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Montag 06.07.2015

Geschichten von früher

Historische Abwehrschlacht gegen Dynamo Kiew

In einem seiner letzten Spiele für Eintracht schrieb Torjäger Wolfgang Frank (52 Tore in 106 Partien für die Löwen) noch einmal ein gehöriges Stück Europapokal-Geschichte für den Verein. Sein beim sensationellen 1:1-Unentschieden im Erstrunden-Hinspiel des UEFA-Pokals gegen Dynamo Kiew erzieltes Tor war der Garant für das Weiterkommen gegen die Weltklasseelf aus der Ukraine um den pfeilschnellen Linksaußen Oleg Blochin.

14. September 1977 

In einer wahren Abwehrschlacht vor 90.000 Zuschauern hatte Torhüter Franke, der später von einem der besten Spiele seiner Laufbahn sprach, seinem Team das wertvolle Remis gegen den Supercup-Gewinner gerettet. Bis dahin hatte noch nie eine deutsche Mannschaft zumindest einen Teilerfolg beim ukrainischen Serienmeister erzielen können. Niemals zuvor und danach hat Eintracht übrigens vor einer größeren Kulisse als damals im Zentralstadion von Kiew gespielt.

28. September 1977

Das Rückspiel wurde zu einer der emotionalsten Partien im natürlich ausverkauften Eintracht-Stadion. Nach Pfostenschüssen von Popivoda und Breitner vor der Pause wurden die Löwen vor 35.000 Fans im zweiten Abschnitt zunehmend in die Defensive gedrängt und standen mehr und mehr mit dem Rücken zur Wand. Doch die Eintracht wurde vom Publikum bedingungslos unterstützt.

Wer bei diesem Spiel dabei war, der wird nie vergessen, wie in der letzten halben Stunde Zehntausende ohne Unterbrechung "Durchhalten, durchhalten" skandierten und die Spieler darin bestärkten, sich in jeden Angriff der Ukrainer hineinzuwerfen. Es half, das 0:0 hielt und der Jubel beim Schlusspfiff war ohrenbetäubend. Das Stadionmagazin "Eintracht aktuell" schrieb damals: "Wohl noch nie hat der Zuschauer einen so großen Anteil am Erfolg gehabt!". 

Foto: Archiv  

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