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Donnerstag 17.11.2016

Damals vor 50 Jahren

Rückblick auf die Meistersaison - 13. Spieltag

In dieser Spielzeit jährt sich der Gewinn der Deutschen Fußballmeisterschaft zum 50. Mal. Um dieses aus Sicht der Löwen bis heute einmalige Ereignis noch einmal zu würdigen, blickt eintracht.com Woche für Woche auf die einzelnen Spieltage von damals zurück.

13. Spieltag am 12. November 1966

Hannover – Eintracht (4:2)

5.000 Braunschweiger sahen 2:4 Schlappe in Hannover – Mit Zügen, Bussen und in zahlreiche PKW hatten sich die Fußballfreunde zahlreich und voller Erwartung auf den Weg gemacht, um ihre Mannschaft beim Derby im Niedersachsen-Stadion in der Landeshauptstadt zu unterstützen. Die insgesamt 43.000 Zuschauer erlebten jedoch eine stark auftrumpfende Elf der Gastgeber, aus der Hannovers schußgewaltiger Publikumsliebling Hans Siemensmeyer herausragte. Bereits nach fünf Minuten durchkreuzte er die Eintracht-Taktik, als er nach einem Fehler von Bäse das 1:0 erzielte. Im Löwen-Tor stand wie in der Vorwoche für den verletzten Stammtorhüter Horst Wolter erneut Hans Jäcker, der diesmal weitaus mehr zu tun bekam, als ihm lieb war. Insbesondere Siemensmeyer prüfte ihn ein um das andere Mal mit seinen, wie Jäcker anschließend klagte, "geradezu unheimlichen Flatterschüssen". 

Anschlusstreffer wird nicht belohnt

Die Blau-Gelben versteckten sich durchaus nicht an diesem nebligen Novembertag beim Nachbarn, kamen auf 21:10 Ecken, hatten dem kampfstarken hannoverschen Mittelfeld mit Siemensmeyer und Straschitz aber zu wenig entgegenzusetzen. Ein Grund dafür war auch, dass sich Ulsaß verletzte, so dass er nach der Pause dem Spiel der Löwen überhaupt keine Impulse mehr geben konnte. In der 17. Minute hatte Ulsaß noch für den Ausgleich gesorgt, doch vier Minute später war es erneut Siemensmeyer, der zum 2:1 vollendete. Noch vor dem Halbzeitpfiff erhöhte der Däne Poulsen sogar auf 3:1. Erich Maas brachte die Eintracht zwar in der 77. Minute noch einmal auf 3:2 heran, doch noch in derselben Minute machte Bandura mit dem letzten Treffer alles klar für 96.

Wie schon einige Wochen zuvor der HSV bei seinem Heimspiel gegen die Löwen getan hatte, so zeigte auch 96 bei diesem Sieg das bis dahin bestes Saisonspiel. Gegen den Tabellenführer gingen die Gegner stets besonders motiviert zur Sache. Prompt musste Eintracht die Tabellenführung nach diesem 13. Spieltag an den Namensvetter aus Frankfurt abtreten, der nun 17:9 Punkte aufweisen konnte. Dahinter lauerten Eintracht, Bayern München und der HSV mit jeweils 16:10 Punkten.  

Foto: Archiv

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