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Donnerstag 22.08.2013

„Wir wollen Punkte holen“

Jan Hochscheidt im Interview

Neuzugang Jan Hochscheidt kam im Sommer vom FC Erzgebirge Aue zu den Blau-Gelben und stand in den ersten beiden Spielen bereits in der Startaufstellung. Mit eintracht.com sprach der 25-Jährige über die Herausforderung Bundesliga und die anstehende Partie gegen Eintracht Frankfurt.

Am vergangenen Sonntag musstet ihr euch Borussia Dortmund mit 1:2 geschlagen geben. Überwiegt die Enttäuschung über die Niederlage oder steht die gezeigte Leistung im Vordergrund?

Jan Hochscheidt: Beides ist natürlich präsent. Zum einen die Niederlage sowie keine Punkte geholt zu haben, zum anderen die gute gezeigte Leistung. Da ist es jetzt an uns, neben der Analyse der Fehler auch die vielen positiven Aspekte mitzunehmen.

Der Signal Iduna Park ist das größte Stadion Deutschlands, die Stimmung dominiert haben aber die Braunschweiger Fans. Wie sehr hilft diese Unterstützung?

Hochscheidt: Gerade gegen Gegner wie den BVB, der als haushoher Favorit galt, ist die Unterstützung wichtig. Man blendet im Spiel zwar viel aus, aber wenn der Ball mal nicht im Spiel ist, war es super mitzubekommen, dass sogar auswärts überwiegend die eigenen Fans zu hören waren.

Du hast in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga mit Aue um den Klassenerhalt gekämpft. Wie groß ist der Unterschied zur Bundesliga?

Hochscheidt: Er ist auf jeden Fall deutlich spürbar. Das Spieltempo ist schneller, daher muss auch schneller gehandelt und umgeschaltet werden.Wenn du einen Fehler begehst, wird dieser eiskalt bestraft.

Du standst die ersten beiden Partien direkt in der Startelf. Es macht den Eindruck, dass du direkt in Braunschweig angekommen bist…

Hochscheidt: Ich wurde von der Mannschaft sehr gut aufgenommen, hier herrscht ein super Teamgeist. Wir unternehmen auch abseits des Trainings viel miteinander. Noch dazu passen die einzelnen Charaktere gut zusammen. Es ist wirklich einfach, sich einzugliedern. Auch unsere Wohnung ist so langsam komplett. Meine Frau hatte ja den Umzug organisiert, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Das war wirklich eine Menge Arbeit.

Du hast zuletzt fünf Jahre in Aue gespielt, vorher bei den Nachwuchsteams von Energie Cottbus und Union Berlin. Was war dein bisher schönstes Erlebnis im Fußball?

Hochscheidt: Da fallen mir spontan zwei Dinge ein. Der Aufstieg mit Aue in die 2. Bundesliga 2011 und der 6:1-Sieg gegen den VfL Bochum letztes Jahr Ende Oktober. Über Nacht hatte es angefangen zu schneien und ich habe zwei Tore geschossen sowie drei vorbereitet - ein perfekter Tag.

Mit der Eintracht aus Frankfurt reist ein Team an, das ebenfalls mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist. Wie schätzt du die Mannschaft von Trainer Armin Veh ein und hältst du es für einen Nachteil für die Frankfurter, dass das Team heute noch in der Europa-League-Qualifikation gegen FK Qarabag Agdam ran muss?

Hochscheidt: Eintracht Frankfurt will hier natürlich auch endlich punkten und zeigen, was sie wirklich drauf haben. Ich sehe es nicht unbedingt als Vorteil, dass das Team noch in der Euro League antreten muss. So eine Reise kostet immer Kraft. Aber im Falle einer Niederlage sehe ich keine mentale Beeinträchtigung. Die Bundesliga ist ein komplett anderer Wettbewerb. Mit Vaclav Kadlec wurde jetzt noch ein Spieler verpflichtet, der kurzfristig helfen soll. Ob er gegen uns schon dabei ist, weiß ich nicht. Das werden wir am Sonntag sehen. Es wird auf jeden Fall ein spannendes Spiel. Die Frankfurter wollen, genau wie wir, mit aller Macht Punkte holen.

Woran wird diese Woche noch gearbeitet, damit der erste Dreier eingefahren werden kann?

Hochscheidt: Der Trainer wird uns optimal auf die andere Eintracht vorbereiten. Er wird seinen Matchplan bereits haben und uns so darauf einstellen, dass wir drei Punkte holen können.

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