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Donnerstag 18.06.2015

Geschichten von früher

Eintracht trotzt dem VfB Leipzig ein Remis ab

In der Serie "Geschichten von früher" blickt eintracht.com zurück auf die großen und kleinen Momente in der nunmehr fast 120-jährigen Historie der Löwen. Auf Ereignisse, die die Identität und das Bild des Vereins geprägt haben und bis heute prägen und die ihn zu dem machen, was er heute ist. Ein echter Traditionsverein. 

12. Dezember 1909

Fast auf den Tag genau 14 Jahre nach ihrer Gründung trat Eintracht am 12. Dezember 1909 in Leipzig gegen den VfB, damals eine der ersten Fußballadressen in Deutschland, zu einem Freundschaftsspiel an. Beim deutschen Meister von 1903 und 1906 sprang ein beachtliches 2:2 heraus. Beiden Mannschaften fehlten wichtige Spieler, so mussten die Braunschweiger unter anderem ohne ihren Nationalspieler Queck antreten. 

Eintrachts Aufstellung: Zeidler (in späteren Zeiten viele Jahre lang Vorstandsmitglied) im Tor, Bülte und Gericke die Verteidiger, Poppe, Hagemann und Schramm die Läufer, W. Dette, F. Dette, Bäse, Mahn und Siebrecht die Stürmer. Walter Poppe sollte übrigens im folgenden Jahr bei der 1:5 Niederlage gegen England in Berlin sein einziges Länderspiel bestreiten. Trainer Willi Steinhof (rechts, mit Melone, 1879 bis 1967) war ein sehr guter Leichtathlet und Fußballer gewesen und galt als großes Organisationstalent. Wohl aus diesem Grund wurde er bereits als noch aktiver Spieler in den Vorstand des Vereins gewählt. 

Von dem Spiel ist in der Eintracht-Chronik überliefert, dass ein starker und eisiger Wind über den Platz pfiff, dass beide Teams aber dennoch mehrfach "brillant vors feindliche Tor" kamen. Zur Pause stand es 2:0 für den VfB, in der zweiten Halbzeit aber konnte Eintracht durch Bäse und F. Dette noch den verdienten Ausgleich erzielen. Fazit des Chronisten: "Die Mannschaften waren einander ebenbürtig, das Spiel war vollständig offen." Ein großes Lob für Eintrachts Auftritt bei einem der besten deutschen Teams jener Zeit. 

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