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Montag 05.12.2016

Damals vor 50 Jahren

Rückblick auf die Meistersaison - 15. Spieltag

In dieser Spielzeit jährt sich der Gewinn der Deutschen Fußballmeisterschaft zum 50. Mal. Um dieses aus Sicht der Löwen bis heute einmalige Ereignis noch einmal zu würdigen, blickt eintracht.com Woche für Woche auf die einzelnen Spieltage von damals zurück.

15. Spieltag am 3. Dezember 1966

Möchengladbach – Eintracht 0:0

Am 15. Spieltag der Saison 1966/67 stand für Eintracht das schwere Auswärtsspiel in Mönchengladbach an. Bei Schneeregen und vor fast 30.000 Zuschauern erkämpfte sich die Elf ein verdientes torloses Remis und behielt wegen der besseren Tordifferenz vor den punktgleichen Frankfurtern und Hamburgern die Tabellenspitze.

Gladbachs Trainer Hennes Weisweiler hatte vor dem Spiel angekündigt, Eintracht wegputzen zu wollen. Dies verhinderte jedoch eine exzellente Abwehrarbeit der Blau-Gelben mit einem Horst Wolter in Bestform. Selbst Weisweiler meinte nach Spielschluss anerkennend, er habe in der gesamten Saison noch keinen besseren Torwart als ihn gesehen. Die Braunschweiger Mannschaft verlegte sich aber durchaus nicht nur auf die Abwehrarbeit, sie setzte auch immer wieder zu gefährlichen Kontern an und kam dadurch ebenfalls zu Torchancen. Die beste vergab Saborowski, der in der 55. Minute einen Ball knapp über das von Torwart Danner bereits verlassene Tor der Borussen hob.

Die Gastgeber mit einem stürmenden Außenverteidiger Berti Vogts besaßen jedoch ein deutliches Chancenplus. Daran hatte insbesondere ihre Mittelfeldachse Netzer/Elfert großen Anteil. "Amigo" Elfert, wie Lothar Ulsaß bei Arminia Hannover ausgebildet, machte an diesem Tag sein bis dahin wohl bestes Spiel für die Gladbacher. In der folgenden Saison sollte er für Eintracht spielen.

Günter Netzer lobte den Gegner nach dem Spiel mit den Worten: "Die Mannschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr ganz erheblich verbessert. Ausgezeichnet war die Abwehr, allen voran Wolter." Entsprechend gut war die Stimmung beim Spitzenreiter auf der Rückfahrt, die mit dem Schnellzug von Köln nach Braunschweig erfolgte. Im Speisewagen herrschte bei Spielern und Präsidiumsmitgliedern eine überaus aufgeräumte Stimmung, wie die Braunschweiger Zeitung berichtete.

Foto: Archiv

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