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Donnerstag 13.09.2018

„Wollen Talente frühzeitig erkennen“

Nachwuchs-Regionalscout im Interview

Seit dieser Saison wurde das Scouting im Nachwuchs-Bereich der Löwen umstrukturiert und mit Ludger Tusch ein Regionalscout eingestellt, der sich um die jüngsten Jahrgänge kümmern soll. Neben dem Scouting betreut der ehemalige U12-Coach der Eintracht auch das Talentteam (U11) und wirkt im Vormittagstraining jahrgangsübergreifend mit. Wir sprachen mit Tusch über seine neuen Aufgaben und die Herausforderungen.

Ludger, du warst die letzten Jahre U12-Trainer und hast nun eine neue Aufgabe. Beschreib doch mal deine jetzige Tätigkeit.

Ludger Tusch: „Ich bin ab sofort als Regionalscout und Koordinator des Talentteams tätig. Bei uns geht es erst ab der U12 los, das Talentteam umfasst aber die Jahrgänge U11 und U10, wird aber nicht zum Punktspielbetrieb gemeldet. Wir wollen die Jungs einmal wöchentlich trainieren und sie auf den möglichen Sprung in die U12 vorbereiten. Dabei wollen wir uns in der Region mehr mit den Vereinen vernetzen und eine engere Bindung aufbauen.“

Worin siehst du die Herausforderungen, in der Region zu scouten?

Tusch: „Die liegen ganz klar darin, die jungen Talente der Region frühzeitig zu erkennen und dann zur Eintracht ins Löwenrudel zu holen. Diese Aufgaben machen mir unglaublich viel Spaß.“

Du baust diesen Bereich aktuell also auf. Beschreib doch mal deinen Arbeitstag in ein paar Sätzen.

Tusch: „Wir wickeln die kompletten Abläufe begonnen bei der Einladung zum Probetraining der talentierten Spieler, die wir in umfangreichen Maßnahmen gesichtet haben, bis hin zur Durchführung des Trainings ab. Anschließend bewerten wir zusammen mit den zuständigen Kollegen diese Spieler und geben im Anschluss allen Beteiligten ein klares Feedback. Wir sitzen regelmäßig mit den Vereinen der Region zusammen, um uns intensiv auszutauschen. Am Wochenende sind wir dann bei Spielen unterwegs, um die Spieler zu beobachten und neue Talente zu sichten.“

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Nachwuchs-Chefscout Thomas Klemm?

Tusch: „Die läuft sehr gut. Wir haben klare Absprachen, wer für welchen Bereich zuständig ist und tauschen uns regelmäßig darüber aus. Ich denke, dass die gegenseitige Befruchtung sehr gut funktioniert.“

Wieviel Potential steckt in der Region Braunschweig?

Tusch: „Wir haben eine Analyse gemacht, wie viele Kinder in unserer Region Fußball spielen. Es gibt in und um Braunschweig ganz viel Potential, das in der Vergangenheit nicht optimal ausgeschöpft worden ist. Talentierte Spieler aus unserer Region sind zur Konkurrenz gegangen. Für uns geht es also darum, dass diese Braunschweiger Jungs zur Eintracht kommen.“ 

Zudem trainierst du das Talentteam. Wie sieht dieses Modell bei der Eintracht aus?

Tusch: „Wir trainieren aktuell den 2008er Jahrgang, also die U11 einmal wöchentlich. Aus diesem Talentteam entsteht dann im nächsten Jahr die neue U12. Wir wollen das Team so früh wie möglich zusammenstellen, damit auch die abgebenden Vereine frühzeitig planen können. Sollten wir schon jetzt der Meinung sein, dass der eine oder andere Junge das Talent hat, die nächsten zwei Jahre bei uns zu spielen, wollen wir ihn gerne sofort verpflichten und mit einem Zweitspielrecht für den Heimatverein ausstatten. Den 2009er Jahrgang, also die U10, trainieren wir alle vier Wochen. Auch hier verfahren wir mit dem Zweitspielrecht.“  

Foto: eintracht.com

 

 

 

 

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