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Donnerstag 08.10.2015

Geschichten von früher

Einweihung der ersten Flutlicht-Anlage 1957 - „Als die Nacht zum Tage gemacht wurde“

Eine für Eintracht zukunftsweisende Entscheidung traf die Jahreshauptversammlung am 8. April 1957. Ohne Gegenstimme erfolgte der Beschluss zum Bau einer Flutlicht-Anlage. Damit, so die Vereinschronik, sollte die Möglichkeit zur Beteiligung an einer „Flutlicht-Runde“ geschaffen werden, zu der sich bereits bekannte Vereine wie Schalke 04, der 1. FC Köln und Rot-Weiß Essen bekannt hatten. Punktspiele unter Flutlicht hatte der DFB damals noch nicht genehmigt.

Ende Juli desselben Jahres begannen die Vorarbeiten zur Errichtung der vier 41 Meter hohen und 6,5 Tonnen schweren feuerverzinkten Stahlmasten mit insgesamt 168 Scheinwerfern. Obwohl der 23 Tonnen schwere Bagger zu Beginn der Bauarbeiten im Marathon-Tor hängen blieb, so dass für ihn eine neue Fahrbahn geschaufelt werden musste, wurde das Zeitfenster eingehalten.

Premiere gegen Fortuna Düsseldorf

Wie geplant konnte daher am 18. September 1957 (einem Mittwoch) die damals modernste Flutlichtanlage Deutschlands mit einem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf eingeweiht werden. Mit 200.000 Watt, so berichtete die Zeitung am nächsten Tag, sei „die Nacht zum Tag gemacht“ worden. Der Sieg in diesem Spiel vor 15.000 Zuschauern ging mit 4:0 an die Löwen.

Eintracht war der erste norddeutsche Verein mit einer Flutlichtanlage. Weitere Spiele unter Flutlicht, die sich großer Beliebtheit erfreuten, fanden 1957 noch gegen Eintracht Frankfurt (2:3), Preußen Münster (4:1), Tennis Borussia Berlin (4:3) und Schalke 04 (2:4) statt.

Fotos: Archiv

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