusammengestellt und entsprechend eingereicht. Die erste Entscheidung von DFB und DFL wird allen Clubs Mitte April mitgeteilt. Dank der Erfahrung, des Einsatzes aller Beteiligten und der Vorarbeit aus dem vergangenen Jahr waren die Voraussetzungen dieses Mal deutlich besser als vor zwölf Monaten.“

Was heißt das für die wirtschaftliche Situation der Eintracht?

Benz "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und bereits im Frühjahr 2019 einen Finanzplan für mehrere Jahre aufgestellt, der uns auch weitere Drittligaspielzeiten ermöglicht. Auf dieser Basis agieren wir seitdem. Das war und ist extrem wichtig für die Zukunft der Eintracht. Wir haben die Saison 2018/2019 mit einem Millionenverlust abgeschlossen, der durch diverse Maßnahmen am Ende deutlich geringer ausgefallen ist, als zunächst angenommen. Auch die laufende Spielzeit werden wir mit einem geplanten Defizit abschließen, haben aber nach wie vor ein positives Eigenkapital. Wir werden uns weiterhin konsequent an unseren Sparkurs halten und stehen daher nicht unter dem wirtschaftlichen Druck, zwingend am Ende der Saison aufsteigen zu müssen!“

Das bedeutet konkret, dass wir aus wirtschaftlicher Sicht im Sommer 2020 nicht aufsteigen müssen?

Benz "Dass wir mittelfristig in die 2. Bundesliga zurückkehren wollen, ist klar und natürlich unser Ziel. Aber wir müssen es nicht auf Biegen und Brechen am Ende dieser Spielzeit. Wir können wirtschaftlich auch weitere Jahre in der 3. Liga verkraften und im sportlichen Bereich auch im nächsten Jahr einen Etat aufbieten, um eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen. Alles andere wäre auch fahrlässig gewesen, zumal wir zu Saisonbeginn als Ziel einen Platz im oberen Drittel festgelegt hatten. Man kann einen Aufstieg nicht erzwingen, auch wenn wir durch den sehr guten Saisonstart sowie die eine oder andere getroffene Entscheidung zu der Erwartungshaltung beigetragen haben. Wir wollten mit den personellen Veränderungen auf der Trainer-Position und mit den Neuzugängen in der Winterpause im Rahmen unserer Möglichkeiten die Wahrscheinlichkeit erhöhen. Wenn man sich die Spiele der Mannschaft in den vergangenen Wochen anschaut, sind die Leistungsschwankungen aktuell extrem groß. Deswegen sind wir zurzeit trotz des Heimsieges gegen den KFC Uerdingen gut beraten, uns auf die nächsten Spiele zu konzentrieren, und nicht was in den nächsten Monaten sein könnte. Nochmal ganz deutlich: wir stehen nicht unter dem Druck, am Ende dieser Saison aufsteigen zu müssen!“

nach oben