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Sonntag 30.04.2017

Damals vor 50 Jahren

Rückblick auf die Meistersaison - 31. Spieltag

In dieser Spielzeit jährt sich der Gewinn der Deutschen Fußballmeisterschaft zum 50. Mal. Um dieses aus Sicht der Löwen bis heute einmalige Ereignis noch einmal zu würdigen, blickt eintracht.com Woche für Woche auf die einzelnen Spieltage von damals zurück.

31. Spieltag am 13. Mai 1967
Karlsruher SC - Eintracht 3:0

Nach der 0:1 Heimniederlage im Derby gab es für Eintracht auch im folgenden Auswärtsspiel beim Karlsruher SC eine herbe Enttäuschung. Das 0:3 im Wildpark-Stadion war die höchste Saisonniederlage der Blau-Gelben, die durchaus noch höher hätte ausfallen können.

Allein Torhüter Horst Wolter, so schrieb die Sportpresse vor 50 Jahren, verhinderte "springend, hechtend, tauchend, mit dem Körper und den Füßen dazwischenfahrend" weitere Tore des KSC. Eine einzige Enttäuschung an diesem schwülen Pfingstsonnabend blieb der Eintracht-Angriff, dem allerdings auch die Unterstützung aus dem Mittelfeld versagt blieb.

Bis zur Pause konnten die Löwen das 0:0 halten. Ein umstrittener Elfmeter (es war wohl mehr eine "Schwalbe" von Ehmann als ein Foul von Kaack), den der siebenmalige Nationalspieler Cieslarczyk in der 56. Minute sicher verwandelte, brachte den KSC vor 45.000 Zuschauern auf die Siegerstraße.  Derselbe Spieler erzielte auch die Treffer zum 2:0 (70.) und 3:0 (83. Minute), Cieslarzcyk gelang damit ein klassischer Hattrick. Eintracht blieb zwar Tabellenführer, war aber nur noch punktgleich mit Frankfurt, nur einen Punkt dahinter lauerte München 1860.

Die Eintracht-Spieler, die in der Schwarzwald-Idylle Gernsbach Quartier bezogen hatten, wussten sehr wohl, dass sie ein ganz schwaches Spiel abgeliefert hatten. Die Parole für die restlichen drei Spiele gab Jürgen Moll am folgenden Morgen beim Frühstück aus: "Und wir werden es doch noch schaffen."

 

 

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