NEWS // Mannschaft

Zurück

Samstag 23.06.2018

"Wir wollen hungrige Löwen"

Arnold und Pedersen mit positivem Zwischenfazit

Mit David Sauerland haben die Löwen am Freitag einen weiteren Spieler für die kommende Saison verpflichtet. Der Rechtsverteidiger ist bereits der zehnte Neuzugang der Eintracht in diesem Sommer. "Wir sind bislang sehr zufrieden", so Marc Arnold. "Es hat nahezu alles geklappt, was wir uns vorgenommen haben."

Die Ungeduld bei vielen Löwen-Fans in den vergangenen Wochen war groß. "Ich kann nachvollziehen, dass die Zeit für unsere Fans nicht einfach war. Sie haben befürchtet, dass wir keine Mannschaft zusammenkriegen", so Eintrachts Sportlicher Leiter. "Allerdings haben wir alles so umgesetzt, wie wir es im Vorfeld kommuniziert haben." Die Herangehensweise war klar: Zunächst sollte binnen zwei Wochen der neue Trainer präsentiert werden, im Anschluss die Kaderplanung folgen. "Man kann die Dinge nur so schnell abarbeiten, wie es möglich ist", erklärt Arnold. "Bei Neuverpflichtungen gehören immer einige Termine dazu: Persönliche Gespräche zwischen Trainer und Spieler, Vertragsverhandlungen – auch mit den abgebenden Vereinen. Da sind einige Dinge, rein organisatorisch, die es abzuwickeln gilt. Das geht nicht innerhalb von zwei Tagen."

Umso größer ist die Freude, dass "es in den vergangenen Tagen nun Schlag auf Schlag ging "und ein Kern der Mannschaft nun stehe. "Mit unserer Scouting-Abteilung waren wir gut auf die Situation vorbereitet, zudem war die Zusammenarbeit mit Henrik von Beginn an super ", so Arnold zu den Fortschritten der vergangenen Tage. Rund zehn Spieler wurden in den vergangenen zwei Wochen verpflichtet, hinzukommen mit Besfort Kolgeci und Leon Bürger sowie den beiden Torhütern Yannick Bangsow und Roman Birjukov Eigengewächse, die ab sofort fest zum Profi-Team gehören. Ein Großteil des Kaders steht inzwischen, auch wenn uns noch etwas zu tun gibt. "Der eine oder andere Spieler wird uns noch verlassen und es werden auch noch Neuzugänge dazukommen. Wir werden beispielweise gerade für den offensiven Bereich noch Kaderplätze freihalten, da das Transferfenster erst ab 1. Juli geöffnet ist und nach der WM richtig Bewegung in den Markt kommen wird", erläutert der 47-Jährige. "Jetzt freue ich am meisten, die Entwicklung dieser Mannschaft zu beobachten. Es ist schon viel Positives erkennbar." 

Bereit sein, sich weiterzuentwickeln

Entsprechend zufrieden zeigt sich auch Chef-Trainer Henrik Pedersen mit den Entwicklungen seit seinem Amtsantritt bei den Löwen: "Ich bin sehr glücklich und dankbar mit dem Kader, so wie wir ihn jetzt schon zusammenhaben", gibt der 40-Jährige zu verstehen. "Wir haben versucht, für die einzelnen Position verschiedene Typen zu holen – das ist uns gelungen." Das Anforderungsprofil für neue Spieler ist für den Dänen klar definiert: "Wir wollen hungrige Löwen." Egal, ob jung oder erfahren – wichtig sei, "dass die Jungs, die zu uns kommen, bereit sind, sich weiterzuentwickeln – sowohl als fußballerisch als auch menschlich."

Die Zusammenstellung des Teams sei bislang sehr gut gelungen: Man habe einerseits viele junge, entwicklungsfähige Akteure, andererseits aber auch erfahrene Profis mit dem Potenzial, eine Führungsrolle einzunehmen: "Wir haben viele Spieler, die diese Rolle ausführen können. Felix Burmeister etwa ist ein außergewöhnlicher Charakter, Stephan Fürstner ist auch so ein Typ. Frederik Tingager ist bereit, den nächsten Schritt zu gehen. Auch Philipp Hofmann trainiert super und wird wichtig für unsere Mannschaft sein", so Pedersen. "Klar ist aber auch", ergänzt Arnold, "dass man nur Führungsspieler ist, wenn man selbst mit Leistung vorangeht." Dem schließt sich auch Pedersen an: "Es fängt immer bei dir selbst an. Du musst dich im Griff haben, dann kannst du auch andere führen."

Das Training läuft seit rund einer Woche – die ersten Eindrücke seien sehr gut: "Es ist unglaublich, wie offen die Spieler gegenüber mir und meinem Team sind." Die Mannschaft lasse sich auf die Spielidee des Trainers ein, die Ansätze seien mehr und mehr erkennbar. Die Spieler sollen dabei selbst erkennen, dass das Training sie weiterbringt: "Es geht nicht nur darum, was Sinn für den Trainer, sondern auch darum, was Sinn für den Spieler selbst ergibt. Was machen wir warum und wie? Das muss ich den Jungs immer wieder vermitteln. Sie sollen nichts tun, nur weil ich es sage – sondern weil sie den Sinn verstehen und es sie persönlich weiterbringt."

Am heutigen Samstag steht für Henrik Pedersen das erste Spiel als Löwen-Trainer an. Um 15 Uhr bestreiten die Blau-Gelben ein Freundschaftsspiel beim Lehndorfer TSV. "Wir werden am Samstag erste Tendenzen sehen, wie wir zukünftig Fußball spielen wollen", blickt der Däne voraus. Ab Montag geht es dann wieder los mit den Einheiten – bis zum Saisonstart soll das Team schließlich die Philosophie des Trainers verinnerlicht haben.

Foto: eintracht.com

nach oben